Jugend-EM in Arezzo 2014: Guter Start für deutsche Nachwuchsspringreiter

 

Fünf deutsche Junge Reiter unter den ersten 14 im Eröffnungsspringen

Arezzo/ITA (fn-press). Zwei Wochen nach den Dressurreitern ermitteln nun auch die Nachwuchsspringreiter im italienischen Arezzo in den Altersklassen Children, Junioren und Junge Reiter ihre neuen Europameister. 

Einen guten Start erwischten die jüngsten deutschen Springreiter. Für die Children (bis 14 Jahre) ging es heute im ersten Wertungsspringen nicht nur um eine gute Position in der Einzelwertung, sondern direkt schon um die Mannschaft. „Statt bisher zwei werden bei den Children drei Springen für das Teamergebnis herangezogen“, berichte Equipechefin Heidi van Thiel. Für die Deutsche hätte es kaum besser laufen können. Alle vier Paare – May Haunhorst (Hagen) mit Florida Lady Ixes, Beeke Carstensen (Sollwitt) mit Venetzia, Laura Hetzel (Goch) mit Quanita und Marec Dänekas (Holtland) mit City – blieben fehlerfrei. Damit führt Deutschland gemeinsam den Teams aus Großbritannien, Frankreich, Belgien und Österreich das Feld an. In der Einzelwertung hatte die Ukrainerin Anastasiia Yershova mit dem Stakkato-Sohn Stakkatus mit einer Nullrunde in nur 76,28 Sekunden die Nase vorn. Schnellster Deutscher war Marec Dänekas, der 80,52 Sekunden für seinen Ritt benötigte. Einen Abwurf musste Einzelreiterin Britt Roth (Freimersheim) mit Acontenonce verzeichnen und hat damit vier Strafpunkte in der EM-Zwischenwertung auf dem Konto. Insgesamt bewerben sich 96 Paare aus 25 Nationen um die Medaillen, 20 Nationen stellen eine Mannschaft.

Erstmals ist auch das erste Wertungsspringen der Junioren (bis 18 Jahre) als Zeitspringen ausgeschrieben. „Der Springplatz, auf dem die Junioren und Jungen Reiter ihre Meisterschaft austragen, ist einfach gigantisch. Fast so groß wie Aachen“, sagte Heidi van Thiel. Entsprechend unterschiedlich war die Zeit, die die insgesamt 102 Teilnehmer für den Parcours benötigten. Während die Französin Lalie Saclier mit Quebec Un Prince in gerade einmal 70,18 Sekunden ins Ziel kam, war Theresa Ripke (Steinfeld) mit Calmado als beste Deutsche fast zehn Sekunden länger unterwegs. Damit rangiert sie auf Platz 35, mit umgerechnet 5,45 Strafpunkten auf dem Konto als Ausgangsbasis für die weiteren Springen. Teike Carstensen (Sollwitt) mit Cara Mia (5,63), Leonie Krieg (Villingen-Schwenningen) mit Champerlo (5,96) und Laura Strehmel (Neustadt) mit DSP Lucie (6,13) folgen auf den Plätzen 39, 42 beziehungsweise 45. Besonderes Pech hatte Jesse Luther (Wittmoldt). Sein Tibro bremste vor einer Triplebarre, so dass er bereits 10,57 Strafpunkte auf seinem EM-Konto hat. Er startet morgen als Einzelreiter, während seine Kollegen für die deutsche Mannschaft an den Start gehen.

Bei den Jungen Reiter (bis 21 Jahre) setzten die deutschen Reiter gleich im ersten Springen ein Zeichen: Alle fünf landeten unter den ersten 15 bei 77 Startern. Laura Klaphake (Steinfeld) mit Nifrane de Kreisker war nur eine Sekunde langsamer als die Niederländerin Lisa Nooren mit Flying Saucer Das Umburanas und belegte damit Platz zwei. Angelina Herröder (Büttelborn) folgt mit ABC Trixi auf Platz sieben, Niklas Krieg (Villingen/Schwenningen) mit Carella auf Platz zehn, Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Cooper auf Platz 12 und Kaya Lüthi (Aach) mit Pret a Tout auf Platz 14. Sie startet morgen als Einzelreiter, wenn die Jungen Reiter den ersten Umlauf des Nationenpreises bestreiten.