HansePferd Hamburg 2016: Western & Horsemanship – Vertrauen zwischen Mensch und Pferd

Pferde verstehen und pferdegerecht kommunizieren – das ist das große Thema im Horsemanship-Ring im Western- & Horsemanship-Bereich auf der HansePferd Hamburg in Halle B5. Experten und Top-Trainer zeigen, wie Vertrauen, Harmonie und Partnerschaft zwischen Tier und Mensch gebildet und bestärkt werden können. Besucher können sich beim Verband der Westernreiter, der Ersten Westernreiter Union HH/SH (EWU), Tipps geben lassen und alles an Zubehör vom zünftigen Bosal bis zum Handmade-Sattel kaufen. Ob Freizeit- oder Turnierreiter, Experte, Einsteiger, Ausbilder oder Züchter – auf Norddeutschlands größter Messe für Pferdesport findet jeder Pferdefreund das Beste für sein Pferd und sich. Mehr als 470 Aussteller aus 15 Nationen präsentieren innovative wie bewährte Produkte und Dienstleistungen auf dem Hamburger Messegelände. Neben dem Bereich für Western & Horsemanship bilden ein großer Ausstellungsbereich für Pferdesportartikel, Pferdehaltung und Investitionsgüter, Gesundheit, ein Island-Dorf sowie viele Aktionsflächen die Kulisse für 300 Pferde und Ponys aus mehr als 35 Rassen.

Zahlreiche bekannte Aussteller wie FD Saddlery, Gellert-Henke GbR, Way Out West, Caprice Design und Weinzierl Horsemanship bieten alles, was das Herz des Westernreiters begehrt. „Wir sind seit der ersten HansePferd dabei und freuen uns immer wieder über das sehr kompetente, freundliche Publikum”, sagt Volker Laves von der Circle ‘L’ Saddlery, die speziell für die Messe hochwertige Markenbekleidung aus den USA importiert. „Erstmals bieten wir auf unserem Stand außerdem ein neues Sortiment amerikanischer Arbeitsbekleidung und zeigen unseren neuen Sattel mit verstellbarer Kammer”, kündigt Laves an. Neben vielen Produkten namhafter Hersteller hat auch Fachhändler Western Enterprise auf jetzt noch größerer Fläche ein besonderes Angebot im Gepäck: „Seit Neuestem können Kunden bei uns handgefertigte Filzpads nach Maß erwerben”, sagt Maike Kühne von Western Enterprise. Zum ersten Mal auf der HansePferd vertreten ist Westerndreams Peter Prokes aus Österreichs sowie Alex Mundorff Western Riding & Country Lifestyle.

Tiefes Vertrauen zwischen Mensch und Pferd wird im Horsemanship-Ring täglich von 10.30 Uhr bis 19 Uhr demonstriert. Das Programm verspricht Faszination und Pferdemagie und gibt den Besuchern hilfreiche Tipps und neue Erkenntnisse mit auf den Weg zu einem noch harmonischeren Umgang mit dem geliebten Vierbeiner. „Erste Schritte zum Halsringreiten“ zeigt die erfolgreiche Ausbilderin Dr. med. vet. Nathalie Penquitt. „Mit einem zwar gut ausgebildeten, im Reiten mit Halsring jedoch unerfahrenen Pferd, führen wir vor, wie man mit dem Halsringreiten anfängt“, verrät Penquitt. Neben der Faszination, die vom Reiten ohne Zaumzeug ausgeht, helfe der Halsring auch bei der Verbesserung der eigenen Reitkünste und trage so zu einer besseren Kommunikation bei. „Das Halsringreiten dient auch der eigenen Überprüfung, ob man mit wenig bis gar keinem Zügelkontakt auskommt, der Sitz korrekt ist und die Hilfen verstanden werden, so dass das Pferd erkennt, was es tun soll“, so Penquitt. Ähnlich erklärt auch Horsemanship Trainer Uwe Weinzierl die Begeisterung für die Freiarbeit mit dem Pferd: „So erfahren wir die Wahrheit über unsere Beziehung zum Pferd“, meint der bekannte Trainer, der auf der HansePferd sowohl Freiheitsarbeit am Boden als auch auf dem Pferderücken präsentieren wird. Ein beliebter Gast auf der HansePferd ist die deutsche und Europameisterin Helga Hommel aus Hüttblek, die im Horsemanship-Ring einen Trail für Freizeit- und Turnierreiter aufbaut.

