Kücki’s Pub Tournament in Swakopmund 2014: Gut besucht am langen Wochenende

 

So ein langes Wochenende mit dem 1. Mai als Starttag hat auf der ganzen Welt Vorteile. Das ist in Deutschland nicht anders als in Namibia. Da kam das Kücki’s Pub Reitturnier vom ReiterVerein Swakopmund für viele Einwohner gerade recht. Man begab sich zahlreich zum großen Turnierplatz am südöstlichen Stadtrand. Die Bar und „The Kaffeebude“ waren geöffnet. Allerdings strahlte im beginnenden namibischen Winter die Sonne nicht mehr ganz so heiß und tatsächlich trug man lange Hosen, denn in der Wüste kamen Temperaturen von bestenfalls 25°C zustande.

Das hielt die Organisatoren des traditionsreichen Kücki’s Pub Reitturniers nicht davon ab, mal wieder über sich hinauszuwachsen. Namensgeber, Sponsor und Begleiter des Turniers ist das gleichnamige Restaurant im Herzen von Swakopmund (www.kuckispub.com). Wer allerdings ohne Hunger dort hinkommt, muss nicht traurig sein. Es gibt dort auch sportliche Getränke für den großen Durst.

Die Turnierleitung hatte in diesem Jahr Marika Esselmann übernommen. Sie ist die holde Gattin des bekannten namibischen Dressurrichters Marc Essselmann. Marika machte aus dem Turnier eine Veranstaltung auf hohem Standard, wie man es in Namibia gewohnt ist.

Das brachte nicht nur Stammgäste zum Turnier, sondern auch neue Gesichter und Mitstreiter auf die Plätze. Zum ersten Mal nahmen Reiter aus Henties Bay, von der Reitgemeinschaft Klein Windhoek sowie aus dem entlegenen Otjiwarongo teil. Vor allem in den Springklassen 40 und 60 cm sowie in den Pony Riders Preliminary Dressage Wettbewerben gab es neue Gesichter und Konkurrenz. Die belebt ja bekanntlich das Geschäft.

Noch eine gute Nachricht: In den Springwettbewerben blieb alles oben. Das bezieht sich allerdings nur auf die Reiter. Die eine oder andere Stange küsste schon den Wüstensand. Das bleibt aber auch nicht aus, wenn man eine Rekordstarterzahl verzeichnen kann. Der Reitsport in Namibia erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. Daran sind die Events in Swakopmund nicht ganz unschuldig.

Augenschmaus und sportlich on top waren Michelle Künzle auf Metzger Drilling Bodenhausen Zambezi und natürlich auch ihre Mama Annette, die mit dem Hengst Rolling Thunder über den Platz ging. Der Rollende Donner hatte einige kleinere Verletzungen, die aber alle überstanden sind. Den besten Beweis lieferte er in der Klasse bis 1,20m, in der er sich selbst übertraf.

 

Silvia Kleyenstüber bekam die Trophy für den erfolgreichsten Reiter. Ihr brauner Sportler Midgard Gigant darf nach dem Willen seiner Besitzerin etwas ruhiger treten. Früher bis 1,60m im Parcours unterwegs, startet er heute auf 1,10m-Level. „Er hat mich so lange brav getragen, wir haben so viele Preise, Pokale und Schleifen zusammen gewonnen, wir wollen noch eine ganze Weile zusammen reiten“, begründete Silvia ihre völlig richtige Entscheidung. Und Mutter Heidi Snyman ist auch nicht traurig darüber, dass ihr Töchterlein nicht mehr ganz bis in den Himmel springt. Da lebt sie jetzt etwas ruhiger.

In den Welcome Stakes auf 90 cm ist man allerdings noch auf Angriff eingestellt. Da schenkte man sich nichts und zog vor dem Gegner auch nicht den Schweif ein. Den Sieg machten die Jungs diesmal unter sich aus. Die Goldenen Schleife ging an Sebastian Basti Braune auf Bon Camilo. Salom Nghinamito und Bagheera ritten zu Silber.

„Den ersten Platz müssten eigentlich wieder die Sponsoren bekommen; ohne sie wären Turniere dieses Kalibers hier nicht möglich“, sagte Elinor Dürr bei der Preisverleihung. Und in der Tat ist Kücki’s Pub ein treuer Unterstützer; ebenso wie alle anderen, die das Turnier und den Verein mit Geld, Sachpreisen, Material und persönlichem Einsatz unterstützen.

Fotos (privat):

Sieger und Platz zwei in den 90 cm Welcome Stakes, Sebastian Braune auf Bon Camilo
und Salom Nghinamito mit Bagheera mit den Richtern Bryn Mathias und Sandra Mendes

Holger und Silvia Kleyenstüber vom Reiterverein Swakopmund