Lea Ercken gewinnt Höveler-Trophy in Verden

Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter

Lea Ercken gewinnt Höveler-Trophy in Verden

Verden (fn-press). Lea Ercken ist die Siegerin im Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter, das in diesem Jahr erstmals unter dem Namen Höveler-Trophy ausgetragen wurde. Mit 25,7 Punkten setzte sich die 13-Jährige aus Recklinghausen mit dem zehnjährigen in Weser-Ems gezogenen braunen Wallach Call me Charly gegen 21 Mitbewerber aus ganz Deutschland durch.

Als letzte Starterin des Pferdewechselfinales wusste Lea Ercken nicht nur die Richter zu überzeugen. Auch der laut aufbrandende Applaus der Zuschauer nach ihrem Ritt zeigte: Das war der Siegerritt. Die 13-Jährige hatte bereits mit ihrem eigenen Pony Call me Charly – Vorjahressieger unter dem Sattel von Christoph Kläsener – die erste Runde des Finales als erste Starterin vom Fleck weg mit einer 8,5 dominiert. „Toller Auftakt, sehr gutes Springen mit sehr guter Anlehnung“, so Kommentator Carsten-Otto Nagel (Wedemark). Mit Kaiser Cash setzte sie dann noch eins drauf. Für ihre Vorstellung des fremden Ponys gab es die Höchstnote dieses Bundesnachwuchschampionats: 9,0. Mit einem Endstand von 25,7 Punkten war ihr der Sieg nicht zu nehmen. „Lea Ercken gehört zu den aufstrebenden Ponyreitern“, sagte auch Bundestrainer Peter Teeuwen (Hanstedt) und lobte: „Ihre besondere Stärke liegt in ihrem dressurmäßigen Talent. Sie reitet ihre Ponys alle auch Dressur auf Turnieren und das macht sich einfach positiv bemerkbar.“

So schien sich auch der 13-jährige Kaiser Cash, mit dem Horst Neben jun. jun. aus Salzhausen die erste Wertungsprüfung am Samstag mit der Note 8,3 für sich entscheiden konnte, unter seiner Fremdreiterin sichtlich wohl zu fühlen. Umgekehrt machten sich bei dem jungen Reiter und Call me Charly einige Abstimmungsprobleme bemerkbar, so dass es nur zu einer Note von 7,8 reichte. Im Endstand musste sich der Reiter damit nicht nur hinter Ercken einordnen, sondern auch Celine Schradick den Vortritt lassen, die mit 23,9 Punkten ein Hundertstel besser war als der einzige Junge unter den Top-Vier.

Celine Schradick (Oldendorf/HAN), im vergangenen Jahr Dritte bei den „Children“-Europameisterschaften in Jardy, tauschte ihr Pony Daddy’s Surprise mit Debby Sterzenbach (Mülheim/RHL), die die isabellfarbene Stute Cheyenne präsentierte. Beide Ritte blieben nicht fehlerfrei. Schradick patzte an Sprung vier und musste sich dafür 0,5 Punkte von ihrer Note 8,4 abziehen lassen. Bei Debby Sterzenbach, die sich zunächst gut auf Daddy’s Sunrise einzustellen schien, fielen im Verlaufe des Parcours gleich zwei Mal die Stangen. „Sie machte ein bisschen viel Druck und der Schimmel wurde immer ‚heißer’“, sagte Richter Hans Wallmeier (Bünde). Mit einem Endstand von 23,4 Punkten reichte es für die Vorjahres-Zweite in diesem Jahr nur zu Platz vier.

„Wir hatten in diesem Jahr ein sehr gutes Starterfeld, auch ohne die championatserfahrenen Ponypaare, die altersbedingt nicht mehr am Start waren. Die Qualität des Reitens lässt hoffen. Ich denke, dass wir in ein, zwei Jahren wieder richtig beim Championat mitmischen können“, sagte Bundestrainer Peter Teeuwen. Zu seinen künftigen Championatshoffnungen zählt er auch Marie Schulze Tophoff (Münster), im vergangenen Jahr Teilnehmerin an den Children-EM. Mit dem erst siebenjährigen Mentos Junior verpasste sie wegen eines Flüchtigkeitsfehlers ganz knapp den Pferdewechsel. Sie wurde Fünfte.                                               B. Springmann/Hb