Nationenpreis Springen in Hickstead: Deutsche Springreiter siegen

Foto von FEI/Sebastian Oakley: Otto Becker, Janne Friederike Meyer, Ludger Beerbaum, Meredith Michaels-Beerbaum und Patrick Stühlmeyer

Zwei Doppel-Nullrunden von Meredith Michaels-Beerbaum und Janne Meyer

Hickstead (fn-press). Siegreich hat die deutsche Springreiter-Equipe mit Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) und Ludger Beerbaum (Riesenbeck) den letzten Nationenpreis der Europa-Division I beendet. So hat Deutschland locker die Qualifikation für das hoch dotierte Finale des "Furusiyya Nations Cups" in Barcelona Ende September geschafft.

Zwei Wochen nach ihrem Triumph beim CHIO Aachen zeigten die deutschen Springreiter erneut ihre Klasse. Im britischen Hickstead beendete die Equipe von Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) das „Länderspiel“ mit einem souveränen Sieg. Nur vier Fehlerpunkte standen am Ende zu Buche. Im ersten Umlauf waren Meredith Michaels-Beerbaum mit dem schwedischen Wallach Fibonacci, Janne-Friederike Meyer mit dem belgischen Wallach Goya und Patrick Stühlmeyer mit dem Oldenburger Hengst Lacan fehlerfrei geblieben, so dass der vierte Teamreiter, Ludger Beerbaum, mit seiner Holsteinerin Chiara auf einen Start verzichten konnte. Im zweiten Umlauf  gelangen den beiden Amazonen Michaels-Beerbaum und Meyer erneut Nullrunden, lediglich Stühlmeyers Lacan leistete sich einen Abwurf, „einen Netzroller“, wie Otto Becker den Flüchtigkeitsfehler bezeichnete. Bevor Ludger Beerbaum einreiten musste, stand bereits fest, dass der deutschen Mannschaft der Sieg nicht mehr zu nehmen sei. Beerbaum schonte seine Stute und startete erneut nicht. Hinter den deutschen Siegern platzierten sich die Iren und Belgier mit jeweils acht Fehlerpunkten an zweiter Stelle, den vierten Platz teilten sich die Mannschaften aus den USA und der Schweiz, denen jeweils zwölf Fehlerpunkte angerechnet wurden.

Bundestrainer Otto Becker war begeistert: „Wir sind alle superhappy, Kompliment ans Team. Meredith hat uns als erste Starterin mit ihren beiden Nullrunden die Tür geöffnet. Die Leistung der Mannschaft ist umso höher einzuschätzen, weil wir ja unter Druck standen, denn wir brauchten noch ein paar Punkte fürs Finale.“ Vom 22. bis 26. September messen sich die besten Nationen der jeweiligen Ligen in Barcelona. Nach acht Turnieren der Europa-Division I liegen die Niederländer mit 333 Punkten in Führung, gefolgt von Irland (323) und Deutschland (313). In Barcelona nicht dabei sind die Briten und die Belgier, sie haben nicht genügend Punkte gesammelt. Otto Becker: „Man sieht, wie eng das werden kann. Die Qualifikation fürs Finale zu verpassen, das hätte uns theoretisch auch passieren können.“ Mit dem Sieg in Hickstead aber haben sich solche Überlegungen in Luft aufgelöst.