Morgen öffnet Americana 2011 ihre Tore für Besucher: Knapp 240 Aussteller – 263 Pferde aus 17 Nationen

 

Morgen öffnet Americana 2011 ihre Tore für Besucher:

 

 

Knapp 240 Aussteller – 263 Pferde aus 17 Nationen


$ 190.000 Preisgeld / Sportliches Highlight: der Vorlauf der Open Bronze Trophy

Am morgigen Mittwoch, den 31. August, öffnet Europas größte Westernmesse in Augsburg ihre Pforten für die Besucher. Bis einschließlich Sonntag, den 4. September, haben die Besucher Gelegenheit, bei einem der fast 240 Aussteller zu shoppen, mit Hengstbesitzern und Trainern zu fachsimpeln und im bekannten Western Forum Vorträge von unterschiedlichsten Experten zu verfolgen.

Daneben stehen einige sportliche Highlights an, darunter das Finale der European Cutting Championship Non Pro und der Vorlauf um die mit $ 40.000 dotierte NRHA Bronze Trophy Open. Hier werden die Spitzenstars des europäischen Reiningsports erwartet. Zu den Favoriten zählen sicher Bernard Fonck mit Great Sunburst und Rudi Kronsteiner mit Ima Mega Antares. Rudi Kronsteiner ist derzeit gewinnreichster Reiningreiter Europas, und Bernard Fonck übersprang erst letzte Woche die $ 800.000 Marke. Beide sind vielfache Futurity und Bronze Trophy Champions. Rudi Kronsteiner war bereits drei Mal NRHA World Champion Open. Mit Great Sunburst führt der Belgier Bernard Fonck mit deutlichem Vorsprung die Weltrangliste Open an. Die beiden waren 2010 NRHA World Champion Open und legen es jetzt darauf an, den Titel zu halten. Das gelang bisher nur Bob Anthony mit Mr Mui Twist (1981/1982). „Er hat das Zeug dazu und auch den Mind“, so Bernard zu seinem Hengst. Mit Ricke Cody Pine 023 hat der Belgier zudem ein zweites Eisen im Feuer um die Bronze Trophy Open.

Rudi Kronsteiner startet mit drei Pferden: Gunslider, Hollywood Yankee Kid und Ima Mega Antares. Mit diesem Hengst war Kronsteiner 2009 FEI Vize-Europameister und holte erst vor wenigen Wochen Einzel-Bronze auf der FEI Europameisterschaft in Wiener Neustadt. Dabei schrammte er nur haarscharf an Gold vorbei – die beiden hatten entschieden den besten Ritt. Eine 3-Punkt-Penalty beim Runterschalten vom ersten schnellen Zirkel kostete ihnen dann den Sieg. Ima Mega Antares hat jedoch dabei sein ungeheures Potential bewiesen, das er auch hier auf der Americana ausspielen wird. Zudem sind Gunslider und Hollywood Yankee Kid zwei Hengste, die bereits sehr erfolgreich waren und nicht zu unterschätzen sind.

Ebenfalls mit dabei im Go Round: das Dream Team Sylvia Rzepka / Doctor Zip Nic. Der Hengst hat mehrere CRIs gewonnen und holte WM-Mannschaftsbronze in Manerbio. Außerdem war er Equitana Reining Cup Champion und Italienischer Derby Champion.

Im Teilnehmerfeld ist noch ein weiterer Italienischer Derby Champion zu finden: Star Spangled Whiz. Der Hengst, der unter Rudi Kronsteiner europäischen Score Rekord erzielte, wird mittlerweile von dem Kanadier Cody Sapergia geritten.

Mit Spannung wird der Auftritt des Amerikaners Mike McEntire mit Hot Smokin Chex erwartet. Der Trainer aus North Carolina hat über $ 776.000 gewonnen, war NRHA World Champion und hat mehrere Futuritys und Derbys gewonnen, darunter die berühmte Congress Open Futurity. Mit Hot Smokin Chex hat er ein ‚heißes‘ Eisen im Feuer. Der Hengst war u.a. NRHA European Affiliate Champion und kam unter Grischa Ludwig auf Platz 5 im Einzelfinale der Weltreiterspiele 2010.

Doch dies sind nur einige der herausragenden Reiter, die das Zeug zum Americana Bronze Trophy Champion haben. Weitere sind die zweifachen Deutschen Meister Grischa Ludwig und Nico Hörmann, die beide auch heute bei der Pressekonferenz der Americana begehrte Ansprechpartner waren, Doug Allen, Rieky Young, Markus Schöpfer, Tina Künstner-Mantl und viele mehr.

 

Alles vorbereitet für die großen Americana Finals:

Teilnehmer durchweg begeistert vom Boden

‚Boden-Papst‘ Jim Kiser präpariert Böden speziell für die jeweiligen Disziplinen

 

Im großen Westernreitsport kann die Bodenbeschaffenheit den letzten Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Diesen Boden optimal vorzubereiten ist eine wahre Kunst, insbesondere, wenn es um so unterschiedliche Disziplinen wie z.B. Cutting und Reining geht. In der Reining muss der Untergrund so beschaffen sein, dass die Pferde optimal in den Stop gleiten können. Beim Cutting andererseits muss der Boden tief genug sein, damit die Pferde für ihre spektakulären Bewegungen am Rind Halt finden und nicht ausgleiten. Um die optimale Bodenbeschaffenheit in allen Disziplinen gewährleisten zu können, hat das Showmanagement der Americana 2011 eigens den amerikanischen ‚Papst der Westernböden‘ Jim Kiser einfliegen lassen. Das Ergebnis nach den ersten beiden Tagen der Americana 2011: begeisterte Teilnehmer.

Der amerikanische Bodenbauer betreut mittlerweile alle AQHA World Show, die NCHA Cutting Futurity in Fort Worth, alle großen Shows der NRCHA und die Weltreiterspiele. Es ist das erste Mal, dass Jim Kiser die Americana betreut. Er sorgt nicht nur für den Aufbau, sondern lässt es sich nicht nehmen, selbst abzuziehen.

„Der Untergrund hier auf der Americana ist eine spezielle Mischung aus überwiegend Lehm und etwas Sand. Darauf kommt eine lose Schicht, die zu 90 Prozent aus Sand und etwa 10 Prozent Lehm besteht“, erklärt Jim Kiser. „Drei Faktoren bestimmen dann, ob ein Boden geeignet ist oder nicht: 1. Die Basis, die nicht so hart sein darf, dass es glatt wird, 2. Die Menge an Sand darauf und 3) der Feuchtigkeitsgehalt.“

Für den Go round der Bronze Trophy am Mittwoch ist Kiser sehr zufrieden mit dem Boden. „In einer Halle wie hier kann die Feuchtigkeit nicht so gut entweichen. Das muss man bei der Bearbeitung berücksichtigen. Der Boden ist nun gut abgetrocknet, und die Reiner, die gestern Abend hier abgeritten haben, waren allesamt sehr zufrieden. Ich bin überzeugt, dass wir ihnen morgen optimale Bedingungen bieten können.“

Und für die Cutting Non Pro Finals am Nachmittag? „Auch das müsste sehr gut aussehen. Die Cutting Teilnehmer waren bislang begeistert. Für die Finals schieben wir den Sand in die Mitte, so dass der Boden griffig wird. Eventuell müssen wir auch noch etwas Feuchtigkeit zugeben.“