HIPPOLOGICA-Freikarten-Foto-Wettbewerb 2012: Die 8 geht in die Tiefe

Na ja, jetzt sind wir endlich richtig tief im Thema drin. Siegerin Nummer 8 hat sich nämlich im Gegensatz zur 7 weniger um den tierischen Nachwuchs Sorgen gemacht, als um den menschlichen. Aber wir stoßen langsam in die Gegenden vor, wo es wirklich anfängt weh zu tun.

Sind wir doch mal ehrlich: Wie viel Verantwortung übernimmt denn ein Kind, wenn es gegen ein Stück Leder tritt oder die Saiten zupft oder mit der Playstation rumdaddelt? Nichts gegen Ballsportarten oder das Musizieren – aber es dürfte doch wohl so ziemlich jedem Sozialpädagogen schon mal in den Sinn gekommen sein, dass der Umgang mit (großen oder sogar sehr großen) Tieren der Persönlichkeitsentwicklung (PE) förderlich ist. Und hier ist selbstverständlich die positive PE gemeint.

Es folgt ein Zitat von der AOK-Internetseite www.vigo.de: „Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen und es regelmäßig betreuen, entwickeln sich in ihrer Persönlichkeit positiver als Kinder ohne tierischen Freund. Sie sind aktiver, ausgeglichener und haben eine hohe soziale Kompetenz. Auf hyperaktive Kinder kann sich die Beziehung zu einem Tier außerdem beruhigend auswirken. Die intensive Beziehung zu einem Haustier kann sich auch positiv auf die schulischen Leistungen eines Kindes auswirken. In einer Studie untersuchten Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Haustieren und dem schulischen Leistungs- und Sozialverhalten. Das Ergebnis: Wenn eine enge Bindung an das eigene Haustier besteht, zeigen Schüler eine höhere soziale Kompetenz als Kinder, die keine besondere Beziehung zu einem tierischen Mitbewohner haben. Sie haben weniger Lernschwierigkeiten, sind belastbarer, ausgeglichener und verantwortungsbewusster.“

Noch Fragen? Wie gesagt, kommt von der AOK. Und die kennt sich ja mit Krankheiten und Krankheitsvorbeugung ein wenig aus...

Was heißt das eigentlich im Umkehrschluss? Pferdebesitzer mit Kindern sollten sich schon mal vorsorglich so eine Art Bonusheft für die Familiengesundheit von der KK holen. Die Krankenkasse kann ja offensichtlich auch bei Pferdebesitzern davon ausgehen, dass sie seltener zu Antidepressiva und anderen Spaßdrogen greifen oder den HotWheels-Dieb in der großen Kindergartengruppe vermöbeln. Es wird also umgekehrt ein Schuh draus. Aber wer gibt denn nun den nachwuchsgeplagten Pferdebesitzern das Geld? Der Staat, die Griechen, Paul Schockemöhle oder der Papst. Oh Gott…

Hier ist der inspirierende Beitrag von Julia:

Pferdesteuer? Und was wird dann aus uns?

Etwas entspanntere Informationen zu Pferden, dem Reiten und allem drum herum gibt es entweder auf www.hippologica .de oder gleich auf der Messe vom 13. bis zum 16. Dezember in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin.