LE CARROUSEL DE SANSSOUCI 2013: Erweiterte Fassung mit Feuerreiter und barockem Feuerwerk

 

Vom 18. bis 21. Juli 2013 führen die Höfischen Festspiele Potsdam in Zusammenarbeit mit der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die zweite, erweiterte Ausgabe des barocken Reitspektakels ‚Le Carrousel de Sanssouci’ im prachtvollen Weltkulturerbe-Areal vor dem Neuen Palais in Potsdam auf. Für die Produktion wurden die prächtigen Kostüme nach den originalen Entwürfen geschneidert, in Fragmenten erhaltene Reitchoreografien neu einstudiert und barocke Musiken in Archiven entdeckt. Hinzu kommen in 2013 neue Musiken, neue Reitchoreografien, ein barockes Feuerwerk und ein Feuerreiter.

Der Feuerreiter: Aufsehen erregende Impressionen wird Roland Heiß mit seinen gerittenen Feuerbildern erzeugen. Seit vielen Jahren beherrscht er diese wie auch die klassisch-barocke Reitkunst und bildet Pferde darin aus. In „Le Carrousel de Sanssouci“ wird er außerdem als Karthager mitreiten, in einer der vier gegeneinander antretenden Quadrillen, angelehnt an die antiken Heldenvölker Römer, Griechen, Perser und Karthager.

Seine Begeisterung für die barocke Schaureiterei und die iberischen Pferderassen entstand durch die Bekanntschaft mit Wolfgang Krischke von der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg und dessen Schauteam „Die Tjoster“, für das er von 1995 bis 2001 an zahlreichen Vorführungen der ritterlichen und barocken Reitkunst mitwirkte.

Mit Vorführungen authentischer Darstellungen historischer Reitkunst ist Roland Heiss bestens vertraut. Hierfür ist das ideale Pferd für ihn der Lusitano, eine portugiesische Pferderasse, die maßgeblich durch den Stierkampf geprägt wurde und sich durch Mut, Intelligenz und Leichtrittigkeit auszeichnet. „Um Pferd, Reiter und Feuer zusammenzubringen, braucht man Geduld, Vertrauen und das richtige Pferd“, so Heiss.

Die besondere Schwierigkeit seiner Feuernummer besteht nämlich darin, freihändig zu reiten und die Zügel an einem Gürtel zu halten. Damit selbst schwierige Lektionen wie Galopppirouetten angesichts des Feuers und in der besonderen Atmosphäre einer Vorführung auch ohne Zügelhilfen funktionieren, muss die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd genau abgestimmt und auf ein Minimum an Hilfen reduzierbar sein.

Den zwölfjährigen Lusitanohengst Odin, mit dem er seine Feuernummer im Rahmen von „Le Carrousel de Sanssouci“ vorführen wird, fand er nach langer Suche vor 7 Jahren in Portugal. „Er stellte sich als mutig genug heraus, um nach zwei Jahren mit der Arbeit am Feuer beginnen zu können. Odin ist stur, ich hätte ihn also nicht dazu zwingen können. Ich musste ihn mit Respekt und Vertrauen für die Sache gewinnen.“

Der künstlerische Aspekt, den er an der Schaureiterei so schätzt ist: „Im Gegensatz zur Sportreiterei lässt sie einem mehr kreative Freiheit, und die Anerkennung durch das Publikum ist Freude und Ansporn für die Seele von Reiter und Pferd.“ Denn auch seine Pferde seien nach einer gelungenen Darbietung stolz und zufrieden. www.roland-heiss.de                                                    

Aufführungen: 18. bis 21. Juli 2013, täglich 20:00 Uhr, vor dem Neuen Palais im Park Sanssouci. Eine 30-minütige Werkeinführung findet vom 19. bis 21. Juli täglich um 19 Uhr in der Reitarena statt.

Vorverkauf: Karten ab 55,00 EUR buchbar unter www.carrousel-de-sanssouci.de, Tel. 01805-288 244 (Festnetz 12 Cent/Min, Mobil 42 Cent/Min) sowie an zahlreichen Vorverkaufsstellen.

Mit jedem Kartenkauf wird die Instandsetzung der ›Mopke‹, dem historischen Paradeplatz vor dem Neuen Palais, unterstützt.