IDEE 147. Deutsches Derby – das sind die Pferde

Derby-Favorit Boscaccio mit Dennis Schiergen (Foto: Frank Sorge)

(Hamburg) Das IDEE 147. Deutsche Derby am 10. Juli 2016 (vierter Lauf der German Racing Champions League) fasziniert die Galopp-Fans am Sonntag, dem Finaltag der Derby-Woche. Denn das Rennen des Jahres um Rennpreise in Höhe von 650.000 Euro lockt die besten dreijährigen Pferde an.

Wir stellen Ihnen die Kandidaten im Folgenden einzeln vor:

1 Wai Key Star: Von Start zu Start verbessert. Imponierte im Derby-Trial in Baden-Baden gegen El Loco, wurde zielgerichtet auf das Derby vorbereitet. Vielleicht der stärkste Herausforderer des Favoriten Boscaccio.

2 Boscaccio: Ungeschlagener und unumstrittener Derby-Favorit, ließ im wichtigsten Test (Oppenheim-Union-Rennen in Köln) einige der Hauptgegner sicher hinter sich, der Maßstab für alle anderen.

3 El Loco: Auf zweite Plätze in Top-Rennen abonnierter Spitzenhengst. Bot Boscaccio in der Kölner Union lange Paroli. Auch auf der etwas längeren Derby-Distanz ein starker Faktor.

4 Dschingis Secret: Eyecatcher im Union-Rennen, wurde mit zunehmender Distanz immer stärker, wird an der längeren Strecke Gefallen finden, trotz ungünstiger Startnummer weit vorne zu erwarten.

5 Isfahan: Winterfavorit 2015 und leichter Gewinner im Bavarian Classic in München. Blieb im Derby Italiano als Fünfter unter den Erwartungen. Erstmals auf längerer Strecke unterwegs, kann es auf passend schwerer Bahn in die Platzierung schaffen.

6 Parthenius: Bruder des Derbysiegers von 2012 (Pastorius) und einer der Spitzenzweijährigen 2015. Durfte aus formellen Gründen im Französischen Derby nicht starten, musste später auch das Union-Rennen auslassen. Auch beim ersten Start auf der längeren Distanz ein gefährlicher Kandidat.

7 Landofhopeandglory: Für 65.000 Euro nachgenannter Hengst aus internationalem Top-Stall, einmal Zweiter im Gruppe II-Rennen, naher Verwandter von 2011er-Sieger Waldpark, sicherlich ein Pferd für einen vorderen Platz mit dem Weltklasse-Jockey im Sattel, dennoch ein schlagbarer Kandidat.

8 Noble House: Gut verbesserter Hengst, lief als Dritter von der Spitze aus im Iffezheimer Derby-Trial anständig, aber ohne Chance gegen Wai Key Star, Außenseiter mit Chancen.

9 Berghain: Startete mit einem verheißungsvollen Sieg in Bremen, dann durch einen Infekt in München gehandicapt. Meldete sich mit einem vierten Rang in der Union zurück, eine Formumkehr gegen die vor ihm platzierten Pferde ist aber unwahrscheinlich.

10 Nimrod: Listen-Dritter und danach Fünfter im Derby-Trial in Iffezheim, hatte dort nie eine ernsthafte Chance. Vertritt den Stall des letztjährigen Derby-Siegers Nutan, dennoch klarer Außenseiter.

11 Savoir Vivre: Stets hoch gehandelter Kandidat, der aber zweimal die Erwartungen nicht erfüllte. In der Union als Fünfter hinter mehreren Mitbewerbern, trotzdem Kandidat für einen vorderen Rang.

12 Our Last Summer: Skandinavischer Crack, der in den 2.000 Guineas in Norwegen brillierte und anschließend auch als Zweiter im Derby-Trial in Bremen gefiel. Außenseiter mit Chance.

13 Landin: Erst dreimal geprüfter Hengst, der nach seinem Münchener Sieg auch im Bremer Trial eine gute Figur abgab und nur knapp Rang drei verpasste, steht dennoch vor einem schweren Gang.

14 Licinius: Stetig gesteigerter Hengst, der nach seinem Badener Erfolg aber als Fünfter im Derby-Trial in Bremen gestoppt wurde, als er u.a. hinter Our Last Summer blieb. Daher nur schwer vorstellbar.

15 Bora Rock: Vertritt einen im Derby sehr erfolgreichen Besitzer und Trainer, aber schon mehrfach hinter Mitbewerbern und auch in der Union chancenlos gegen Boscaccio & Co. Wird am Toto sehr hoch stehen.

16 Larry: Zweimal imponierender Gewinner in Hoppegarten. Startschwieriger, aber hochveranlagter Hengst, der nun erstmals in der Top-Klasse und für neue Mitbesitzer aus Australien startet. Das Fragezeichen im Rennen, sehr interessant.

17 Zanini: Bei  neun Starts noch ohne Sieg, blieb im Bremer Trial wirkungslos, hat hier wohl kaum Möglichkeiten.

18 Rosenhill: Gewann ein einfaches Rennen in München, Bestätigung in Krefeld blieb aus. Hat Deutschlands aktuell führende Amazone Eva-Maria Zwingelstein im Sattel, dennoch einer der größten Außenseiter.

19 Buzzy: Einmal Dritter in Dresden, kommt aus dem Stall eines Besitzertrainers, es gilt das olympische Motto.