MOL meets Namibia Tag 5: And the winner is…

Heute wurde es nicht nur ernst, sondern sehr ernst. Gestern durfte man sich ja noch auf der sicheren Seite der Bande bewegen. Heute ging es hinein in die Schlangenfarm. Das Wetter zeigte sich so früh am Morgen noch von seiner zweitbesten Seite. Ein leichter Atlantikwind wehte aus Südwesten über die Vierecke. Temperaturen kurz über dem namibischen Gefrierpunkt von 20°C boten beste Bedingungen für kleine Reitladies aus Germany.

 

Als Erste durfte Kenisha Pohl auf Jason an den Start. In der Pony Rider Novice 3 Dressage – Klasse belegte sie mit 65,00 % den zweiten Platz. Das war ein guter Start und setzte eine Duftmarke, die der Rest erst einmal erreichen musste. Der kleine Jason gab sich unter dem Sattel der 12jährigen Kenisha alle Mühe. Das Team war ansehnlich unterwegs.

 

In der Junior Novice Dressage 1 – Klasse musste Kira Mier ran. Der eine oder andere namibische Reiter schaute schon im Training vorbei, wenn Kira und Mahati durch die Bahn gingen. Das Paar machte einen sehr guten Eindruck und erhielt nach Abschluss der Prüfung Beifall nicht nur aus den eigenen Reihen. Mit 68,75 % verwies das Paar die andere Kira – nämlich Kira Rohloff auf Rang zwei. Das ist also ein Kira-Doppelsieg und die erste Güldene Schleife für das deutsche Team. Darüber freute sich niemand mehr, als Kira Mier selbst – mal abgesehen vielleicht von den Eltern, die die lange Reise auf sich nahmen, um dem eigenen Kinde am Platzrand die Daumen zu drücken.

 

Der Rest des Teams war bereits alt genug, um in der Adult Novice Dressage an den Start gehen zu können. Dort tummelte sich allerdings die namibische Dressurelite dieser Klasse. Aber dennoch: Es schlug die Stunde der Kerstin Grosser, die sich ja gestern noch nach einem Sturz mit Pferd nicht gerade auf der Gewinnerstraße sah. Die ganze Nacht wurde der Klumpfuß gekühlt und selbst am Vormittag des heutigen Wettkampftages ging es der Schwellung mit original namibischen Homöopatika an den Kragen. Es hat genützt, denn mit 65,83% belegte KG den zweiten Platz hinter der heute unschlagbaren und außerdem noch überaus sympathischen Sumari Piepmeyer vom ReiterVerein Swakopmund auf FCS Precious Gift.

 

Lisa Hoffmann hatte gleich zwei Eisen im Feuer. Auf Rathmore Sapphire wurde es mit 64,30% Rang fünf. Besitzer Holger Kleyenstüber aus Swakopmund freute sich mit ihr. Pferd Nummer zwei war Savannah Beat, mit dem sie auf den zwölften Platz kam (59,03%).

 

Stella-Marie Kehlenbrink reihte sich nahtlos dahinter ein. Die Richter gaben ihr und Otjozonjati Barbarossa 57,36%.

 

Antje Leonhardt und Sphinxblick Wüstenkönig landeten bei starker Konkurrenz auf Platz 15.

 

Nach dem anstrengenden Sonntag ist morgen für den Großteil des Teams Faulenzen angesagt. Mit Ausnahme von Kira Mier, die ein Angebot nicht ablehnen konnte und morgen wieder im Sattel sitzt, wird sich der Rest auf hohe See begeben. Und da soll es eine kleine Überraschung geben für jemanden, der Geburtstag hat. Diese junge Dame war schon in Münchehofe eine der Sympathieträger und ist auch hier in Swakopmund an der Seite der deutschen Gäste. Sie hilft, unterstützt und begleitet, aber vor allem hat sie ein großes Herz und ein umwerfendes Lächeln: Happy Birthday Daniela Kolb!

 

Die Bryn Mathias TV Production ist auch am Start. Im Hintergrund Tochter Geneva, die ebenfalls in der Bildberichterstattungsbranche arbeitet ;-)

Am großen Dressurviereck wurde auch kräftig geschmückt. Da die kleinen gelben Blümchen in der Wüstensonne keine Chance hätten, kommen eben echte Wüstenblumen zum Einsatz

 

Vor der Meldestelle ist immer eine kleine Ansammlung von Menschen. Die Ergebnisse werden in vorgedruckte Starterlisten eingetragen. Nachnennungen kommen per Hand dazu. Ab diesem Jahr soll es für Pferde Kopfnummern als Lebensnummern geben, die dann auch während der Prüfungen getragen werden müssen. Dieses System gab es bereits früher schon einmal.

 

..war auch schon für Deutschland im Einsatz...

 

Silvia Kleyenstüber findet neben der Organisation trotzdem noch Zeit, die eine oder andere Prüfung zu gehen...

Fotos von Jan-Pierre Habicht (C)

Foto von Antje Leonhardt: Geneva Mathias - Danke, Geneva!