Luhmühlen: Nicholson führt im CCI4*

 

Andreas Dibowski als bester Deutscher auf Platz neun / Unfall überschattet die Prüfung

Luhmühlen (fn-press). Die Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen stand heute im Zeichen der Neuseeländer, Briten und Australier. Während in der vorangegangenen Meßmer Trophy (CIC3*) nach dem Geländeritt neun Deutsche in den Top Top rangieren, ist es im CCI4* genau umgekehrt. Als bester Deutscher rangiert Andreas Dibowski aus Döhle mit FRH Butts Avedon auf Platz neun.

Die Führung übernahm der Neuseeländer Andrew Nicholson, der letzten Herbst erst das CCI4* in Burghley in Großbritannien und in diesem Frühjahr das CCI4* in Lexington/USA gewinnen konnte. Als letzter Starter blieb er mit Mr. Cruise Control auf der Geländestrecke fehlerfrei. So blieb es bei den 38,0 Punkten aus der Dressur. Die Einzigen, die das hätten zuvor unterbieten können, waren die Dressur-Siegerin Ingrid Klimke (Münster) mit Tabasco TSF und die Australierin Lucinda Fredericks mit Flying Finish. Letztere verbrauchte allerdings zuviel Zeit auf der Strecke (56,3/Platz elf), Ingrid Klimke bereits an Hindernis 4, nach einem Stopp am ersten Wasserhindernis auf.

Zweite wurde die Britin Zara Phillips. Auch die Ex-Weltmeisterin galoppierte mit High Kingdom ohne Probleme ins Ziel des von ihrem Vater, Captain Mark Phillips konzipierten Geländekurses. „Ich bin im Trockenen losgeritten und bei strömenden Regen angekommen“, sagte sie. Mit 39,7 Minuspunkten rangiert sie auf Platz zwei vor dem Kevin McNab mit Clifton Pinot. Für den in Windsor, England, lebenden Australier ist es der zweite Start in der Heide. Im vergangen Jahr belegte er Platz 19. Ebenfalls 47,5 Minuspunkte hat sein Landsmann, der dreimalige Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy mit Rutherglen vor dem Springen auf dem Konto. Den aktuell fünften Platz nimmt der Brite William Fox-Pitt mit Neuf de Coeurs (47,70 ein.

Mit Ausnahme von Andreas Dibowski, der den Kurs mit nur wenigen Zeitfehlern beendete (51,9), stand das CCI4* für die deutschen Teilnehmer unter keinem guten Stern. Wie Ingrid Klimke gab Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Edino nach einem Vorbeiläufer am ersten Wasserhindernis auf. Kai Rüder (Blieschendorf), der mit Leprince des Bois einen guten sechsten Platz in der Dressur belegt hatte, kassierte kurz vor dem Ende der Strecke an der „Lotto-Kombination“ eine Verweigerung. Mit 75,20 Minuspunkten rangiert er vor dem Springen auf Platz 22.

Überschattet wurde die Prüfung durch einen Sturz des Franzosen Emeric George mit P’tite Bombe an einer Kombination aus Hecken und Ecken im Springstadion. Der Reiter blieb unverletzt. Sein Pferd wurde zunächst in eine nahe gelegene Klinik gebracht, dort allerdings auf Anraten der Tierärzte eingeschläfert.

Foto von Kit Houghton/FEI: Andrew Nicholson und Cruise Control