KRV Barnim: Neuer Vorstand gewählt - Planungen für 2015

Am vergangenen Montag fand auf der Reitanlage in Rüdnitz die Jahreshauptversammlung des Kreisreiterverbandes Barnim statt. Nicht einmal die Hälfte der 34 Barnimer Reit- und Fahrvereine hatte Vertreter vor Ort. Bis zur Wahl wurde die Versammlung von der scheidenden Vorsitzenden Juliana Hrymon geleitet. Sie legte auch den Bericht zum vergangenen Jahr vor. Mehr als 700 Mitglieder waren demnach im Verband organisiert. Etwa ein Drittel davon waren Kinder und Jugendliche. Frau Hrymon schätzte diese Zahlen als gut ein, musste aber leider im gleichen Atemzug feststellen, dass die Zahl der Reitsportveranstaltungen weiter rückläufig ist. Trotzdem sind neun Mitglieder in die verschiedenen Kader des Landesverbandes berufen worden. Das lässt für die Zukunft hoffen, auch wenn die Möglichkeiten im eigenen Landkreis weiterhin beschränkt sind. Den feierlichen Abschluss des Jahres bildete der Kreisreiterball in Bernau, zu dem es ein geteiltes Echo gab, wie die Vorsitzende weiter mitteilte.

Jugendwartin Juliane Schluppeck berichtete über den sehr hohen Anteil an Jugendlichen bei den Kreismeisterschaften. Mehr als die Hälfte aller Starter kamen aus dieser Altersklasse. Die Förderung der Jugendlichen durch den KRV bleibt auch weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes. Anträge können noch bis Anfang April beim Vorstand abgegeben werden.

Kassenwartin Jeannine Schubert listete die finanziellen Verhältnisse auf. Nach der erfolgten Kassenprüfung wurde der Vorstand entlastet. Dann wurde es spannend. Es ging zur Wahl des neuen Vorstandes. Bereits im alten Jahr hatten sich fast alle Mitglieder des Vorstandes aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bereit erklärt, nochmals für ein Amt zu kandidieren. Die Wahl dauerte etwas länger, denn es waren erst nach Eintreffen weiterer Vertreter von Vereinen die erforderlichen Delegiertenstimmen (mindestens 35) für eine Beschlussfähigkeit vorhanden. Außerdem mussten sich einige Kandidaten erst noch vorstellen. Die bisherige Vorsitzende Juliana Hrymon erklärte sich bereit, trotz großer beruflicher und familiärer Belastung weiterhin im Vorstand zu bleiben. Einige Stimmen wurden laut, die sie baten, weiterhin Vorsitzende zu bleiben. Das allerdings lehnte Frau Hrymon ab.

Sophie Heinrich hatte sich bereits auf der letzten Versammlung vorgestellt und stellte sich für ein Amt zur Verfügung. Dazu kamen Susann Ratsch sowie Ramona Will. Wahlleiter Jean-Carsten Lüttig hatte ein waches Auge auf die Wahl und wickelte alles korrekt und transparent ab. So wurde gewählt:

Vorsitzende: Sophie Heinrich (34 Ja- und 2 Nein-Stimmen)

Stellv. Vorsitzende: Juliana Hrymon (33 Ja- und 3 Nein-Stimmen)

Jugendwart/Sportwart: Susann Ratsch (35 Ja- und eine Nein-Stimme)

Kassenwart: Ramona Will (35 Ja- und eine Nein-Stimme)

Die Versammlung wurde noch nicht beendet, denn der neue Vorstand hatte zusammen mit den Mitgliedern noch einiges zu klären. Zunächst wurden die Termine der Turniere für das Jahr 2015 festgehalten. Die Termine in Elisenau bleiben wie gehabt zu Ostern und rund um den Tag der Deutschen Einheit. Die bis jetzt außerdem feststehenden Termine (ohne Gewähr): Schönfeld (5.-7.6.), Weesow (13.-14.6.), Zepernick (Gelände; 27.6.), Rüdnitz (25.-26.7.), Buch (Fahren; 08.08.), Weesow (Dressur; 05.09.), Buch (Dressur und Springen; 31.10.).

Über die Art und Weise der Ausrichtung der Kreismeisterschaften wurde noch nicht abschließend beraten. Der KRV strebt aber laut der Vorsitzenden Sophie Heinrich an, dass über das ganze Jahr Punkte gesammelt werden können. Wie das genau funktionieren soll, wird in nächster Zeit bekannt gegeben.

Alles in allem war es ein recht harmonischer Abend mit einer gerade so ausreichenden Beteiligung für die Wahl. Dem neuen Vorstand des Kreisreiterverbandes Barnim kann man danken für die Bereitschaft, sich weiterhin für die Reiter- und Fahrerschaft im Landkreis einzusetzen. Perspektivisch gesehen, bleibt die Hauptaufgabe der Erhalt der Barnimer Turnierlandschaft. Von einem Ausbau darf zu diesem Zeitpunkt nur geträumt werden. Immerhin gibt es in diesem Jahr keine Terminüberschneidungen, was durchaus als Fortschritt angesehen werden kann. Der Vorstand ist auf die Unterstützung und Mitwirkung der Vereine angewiesen, wenn er erfolgreich sein soll. Dafür ist noch ein ganzes Stück Arbeit, Verständnis und Mitwirkung notwendig. Umgekehrt können die Veranstalter von Turnieren und Reitertagen jede Menge Unterstützung gebrauchen. Umso unverständlicher, dass ein Vertreter aus Ladeburg gegen die Anwesenheit der Presse beim KRV-Vorstand protestiert hat. Es ist bereits das zweite Mal, dass dieser Veranstalter versucht, auf die freie  Berichterstattung Einfluss zu nehmen. Das nun kann der Barnimer Pferdesport bestimmt nicht gebrauchen. 

Foto von Jan-Pierre Habicht © v.l.n.r.: Ramona Will, Sophie Heinrich, Susann Ratsch, Juliana Hrymon