MOL meets Namibia 2015: Tag 6 – Parade durch die Stadt und noch mehr Dressur

 

Der Donnerstag beim 58. Januar-Turnier in Swakopmund war geprägt von der traditionellen Parade durch die Stadt. Mal abgesehen davon wurde selbstredend auch geritten. Schon um 07.00 Uhr ging es ins Viereck. Zehn Wettbewerbe mit fast neunzig Starts mussten vor und nach der Parade durch die Stadt bewältigt werden. Das war mal wieder ein organisatorischer Aufwand, den die Vereinsmitglieder aus Swakop mit Leistung und Leidenschaft bewerkstelligten. Meldestelle, Kaffebude, Getränke- und Richterversorgung klappten wie am Schnürchen. Der reibungslose Ablauf eines Turniers hängt von eben diesen vielen kleine und großen Helfern ab und macht den Reitsport sehens- und erstrebenswert.

 

Parade durch die Stadt als Hingucker

Um 11.00 Uhr zwischen den Dressurprüfungen wurde alles, was vier Beine hat, nochmal aufpoliert und auf Vordermann gebracht. Das beste Turnierjacket wurde angezogen, der Reithelm entstaubt und die Stiefel geputzt. Man machte sich prächtig und gemäß der reiterlichen Kleidungsordnung zurecht. Es konnte losgehen. Die Verkehrspolizei von Swakopmund hatte alle Hände voll zu tun, um den Verkehr zu regeln.

 

Etwa vierzig Reiter mit ihren Pferden, mehrere Fahrzeuge und jede Menge Reiter zu Fuß machten sich auf in das Stadtzentrum. Dort wurden sie von Bürgermeister Juuso Kambueshe, Heidi Snyman – der Besitzerin des Hotels Schweizerhaus gleich nebenan sowie zahlreichen Schaulustigen begrüßt. Nachdem die Reiter Aufstellung genommen hatten, würdigte der Bürgermeister den Reitsport als Botschafter für die Stadt und wünschte dem Turnier und seinen Teilnehmern alles Gute. Er vergaß dabei nicht zu erwähnen, dass er weiß, wie schwer es den Pferden fällt, unter der heißen Sonne in der Stadt zu stehen und fasste sich deshalb kurz. Auch der Rückweg zum Vereinsgelände brachte wieder viele Augenpaare zum Vorschein, die dem Tross folgten. Es war eine bewegende Zeremonie – unvergessen.

Zum Sport, der seine letzten Dressurprüfungen erleben durfte, wenn man mal von den Derbies am Samstag absieht. In den Pony Riders-Prüfungen 1 und 3 wurde es Doppelgold für Tanja Sibold und Oskar vom Okakambe Riding Club. Die Silbernen Schleifen gingen jeweils an Karin Schommarz vom Reiterverein Swakopmund auf Nanuk sowie Tamsin Louw und Jason.

In der Junior Elementary 3 Class holte sich Nadine Flemming auf Seeis Shelton den Sieg. Es blieb an diesem Tag nicht der einzige.

Die Erwachsenen mussten in die Adult Elementary 3. Franziska Leinberger (Auas View) und Merlot durften als erstes Paar zur Siegerehrung. Sumari Piepmeyer und Legolas ritten zu Silber vor Silvia Kleyenstüber auf Baron von Sphinxblick. Die Prüfung war gut besucht; die Konkurrenz groß.

Die Anforderungen stiegen in der Adult Elementary Medium 3 an. Hier durfte sich am Ende Sumari Piepmeyer auf Legolas mit der Goldenen Schleife schmücken. Silvia Kleyenstüber war mit Baron von Sphinxblick für Silber erfolgreich.

Auf dem Advanced 3-Level musste Franziska Leinberger leider nur gegen sich selbst reiten. Die Konkurrenz ist leider momentan nicht am Horizont zu sehen. Sie erfüllte aber die Anforderungen und durfte sich über Gold freuen.

Junior Novice 3 Dressurwettbewerb: Wie angekündigt, hatte Nadine Flemming einen sehr guten Start erwischt. Der Doppelsieg auf Ginger und Seeis Eymet sorgte für viel Beifall in der Siegerehrung. Caitlin Calitz und Claratal Chagall kamen zur Weißen Schleife.

Richtig voll war es in der Novice 3-Klasse. Fast zwanzig Paare ritten um höchste Ehren im Reitsport. Eine ließ sich die dritte Goldene Schleife des Tages für sich ganz allein nicht entgehen: Franziska Leinberger hielt sich mit ihrem Ritt auf Merlot die Konkurrenz vom Leibe. Der Tag war für sie mehr als erfolgreich. Brigitte Davidow und ihre Waldfee glänzen jetzt silberfarben. Sumari Piepmeyer und Precious Gift machten sich die Weiße Schleife zum Geschenk.

Nun ist dreimal Gold erstrebenswert und spornt zum Nachmachen an. Die Chance nutzte Nadine Flemming in der Junior Novice 1. Hier allerdings war es dazu noch ein weiterer Doppelsieg. Ginger hatte sie für Gold und Seeis Eymet für Silber zwischen den Eisen. Caitlin Calitz und Claratal Chagall platzierten sich dahinter.

Und auch in der letzten Prüfung des Tages gab es aufgrund der hohen Startzahlen für die Richter viel zu tun. Da musste man sich ins Zeug legen, um ganze vorne mitspielen zu dürfen. Sumari Piepmeyer und Precious Gift hatten sich das zweite Gold des Tages erobert. Franziska Leinberger und Merlot mussten sich hier mit Silber zufriedengeben. Die beste Leistung der deutschen Gäste erreichte Antje Leonhardt auf Ginger. Den Wallach hatte Nadine Flemming freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Weiße Schleife gehörte somit beiden jungen Damen.

Von Freitag bis Sonntag stehen fast ausschließlich Springen auf dem Programm. Dazu kommen noch jede Menge Spaß im Horse & Dog Trail und dem Showprogramm. Man darf gespannt sein, was sich die Swakopmunder da einfallen lassen.

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