Luhmühlen: Andreas Ostholt übernimmt Führung im CIC3*

Ein anspruchsvoller Kurs wirbelt Rangierung durcheinander

Luhmühlen (fn-press). „Diese Prüfung wird nicht in der Dressur entschieden.“ Mit dieser Einschätzung sollten die Teilnehmer an der Drei-Sterne-Kurzprüfung (Meßmer-Trophy) in Luhmühlen recht behalten. Neue Nummer eins vor dem abschließenden Springen ist Andreas Ostholt (Warendorf), der mit dem nur 1,63 Meter großen So is et ohne Hindernisfehler ins Ziel kam.

Der 3.704 lange Geländekurs wirbelte die Rangierung aus der Dressur kräftig durcheinander. Selbst erfahrenen Reitern Paaren wie den Mannschaftsolympiasiegern Ingrid Klimke und FRH Butts Abraxxas oder der Schwedin Sara Algotsson-Ostholt mit Wega unterliefen an den technisch höchst anspruchsvollen Hindernissen Fehler. Die Olympia-Zweite büßte damit ihre Spitzenposition nach Dressur ein und machte Platz für ihren Schwager Andreas Ostholt, der mit 39,6 Minuspunkten die Führung übernahm. Lediglich ein paar Zeitfehler musste Ostholt sich anrechnen lassen, da er an zwei Hinderniskomplexen die sicherere, aber zeitaufwändigere Variante gewählt hatte.

Ebenfalls etwas Zeit verbummelten auch Michael Jung (Horb) und Halunke FBW im Gelände. Mit 40,2 Minuspunkten liegt der Doppel-Olympiasieger dem führenden Ostholt allerdings dicht auf den Fersen. Darüber hinaus gelang Jung mit fischerRocana TSF eine von nur zwei kompletten Nullrunden. Das Paar machte damit einen deutlichen Sprung nach vorne und belegt mit 50,4 Minuspunkten Platz sechs.

Fast fehlerfrei kamen Dirk Schrade (Sprockhövel) und Hop and Skip ins Ziel. Nur eine einzige Sekunde fehlte zur Nullrunde. Im Zwischenstand bedeutet das mit 44,0 Platz drei im Zwischenstand.

Ingrid Klimke machte ihr Pech mit „Braxxi“ und ihrem Zweitpferd Hale Bob (69,0/Platz 19) durch eine Nullrunde mit ihrem dritten Pferd Escada JS wieder wett. Als letzte Starterin drehte sie eine die zweite Nullrunde in dieser Prüfung und kam exakt in der erlaubten Zeit von sechs Minuten und 30 Sekunden ins Ziel. Damit rückte das Paar vom 15. Platz nach Dressur auf den vierten Platz vor.

Eine ganze Reihe von Nachwuchsreitern ging im CIC3* an den Start, das eine Station der U25-Förderpreis-Serie ist. Das beste Resultat lieferte die 23-jährige Polizeireiterin Franziska Roth aus Hannover ab. Mit dem selbst ausgebildeten Dictus J kam sie schnell und ohne Hindernisfehler ins Ziel und liegt damit vor dem Springen mit 48,6 Minuspunkten auf Platz fünf.