Großer Preis von Reckahn 2014: Steffen Krehl und Carmen van de Mieth zum Sieg

 

Gestern läutete um 16.45 Uhr die Startglocke zum Großen Preis von Reckahn – einer Springprüfung der Klasse M** mit Siegerrunde. Zwanzig Reiter bewarben sich mit ihren Pferden um die Schleifen. Nach dem Umlauf hatten die Richter fünf Nuller in ihren Listen. Darüber freute sich besonders Parcourschef Frank Dieter, denn er war für das Aussieben der 25 Prozent verantwortlich.

Im Umlauf zogen langsam dicke Regenwolken auf. Steffen Krehl und Carmen van de Mieth ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und sprangen als drittes Paar nach Jan Peters/So Special und Andreas Hollberg/Ann-Cassin in die SR. Ihnen folgten noch Ludwig Sternberg/D’Olympia sowie Maximilian Wricke/Cinzano.

Das Wetter hatte später doch noch ein Einsehen und der Regen verwandelte sich in einen leichten Nieselschauer, sodass die mehr als zweihundert Zuschauer das Highlight des Turniers halbwegs entspannt genießen konnten. Zur Siegerehrung kam wieder die Sonne heraus und alles war in Ordnung. Vorher allerdings musste das SR-Quintett den Sieger ermitteln.

 

Alle Paare gingen mit Null rein und Jan Peters, der So Special gesattelt hatte, kam mit zwei Abwürfen wieder heraus. Er wurde am Ende Fünfter.

 

Andreas Hollberg und Ann-Cassin hatten nur einen um und gingen erst einmal in Führung. Das Publikum hatte mit ihm gezittert – er war eindeutig der Lokalmatador des Großen Preises (Platz vier).

 

Steffen Krehl und Carmen van de Mieth sind ja bereits seit einiger Zeit ein Paar. Und wenn der Krehli in der SR ist, lässt er meistens nix anbrennen und geht das volle, konzentrierte Risiko. Sehr zum Missfallen der Konkurrenz kamen die beiden fehlerfrei und mit einer starken Zeit wieder aus dem Parcours. Platz eins war neu besetzt und die Vorgabe schwer zu knacken.

 

Ludwig Sternberg und D’Olympia folgten und sahen nicht so wirklich schnell aus. Es ging eher ruhig über den Rasen. Alles blieb oben. Vor dem letzten Sprung, als die Zuschauer die sehr gute Zeit sahen, gab es noch Anfeuerungspfiffe und –rufe. Leider fehlten 29 Hundertstel auf die Bestzeit. Das war schade – aber nicht zu ändern.

 

Letzter Starter des Tages war MaximilianWricke. Mit Cinzano fiel eine Stange. Wegen der besseren Zeit landeten sie auf drei vor Andreas Hollberg und hinter Ludwig Sternberg.

 

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©