Erstmals wird der prominente Pferdetrainer Michael Geitner auf der HansePferd seine beliebten Trainingskonzepte demonstrieren. Verbesserungen der Balance, Koordination, Geraderichtung  und Aktivierung der Hinterhand verspricht die Dualaktivierung, die auf einer gleichmäßigen Aktivierung beider Gehirnhälften des Pferdes beruht. Für den Muskelaufbau entwickelte Geitner die Equikinetic, ein Longierprogramm nach Methoden des Intervalltrainings. Das Equiplace-Training fördert mit einem Pausensystem die Lernbereitschaft und Aufmerksamkeit des Pferdes.

„‘Just a game‘ – Natural Horsemanship meets Klassische Reitkunst“ ist das Motto von Patricia von Schwedes und Imke Jürgensen von ways2liberty, die in Zusammenarbeit mit Irmela Dreller eine ganzheitliche Ausbildung veranschaulichen. Die Trainerinnen für Natural Horsemanship vertreten eine spielerisch leichte Herangehensweise. „Auch Pferde nutzen Spiele, um die Rangordnung zu klären und Vertrauen und Respekt zu schaffen“, sagt von Schwedes. Geplant ist unter anderem ein Schrecktraining, das veranschaulicht, wie der Mensch dem Fluchttier Pferd helfen kann, zu einem coolen und gelassenen Reitpferd zu werden.

Dem Thema Sicherheit widmet sich der Ausbilder und Horsemanship-Trainer Peter Kreinberg. „Neben der käuflichen Sicherheit wie sie ein Reithelm bietet, gibt es auch eine erlernbare Sicherheit“, sagt der Entwickler der Methode „The Gentle Touch“ (TGT). Mit diesem Konzept zeigt Kreinberg einen Lernweg für Mensch und Pferd auf, der zu einem leichten kontrollierten Reiten an feinen Hilfen führen soll, so dass verzweifeltes Ziehen und Treten von vornherein vermieden werden. „Nicht alles, was bei den Profis leicht aussieht, sollte vom Amateur nachgeahmt werden“, gibt Kreinberg zu bedenken. „Ich möchte den Besuchern auf der HansePferd ein Basisverständnis vermitteln und ein Grundhandwerkszeug mitgeben, um das eigene Pferd kontrollierter und sicherer zu reiten sowie den Umgang mit ihm harmonischer und konfliktfreier zu machen.“

Premiere: Extreme Trail Parcours

Eine Premiere auf der HansePferd feiert der große „Extreme Trail Parcours“. „Extreme Trail fördert Vertrauen und Harmonie“, sagt Roger Rahn, der auf der HansePferd die 1st EETA – 1. European Extreme Trail Association vertritt. Die Disziplin ist offen für alle Rassen und Reitweisen. Natürliche Hindernisse wie Baumstämme, Felsen und Wasserstellen sowie gebaute Hindernisse wie Hängebrücke oder Schwebebalken sorgen für ein abwechslungsreiches Training. Die Hindernisse sollen sicher bei gleichmäßiger Geschwindigkeit überwunden werden. Das Pferd löst die Aufgaben

selbständig und wird vom Menschen unterstützt. Begonnen wird mit der Arbeit an der Hand. „Das Pferd muss dabei mit dem Kopf arbeiten und wird auch geistig ausgelastet“, sagt Rahn. Von Bodenarbeit und Vertrauensaufbau im Extreme Trail über die gezielte Gymnastizierung bis hin zur Turnierdisziplin sind auf der HansePferd Hamburg ganztägig verschiedene Demonstrationen zu erleben.

Last, but not least kommen auch die kleinen Westernfans auf ihre Kosten: In der Westernstadt „Golden Valley“ mit Saloon und Little Kids Ranch gibt es deftige Leckereien sowie ein buntes Programm mit großem Spaßfaktor.

Öffnungszeiten

Die HansePferd Hamburg, das Messe-Erlebnis rund ums Pferd, auf dem Hamburger Messegelände hat vom Freitag, 22., bis Sonntag, 24. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn der großen GalaShow „Dreams“ ist am 22., 23. und 24. April 2016 jeweils um 19.30 Uhr.