MOL meets Namibia Tag 3: Training, LPBB, Shoppen

Das war heute in jedem Fall ein Hammer-Tag. Pünktlich früh um acht kümmerte sich das Trainergespann Gabi Lyck-Piehl und Wolfgang Piehl vom RSZ Waldesruh wieder um die beiden Springgruppen. Da das erste Springen beim Turnier für die Gäste in der Halle sein wird, hat das Reitrevier in Münchehofe für den Vormittag die große Halle freigemacht. Das war nicht nur nett, sondern auch zielführend, denn in Namibia sind Reithallen so selten wie Starkregen. Man konnte sich ein wenig an die Bedingungen gewöhnen, die dann so am Wochenende zum Showdown vorgefunden werden.

 

Nach dem gemeinschaftlichen Abäppeln wurden die Pferde wieder ordentlich und fachmännisch korrekt in den Boxen geparkt. Dann ging es zum leckeren Mittagessen ins Landhaus Remonte. Vorher allerdings kam es zu einem kleinen Arbeitseinsatz. Nach so viel Herzlichkeit, mit der der LRV Münchehofe nicht geizte, wurde beim Aufbau des Platzes fest mit angepackt. Beim Speisen wurde wieder viel erzählt und geplant. Eine entspannte Atmosphäre hat sich auch am dritten Tag zwischen allen Anwesenden breitgemacht. Von Urlaubsstimmung kann man allerdings kaum sprechen. Zu voll war und bleibt der Terminkalender für diesen Nachmittag und die nächsten Tage.

 

Abfahrt – Autobahn – Ankunft in der Passenheimer Straße. Im Olympiapark ist der Sitz des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg. Mit leichter Verspätung eingetroffen, wurde die Namibia-Delegation vom Geschäftsführer Peter Fröhlich sehr herzlich in Empfang genommen. Es ging in den altehrwürdig-geschichtsträchtigen Saal zu einem kleinen Vortrag über Struktur und Aufgaben des Landesverbandes.

 

Im Anschluss wurde noch so um die anderthalb Stunden miteinander geredet. Peter Fröhlich zeigte sich sehr interessiert am namibischen Reitsport und den dortigen Bedingungen. Es ging um die Ausbildung von Reitern und Trainern, die Förderung der Jugend und etliche andere Themen. Ein weiterer Erfahrungsaustausch wurde von beiden Seiten als wünschenswert angesehen. Landes-Jugendwartin Juliane Schulz war ebenfalls am Tisch und berichtete kompetent von einer neu entstandenen, strukturierten Jugendarbeit. Org-Chef Holger Kleyenstueber bedankte sich mit einem handgeschnitzten Elefanten beim Geschäftsführer. Die Jugendlichen wurden ausgestattet mit einem LPBB-Basecap und weiteren reitsportlichen Utensilien aus dem Verband.

 

Juliane Schulz nahm die Jugendlichen auch gleich noch mit zu einem Rundgang auf dem heiligen Spring-Rasen nebenan – aber nicht, ohne vorher noch das gemeinsame Gruppenfoto entstehen zu lassen.

 

Das sehenswerte Olympia-Reiterstadion präsentierte sich im satten Grün – der Wall konnte genauestens untersucht werden. Auch der Vorsitzende des Vorstandes des Kreisreiterverbandes Märkisch-Oderland Torsten Zellmer von Knobelsdorf gab kleine Geschichten rund um die Anlage und seine Turniere zum Besten.

 

Gleich um die Ecke musste noch auf die Schnelle das Maifeld-Areal mit den Geländestrecken in Augenschein genommen werden. In Swakopmund wird gerade eine Vielseitigkeitsstrecke neu nach FEI-Reglement gebaut (pferdefreunde.co berichtete). Da konnte man die eine oder andere Inspiration durchaus gebrauchen. Mit diesen vielen Eindrücken im Gepäck bekam der Tag noch eine ganz andere Richtung. Per Navi im Transporter führte der Weg geradewegs geplant zum Hohenzzollerndamm. Eingeweihte wissen, wer dort seit geraumer Zeit sitzt und die Berliner Reiterwelt mit Material versorgt: Das Reitsport-Center Hoffschild. Es dauerte eine ganze Zeit, bis alle Wünsche wenigstens annähern befriedigt waren. Am Straßenrand machten dann die Schuhe einiger Gäste mit einem kleinen, braunen Berliner Wahrzeichen, das man viel zu oft findet, Bekanntschaft.

 

Auf dem Rückweg stoppte der Pulk noch kurz bei Torsten Zellmer auf dem Hof, um sich nach der Sammlung gemeinsam in Richtung Schöneiche zum Hotel „Alte Mühle“ zu bewegen.

Es war ein anstrengender, aber auch in vielerlei Hinsicht lehrreicher Tag. Neue Bekanntschaften sind entstanden und auch im Landesverband wurde das Interesse an dem noch unbekannten Reitsportpartner Namibia geweckt.

 

Der Donnerstag bringt Business as usual und am Nachmittag einen Besuch beim Pferde-Krämer in Dreilinden. Vielleicht ist dann endlich Zeit für ein oder zwei Stunden Sightseeing zwischen Brandenburger Tor und Museumsinsel...

Fotos von Jan-Pierre Habicht © -diese können für die Berichterstattung im Rahmen dieses Austauschprojekts verwendet werden – Anfrage an info@pferdefreunde.co