MOL meets Namibia 2015: Tag 7 – Springen, Springen, Springen!

 

Die Vierecke für die Dressur wurden geschlossen, die Sonne zeigte sich mit aller Kraft. Das 58. Januar-Turnier in Swakopmund hat rasante Fahrt aufgenommen. Alles konzentrierte sich auf die ersten Springwettbewerbe. Fast 140 Starts wurden durch die Richter freigegeben. Der Zeitplan war knapp bemessen. Alles musste zackig über die Bühne gehen. Der namibische Spitzenreitsport nahm Anlauf auf die Highlights des Wochenendes. Das merkte man gleich an den Zuschauerzahlen. Es war voll unter dem großen Zelt. Reitsport wird an diesem Wochenende groß geschrieben in Swakopmund.

Der Vormittag gehörte den Eröffnungsspringen. Fünf Wettbewerbe waren ausgeschrieben, bis alle ein leckeres Mittagessen von den fleißigen Frauen aus der Kaffeebude erhalten konnten. Um 08.00Uhr startete der Tag mit der 70cm-Klasse. Die Goldene Schleife geht nach Walvis Bay an Pia Gebhardt, die mit Bastos Twahil im Parcours von Heiko Wahlers war. Ariane Wieland vom Riverside Equestrian Center platzierte sich mit Mahida dahinter. Tamsin Louw und Jason ritten zu Platz drei vor Callie Swanepoel, die Losberg Mahashi Jupitor gesattelt hatte. Platz fünf holte sich Jakes van der Merwe auf Losberg Mahashi Josh.

Die Stangen wurden 10cm höher aufgelegt und weiter ging es an diesem Springtag. Über den 80cm-Stangen war Chrizel van Wyk erfolgreich. Sie hatte ihr Pferd Swift zwischen den Steigbügeln. Frischgewaagd Saltano und Kerstin Garbade machten Silber klar. Auf Rang drei wehte Schwarz-Rot-Gold. Ina Heinze aus Alt Zeschdorf und Sphinxblick Brutus erkämpften sich die Weiße Schleife im Stechen. Etwas später gingen Charmaine Meintjies und Davetsaub Katarina durch die Zeitnahme – Platz vier.

In der 90cm-Klasse gingen ein Dutzend Paare an den Start. Allround-Talent Nadine Flemming hatte ja bereits am Vortag für Aufsehen gesorgt. Heute war es in dieser Prüfung ein erneuter Doppelsieg – Gold für Seeis Shelton und Silber mit Seeis Eymet. Aniké Maritz und Frischgewaagd Midnight Rain zeigten eine harmonische Leistung und wurden mit dem dritten Platz belohnt.

Die Spannung stieg. Eine Sprunghöhe von einem Meter bietet schon etwas für das Auge des Reitsportfreundes in Namibia. Detlef Fischer und Davetsaub Diana zeigten der Konkurrenz, wo der Hammer hängt. Maren Kardel vom Team MOL und Baron von Sphinxblick erreichten Silber vor - nochmals - Maren Kardel auf Manna From Heaven. Die kleine MOL-Erfolgsgeschichte setzte sich somit fort. Im brandenburgischen Ladeburg ritt die Pferdebesitzerin Daniala Kolb auf Marens Pferd am 28.12.2014 während eines Besuches zu Gold. Während Daniela noch in Deutschland im Urlaub ist, wird ihr Pferd in Namibia erfolgreich geritten.

Im kombinierten Eröffnungsspringen über 1,10m und 1,20m war das Starterfeld übersichtlich. Franziska Leinberger und Camelot ritten zu Gold und ließen Lara Knickel auf Bonhomie hinter sich.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen für alle Sportler und Zuschauer gehörte der Nachmittag den Precision and Speed-Klassen mit identischen Sprunghöhen.

Pia Gebhardt und Bastos Twahil hatten sich auf diese Höhe bereits eingeschossen. Da war es nicht weiter verwunderlich, wenn sie sich gleich noch eine weitere Goldene schnappte. So geschah es und Ariane Wieland wurde auf Mahida Zweite vor Annuschka Sagner, die mit Chicago über die Stangen flog. Sheena Dürr und Bandito platzierten sich auf der Vier; gefolgt von Karin Schommarz, die mit Moritz den Parcours bewältigte.

In der nächsthöheren Klasse durfte sich Chrizel van Wyk mit Swift die Goldene Schleife abholen. Sie ließ nicht nur alles oben, sondern ebenso die Mitbewerber hinter sich. Hinter ihr durften sich anstellen: Kerstin Garbade/Frischgewaagd Saltano (2.), Charmaine Meintjies/Davetsaub Katarina (3.), Svenja Späth/Davetsaub Sans Souci.

In der 90cm-Klasse hatte Nadine Flemming bereits Blut geleckt. Sie konnte von den Goldenen Schleifen einfach nicht lassen und riss sich ebendiese auch hier unter den Nagel. Svenja Späth und Davetsaub Sergio machten ihre Sache ebenfalls sehr gut. Mit ihr freuten sich alle Familienmitglieder, die als Zuschauer und Organisatoren anwesend waren. Svenja wurde von den Richtern mit Silber geehrt. Aniké Maritz war auf dem Pferd von Sumari Piepmeyer erfolgreich. Precious Gift machte somit gleich zwei Frauen in Form einer Weißen Schleife glücklich. Manna From Heaven reihte sich dahinter ein. In dieser Prüfung wurde sie von Karin Schommarz geritten.

Viel Zeit war nicht zwischen den Wettbewerben. Die Stangen wurden auf einen Meter gelegt. Es sah lange Zeit so aus, als wenn Maren Kardel vom GER-Team auf Baron von Sphinxblick den Sieg davontragen würde. Allerdings machte ihr als eine der letzten Starterinnen Nicole Nederlof mit Frischgewaagd Happy Pets Trabant den Sieg streitig. Sie ging volles Risiko und hatte am Ende einen Vorsprung von mehr als sieben Sekunden auf ihre schärfste Konkurrentin. Da war es also wieder nichts mit dem ersten Gold für die Gäste. Büllsport Da Capo und Laura Pflippen landeten sicher auf Platz drei vor dem Duo Bahati/Kerstin Garbade.

Blieb noch das Kombi-Springen über 1,10m und 1,20m. Annette Künzle ging als Favoritin in den Wettbewerb und wurde ihrer Rolle gerecht. Mit Rolling Thunder donnerte sie gnadenlos zum Sieg. Auf Rang zwei platzierte sich Salom Nghinamito.

 

Der Freitag hatte viele sportliche Höhepunkte. Am Abend davor veranstaltete der Reiterverein Swakopmund einen Informationsabend mit Heiko Wahlers zum Thema Parcoursbau in der Praxis. Heiko „Bobby“ Wahlers konnte sich über mehr als zehn Interessenten freuen. Der heutige Tag endete mit einer Ansprache des 2. Vorsitzenden der NAMEF, Cord Cordes und der Übergabe von T-Shirts an die deutschen Gäste. Sponsor war die Firma Safewear Namibia - Vielen Dank an Wido Bartsch dafür!

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