Internationale Vortragsreihe „Reitboden“ mit anschließender Expertendiskussion

 

Georgsmarienhütte (HCCG). Zu tief, zu stumpf, zu weich, zu hart: Über kaum ein anderes Thema wird in der Welt des Pferdesports so heftig gestritten wie über die Reitböden. Dabei ist die richtige Beschaffenheit des Bodens von zentraler Bedeutung für jede erfolgreiche und gesunde Sportausübung von Pferd und Reiter. Die Anforderungen an die Reitböden sind enorm. So müssen sie als Außenplatz mit Regen, Sonne und Frost genauso gut fertig werden wie mit den immensen Belastungen, die durch die Pferdehufe tagtäglich auf sie einwirken. Sie sollen langlebig und umweltfreundlich sein. Zudem sollen sie bei der Pflege, Unterhaltung und der späteren Entsorgung wirtschaftlich sein. Fast hört sich das Anforderungsprofil für den richtigen Reitboden wie die berühmte „Quadratur des Kreises“ an.

Jede Menge Aufklärung und wissenschaftlichen Austausch zum Thema bietet am 19. April die „Internationale Vortragsreihe Reitböden“, die vom Horse Competence Center Germany (HCCG) auf dem Rittergut Osthoff im niedersächsischen Georgsmarienhütte bei Osnabrück veranstaltet wird. Zielgruppe der Veranstaltung sind alle Interessierten, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema Reitböden befassen müssen. Eingeladener Hauptredner ist der international tätige Experte Lars Röpstorff (Schweden), Tierarzt und Reitbodenberater der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Er präsentiert neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten und referiert über Erfahrungen mit dem Reitboden bei den Olympischen Reiterspielen in London 2012.

 

Den Auftakt zum anschließenden Diskussionsforum gestaltet Professor Thomas Heinrich mit einem Kurzvortrag unter dem Motto „Wohin soll die Entwicklung der Reitböden gehen?“ Seit dem Jahr 2005 leitet er an der Hochschule Osnabrück den Bereich Forschungsprojekte zur Qualität von Reitplätzen. Für Professor Heinrich ist es zukünftig notwendig, dass Fachleute aus den verschiedensten Wissensgebieten und Disziplinen stärker kooperieren. Notwendig sind Querschnittsdenken und die ganzheitliche Betrachtungen zum Thema Reitboden. Zum interdisziplinären Diskussionsforum eingeladen sind zusätzlich bekannte Experten für Turnierböden und Hufbeschlag, ferner Fachleute aus der Kunststofftechnik und Vertreter aus dem internationalen Reitsport. Gemeinsam werden die Zusammenhänge zu den Themen „Huf-Boden-Kontakt“ sowie „Kraft und Energie im Reitboden“ diskutiert. Zielsetzung ist es unter anderem, gemeinsam Vereinbarungen zu treffen, wie zukünftig praktikable Qualitätsstandards und Qualitätskontrollen beschlossen und überwacht werden können. Auch mehr Transparenz hinsichtlich der Eignung von Zuschlagsstoffen und dem Schutz der Pferdegesundheit sollen erzielt werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Termin: Freitag, 19. April 2013, 13.30 – 18.30 Uhr

Horse Competence Center Germany (HCCG)

Fotos von Thoms Lehmann: Für die Gesundheit des Pferdes und eine erfolgreiche Sportausübung ist die Qualität des Reitbodens von entscheidender Bedeutung.