Kommunikation ist entscheidend - Delegiertenversammlung des Hannoveraner Verbandes

Foto: Manfred Schäfer (rechts) zeichnet Detlef Ruddat (Mitte) mit dem Fritz v. d. Decken-Preis aus. Das Gemälde wurde von Manfred Busemann (links) angefertigt. Foto: Hannoveraner Verband

Verden. Die Delegierten des Hannoveraner Verbandes trafen sich zur Mitgliederversammlung in Verden. „Marketing und Kommunikation sind entscheidend für die Zukunft von Pferdezucht und -sport“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade in seinem Bericht.  Höhepunkte der Tagesordnung war die Vergabe des Fritz v. d. Decken-Preises für den erfolgreichsten Hengstaufzüchter der vergangenen Jahre sowie die Vergabe der Goldenen Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes an den scheidenden Leiter der Abteilung Finanzen, Gerhard Wiechers.

Der Bericht von Dr. Werner Schade über die Marketing- und Kommunikationsstrategien des Hannoveraner Verbandes stand im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung: „Marketing und Kommunikation sind entscheidend für den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Auch für den Hannoveraner Verband gilt dieser Grundsatz, wenn er seine Ziele realisieren will.“ Von besonderer Bedeutung seien die sozialen Medien. „Kommunikation ist gewünscht. Es besteht großer Bedarf, dem entsprochen werden muss. Die Entwicklung des Internets vollzieht sich mit enormer Resonanz, auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.“ So zählte die Hannoveraner Homepage im vergangenen Jahr drei Millionen Besucher aus über 25 Ländern, Facebook erreichte die Marke von 50.000 Fans. „Hier müssen wir entsprechende Effekte und Verknüpfungen schaffen“, sagte Dr. Werner Schade. „Das Ziel, Zucht, Sport und Absatz zu verbinden, hat uns dazu bewogen, neue Veranstaltungsformate zu entwickeln. In Verden sollen sich die drei Bereiche an einem Ort treffen“, sagte der Zuchtleiter und Geschäftsführer und stellte das Hannoversche Landesturnier (13. bis 17. Juli), das Internationale Dressur- und Springfestival (3. bis 7. August) und die Deutschen Meisterschaften im Voltigieren (25. bis 28. August) vor, bei denen erstmals Auktionen bzw. der Jungzüchtertag eingebunden sind. „Entscheidend wird sein, die komplexen Aktivitäten auf die Erreichung der Kernziele auszurichten. Daran müssen wir gemeinsam arbeiten!“

Gerhard Wiechers stellte die Jahresrechnung vor, die mit einem positiven Ergebnis abschloss: „Das Geschäftsergebnis 2015 des Hannoveraner Verbandes ist im Vergleich zum vorherigen Jahr als ,gut zufriedenstellend’ zu bewerten“, sagte der Leiter der Abteilung Finanzen. Es war der letzte Bericht, den Gerhard Wiechers hielt. Nach 31 Jahren in Diensten des Hannoveraner Verbandes übergab er seine Aufgaben an seinen Nachfolger, Dr. Henrik von der Ahe. Mit stehenden Ovationen begleiteten die Anwesenden den Vorsitzende Manfred Schäfer, der Gerhard Wiechers die Goldene Ehrennadel des Verbandes ansteckte und so Dank und Anerkennung zum Ausdruck brachte. Auch der Leiter der Finanzberatungskommission, Dr. Reinhard Reents, verabschiedete sich von seinem Amt, das er seit 2002 inne gehabt hatte. Als sein Nachfolger wurde Thomas Eichhorn, Heilshoop, berufen. Zu neuen Rechnungsprüfern wurden Hendrik Hüsker, Syke, und Jörn Wedermann, Wangerland, gewählt.

Traditionell wurden erfolgreiche Züchter und Jungzüchter ausgezeichnet sowie langjährig ehrenamtlich tätige Mitglieder geehrt. Höhepunkt war die Vergabe des Fritz v. d. Decken-Preises für den erfolgreichsten Hengstaufzüchter der vergangenen zehn Jahre. Der Preis ging an Detlef Ruddat, Kirchlinteln. Er erhielt diesen Preis als Aussteller von zehn gekörten Hengste auf der Körung in Verden. Neun der Hengste wurden erfolgreich über den Hengstmarkt verkauft. Darunter u.a. Fürst Wettin v. Fürst Heinrich/Friedensfürst (2008), Spörcken v. Sir Donnerhall/Lauries Crusador xx (2010), Danzador v. Diamond Hit/Lauries Crusador xx (2013) und nicht zu vergessen der Millionenhengst der Körung 2015, Revolution v. Rocky Lee/Rouletto.

Bereits bei der Hengstkörung im vergangenen Oktober wurde der Privatbeschäler Stakkato Gold zum „Hannoveraner Hengst des Jahres 2015“ gekürt. Jetzt überreichte Manfred Schäfer den dazugehörigen Ehrenpreis seinem Züchter, Arend Kamphorst aus Prieros.