Luhmühlen: Ingrid Klimke und Tabasco nach Dressur vorne

CCI4* in der Heide mit Topbesetzung

Luhmühlen (fn-press). Gestern klappte es nicht ganz, heute hat sie die Nase vorn: Ingrid Klimke führt in Luhmühlen die internationale Vier-Sterne-Prüfung mit Tabasco TSF nach der Dressur mit nur 34,0 Minuspunkten an.

„Er ist so ein Gentleman. Er kommt gar nicht auf die Idee, etwas falsch zu machen“, schwärmte die Mannschaftsolympiasiegerin von dem 13-jährigen Heraldik xx-Sohn, der in Luhmühlen sein Vier-Sterne-Debüt gibt. Ingrid Klimke leistet wahre Fleißarbeit. Vergangene Woche war sie bei den Deutschen Meisterschaften in der Dressur in Balve am Start, in Luhmühlen reitet sie drei Pferde im CIC3* und eines im CCI4*. "Das klappt alles prima dank meines guten Teams", sagte sie. .

Den zweiten Platz in der Dressur des CCI4* belegte Lucinda Fredericks mit Flying Finish. Die 48-jährige Australierin war bereits im vergangen Jahr Zweite in Luhmühlen. In diesem Jahr startet sie mit 36,7 Minuspunkten aus der Dressur in die Geländeprüfung. Als letzter Starter des 50 Paare starken Teilnehmerfeldes konnte sich einer der „Titanen“ des Vielseitigkeitssports auf den dritten Platz reiten: Andrew Nicholson (Neuseeland) verließ mit Mr. Cruise Control das Viereck mit 38,0 Minuspunkten. Auf dem vierten Platz landete die Mannschaftssilbermedaillengewinnerin von London und Ex-Weltmeisterin Zara Phillips. Die Enkelin der englischen Queen erzielte mit dem zwölfjährigen High Kingdom mit 39,7 Minuspunkte..

Hochzufrieden über sein bisher bestes Vier-Sterne-Dressurergebnis – 40,2 Minuspunkte – war Peter Thomsen (Lindewitt). Er belegt mit Horseware’s Cayenne damit Platz fünf. Die Enttäuschung über sein Dressurergebnis in London hatte den Mannschaftsolympiasieger veranlasst, an dieser Disziplin zu arbeiten („Sonst ist die Motivation raus“). Unterstützung fand er in Gisela Blunk-Erichsen und Falk Rosenbauer, der seit November einmal die Woche sein Olympiapferd Barny reitet. Seit rund 20 Jahren zählt Thomsen zu den Stammgästen in Luhmühlen. „Wann mein erster Start hier war, weiß ich gar nicht mehr genau. Aber ich erinnere mich noch an die Weltmeisterschaften 1982. Die habe ich als junger Mann als Zuschauer erlebt und mir damals geschworen: Das muss es sein!“

Aus seiner langen Erfahrung heraus, weiß Peter Thomsen allerdings so gut wie allen Reiter auch, dass bei einer Vielseitigkeitsprüfung „nur zählt, was man am Sonntagabend auf dem Zettel hat!“ Morgen gilt es für alle Paare erst einmal, die Geländeprüfung zu bewältigen. Seine Einschätzung des Kurses fasste Thomsen in nur einem Wort zusammen: „Schwer!“