MOL meets Namibia 2015: Tag 2 – Vom Reisen und Reiten

 

 

So ein Tag in der Wüste ist recht anstrengend, wenn man am Abend davor zünftig in der Reiterbar begrüßt wurde. Es gab eine prächtige, touristische Überraschung. Der Vereinsvorsitzende des Reitervereins Swakopmund Reiner Piepmeyer sowie Hans-Dampf in allen Gassen Holger Kleyenstüber hatten ihre 4x4-Spaßmodule gezündet und luden sich die Damen ein. Es ging durch das ausgetrocknete Flussbett des Swakop-River Richtung Osten ins Landesinnere. Mal abgesehen von einer zu diesem Zeitpunkt schon atemberaubenden Landschaft, war es vor allem die erbarmungslose Hitze, die sich in den Festplatten der Gäste eingebrannt hatte. Zu einigen Zwischenstopps wurden deshalb eiskalte Getränke gereicht. So ein Offroader hat dafür technische Einrichtungen an Bord, ohne die man in Namibia absolut nicht auskommt.

 

Erste Station war die Goanikontes-Oase. Das waren dann für lange Zeit auch die letzten Bäume, die vor die Kamera kamen. Danach ging es in die sogenannte Mondlandschaft. Ein überwältigender Anblick, der sich den Reisenden bot. Die beiden ortskundigen Reiseleiter wussten sehr genau, womit man seine Gäste beeindrucken kann.

 

Weiter zum nächsten Highlight: Mit einem Sicherheitszaun umgeben, präsentierte sich den ungeübten europäischen Augen eine 1.600 Jahre alte Welwitschia-Pflanze. Diese besteht aus lediglich zwei Blättern und ist ein Wahrzeichen Namibias. Viel Zeit war leider nicht, denn so langsam rief schon wieder die Reitanlage in Swakopmund und Trainerin Silvia Kleyenstüber. A bisserl was musste schon noch getan werden, denn schließlich ist am Dienstag Turnierbeginn.

 

 

 

Auf dem Springplatz ging es hoch her. Silvia nahm sich jede deutsche Starterin einzeln vor. Es lief schon besser als am ersten Tag. Hoffnung tauchte am Horizont auf. So langsam kommen alle in die Gänge. Maren Kardel versuchte sich mit Baron von Sphinxblick über dem drei Meter breiten Wassergraben. Das Ding ist noch immer aus Beton. An den Enden liegen allerdings Gummimatten, um den Aufschlag ein wenig zu bremsen. Es ging aber alles gut. Die namibischen Pferde sind meist hart im Nehmen. Schließlich stehen sie oftmals lange auf den Farmen in der Wüste und sind weitestgehend sich selbst überlassen.

Gastfreundlich, wie die Namibier sind, war nach dem Reiten aber noch lange nicht Schluss. Bring and Braai war angesagt. Die Gastgeber brachten alle von daheim Speisen mit. Der Grill wurde angeworfen (Braai) und es wurde gefuttert. Auf dem Speiseplan standen Schaf, Porkbelly, Beest und Sosarti. Alles in allem ein sehr leckerer Stoff, der in die germanischen Mägen gelangte.

 

Zum offiziellen Teil gehörte die Vorstellung des deutschen Teams und bereits die Teilnehmer der Namibian Equestrian Coastal League, die im September in Münchehofe an den Start gehen werden. Das gibt nicht nur Planungssicherheit, sondern vor allem viel Vorfreude, denn natürlich werden sich die deutschen Gäste in neun Monaten um ihre namibischen Besucher kümmern. Zum NAM-Team 2015 gehören Silvia und Holger Kleyenstüber, Nadine Flemming, Sheena Dürr, Maike Schommarz, Aniké Maritz und Laura Braune.

 

Das namibische Team erhielt als kleines Gastgeschenk T-Shirts vom deutschen Team. Die Stimmung war somit gut und das gegenseitige Kennenlernen ging weiter.

 

Schluss war trotzdem noch nicht. Silvia Kleyenstüber und am nächsten Tag ebenso Corinna Späth unterstützten die MOL-Reiter bei der Übersetzung der Dressuraufgaben. War auch notwendig…

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