Nationenpreisfinale in Barcelona: Deutsche Springreiter unter den besten acht Teams

Christian Ahlmann sorgt für glänzenden Auftakt

Barcelona/ESP (fn-press). Jubel in Barcelona: Die deutschen Springreiter haben ihr Tagesziel erreicht und sind beim Finale der FEI-Nationenpreisserie in die Runde der besten acht Nationen eingezogen. Hinter der belgischen Equipe (fünf Fehlerpunkte) belegte die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) im ersten Umlauf Rang zwei und lag mit acht Fehlerpunkten gleichauf mit dem Team aus Schweden. Am Samstag um 21 Uhr geht es dann für Christian Ahlmann und Taloubet Z, Daniel Deußer und Cornet D'Amour, Meredith Michaels-Beerbaum und Fibonacci sowie Ludger Beerbaum mit Chiara im Stadion des Polo Club Barcelona um den Gesamtsieg. „Alle haben sich hier gut gezeigt und wir sind froh, dass wir am Samstag dabei sind. Dann geht alles wieder bei Null los“, sagte der zufriedene Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst).

Für einen glänzenden Auftakt aus deutscher Sicht sorgte Christian Ahlmann (Marl), der mit seinem belgischen Hengst Taloubet Z eine fehlerfreie Runde schaffte. „Das war ein guter Start, Taloubet war ganz ruhig und konzentriert“, sagte Ahlmann. „Der Parcours war aber sehr anspruchsvoll. Nach dem Abgehen hätte ich mit noch mehr Fehlern gerechnet.“

Pech hatte im Anschluss Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen). Mit dem schwedischen Wallach Fibonacci unterlief ihr zunächst ein Fehler an der dreifachen Kombination, dann kassierten die beiden auch noch einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung, was am Ende das Streichergebnis für Deutschland bedeutete. „Der Abwurf war umso ärgerlicher, weil Fibonacci eigentlich sehr gut gesprungen ist“, sagte Michaels-Beerbaum. Aber sie blieb längst nicht die einzige, die mit dem überbauten Wasser in der Mitte der Kombination haderte. Auch ihre beiden nachfolgenden Teamkollegen leisteten sich dort einen Abwurf.

Daniel Deußer (Mechelen/BEL) war der dritte deutsche Reiter an diesem Nachmittag. Mit seinem Westfalen Cornet d’Amour unterlief ihm lediglich ein Fehler. Die untergehende Sonne machte es den Reitern zunehmend schwieriger, mit den Lichtverhältnissen im Stadion zurechtzukommen. „Das darf aber keine Entschuldigung sein“, sagte Deußer und blickte gespannt auf die Finalrunde: „Am Samstag werden nur die Besten starten, das Niveau ist hier richtig hoch. Alle sind sehr motiviert und ich denke, das wird ganz eng zugehen.“

Für Ludger Beerbaum (Hörstel-Riesenbeck), der 1992 an gleicher Stelle die olympische Einzel-Goldmedaille gewann, endete der Umlauf mit seiner Holsteiner-Stute Chiara genau wie bei Deußer. „Dieser Sprung war einfach schwierig mit dem Wasser dahinter, das war uns schon beim Abgehen des Parcours bewusst“, sagte Beerbaum. „Aber wir haben unser Soll erfüllt und einen guten Grundstein gelegt.“

19 Mannschaften gingen am heutigen Donnerstag im ersten Umlauf des Nationenpreis-Finals an den Start. Neben Belgien, Deutschland und Schweden haben auch Großbritannien, die USA (beide 9 Fehlerpunkte), die Niederlande (10), Irland (13) und die Schweiz (15) die entscheidende Runde am Samstagabend erreicht. Insgesamt reiten die Teilnehmer in Barcelona um ein Preisgeld von mehr als 2,3 Millionen Euro.