Nationenpreis der Para-Equestrians Mannheim 2015: Deutschland knapp vor Holland

(pbb) Spannender hätte die Entscheidung im Preis der Nationen der Dressurreiter mit Behinderung – präsentiert von der AdViva GmbH Heidelberg – nicht sein können: Erst das Ergebnis für die allerletzte Reiterin der letzten zur Nationenpreis-Wertung zählenden Prüfung, der Niederländerin Nicole den Dulk im Grade Ib, entschied über die Rangierung auf den Plätzen eins und zwei.

Im Zwischenstand nach der Mannschaftsaufgabe hatten die Niederlande mit 3,221 Punkten geführt, doch in der Einzel-Aufgabe setzte sich Deutschland mit Elke Philipps/Regaliz, Dr. Angelika Trabert/First Lady Melody, Hannelore Brenner/Women of the World und Lena Weifen/Don Turner mit einem knappen Vorsprung von 1,596 Punkten durch. Das deutsche Quartett sicherte sich damit wie im Vorjahr beim „Probelauf“ den Sieg im Preis der Nationen, der sich nach dem Vorbild Mannheims im letzten Jahr mittlerweile weltweiter Zustimmung und großen Interesses erfreut und bereits beim 5-Sterne-Turnier in Doha Anfang des Jahres Nachahmung fand.

Dass Deutschland erneut den Sieg davontragen würde, war keineswegs selbstverständlich gewesen, denn bei den Weltreiterspielen 2014 hatte das niederländische Team Silber vor dem deutschen Bronze-Team gewonnen. Auf den Plätzen drei (420,480) und vier (416,443) folgten Italien und Norwegen, Fünfter wurden die Reiter aus Schweden mit 400,104 Punkten. Für das Ergebnis im Nationen-Preis zählten die drei besten Ergebnisse der Mannschaftsreiter in der Team- und der Einzelaufgabe.

Ein ganz besonderer Moment für die drei erstplatzierten Nationen war die stimmungsvolle Siegerehrung im großen MVV-Reitstadion. Hannelore Brenner, zweimalige Doppel-Siegerin bei den Paralympics, brachte zum Ausdruck, was die deutschen Mannschafts-Mitglieder dachten: „Der Preis der Nationen ist ein Meilenstein im Dressursport für Behinderte und wir freuen uns als deutsches Team sehr, dass wir wie im Vorjahr in diesem Jahr auch den zweiten Para-Nationenpreis gewinnen konnten. Herzlichen Dank an den Veranstalter, dass wir hier sein dürfen.“

Foto von Karl-Heinz Frieler: Nationenpreissieger Deutschland