Großer Preis von Münchehofe 2016: Felix, Jan und die Stoppuhr

Christian Engel, Erik Pohl, Duane Pohl

Kati Lekander und Cannary

Sabrina Gronewold auf Questino

Das Parcoursteam beim Syrtaki

Felix Ewald und Avourneen auf der Ehrenrunde

Karsten Knobbe, Jan Peters, Nic Lengemann, Emily Grubitz

Heiß war es am Sonntag im Reitrevier Münchehofe. Das Reit- und Springturnier steuerte auf seinen Höhepunkt zu. Der Große Preis von Münchehofe wurde wie immer unterstützt von der Rennbahngemeinde Hoppegarten. Der oberste Dienstherr, Bürgermeister Karsten Knobbe, gab sich die Ehre und verweilte höchst selbst am Springplatz. Mit ihm schauten an die vierhundert Augenpaare auf 25 Starter im Umlauf.

Für den Parcours zeichnete Wolfgang Meyer verantwortlich. Ihm zur Seite standen Erik Schubert und Marie Pratsch als rechte und linke Hand. Erik Pohl als Chef des Parcoursteams wurde vor Beginn des Springens im Handwerkerkrieg von Münchehofe für das beste, neu gebaute Hindernis des Jahres geehrt. Mit im Team waren Christian Engel und Eriks Sohn Duane. Ihr Star Wars-Sprung mit Laserschwertern als Stangen fand den Anklang der Jury und geht nun in die Geschichtsbücher des LRV Münchehofe ein.

So viel zum feierlichen Teil. Für die Bewertung des Sports waren Ralf Breselow und Claus Förster im Richterturm zuständig. Der stand in diesem Jahr an einem neuen Platz in der Ecke am Gasthaus Remonte. Das hatte den enormen Vorteil, dass die Sonne die Juroren zu keinem Zeitpunkt blenden konnte. Nicht ganz unwichtig, wenn es um viel geht.

Sieben Paare hatten die Chance auf das Erreichen der Siegerrunde. Als erstes ging die für Finnland startende Kati Lekander ins Rennen. Sie hatte den achtjährigen Holsteiner Wallach Cannary (Caretino / Lavall I) gesattelt. Leider war sie mit einem Abwurf aus dem Umlauf vorbelastet, denn es blieb in der SR alles oben. Die Bestmarke war gesetzt. Aber es blieb noch Luft nach oben.

Auf Kati folgte Sabina Gronewold mit dem neunjährigen Holsteiner Wallach Questino (Quintero / Calato). Sie brachte 0,75 Zeitfehlerpunkte aus der ersten Runde mit. Es kamen noch vier dazu. Vorläufig Rang zwei.

Bevor Felix Ewald auf den Platz geritten kam, gab es eine Einlage des Parcoursteams. Sieben Personen tanzten zur Freude des Publikums auf dem Rasen einen zünftigen Syrtaki. Es war übrigens nicht der erste an diesem Turnierwochenende in Münchehofe… Felix Ewald hatte allerdings keine Augen für diese Form der Kunst. Er wollte auf der achtjährigen Holsteiner Stute Avourneen (Carentan / Acord II) den Sieg und machte sich einen Plan. Wichtigstes Element war der einzuschlagende Weg und er fand einen, der Zeit sparte und trotzdem sicheres Reiten ermöglichte. Der Lohn: Ein fehlerfreier Ritt ohne Vorbelastung und die beste Zeit - Platz eins!

Das erhöhte den Druck auf die folgenden vier Starter gewaltig. Der in diesem Jahr bereits hoch erfolgreiche Max-Hilmar Borchert erwischte mit Cent-blue (7 / OS / W / Cento / Chacco-Blue) eine nicht ganz perfekte Runde. Mit acht Fehlern aus zwei Abwürfen war es vorerst Rang vier hinter Sabrina Gronewold. So ähnlich erging es auch Hannes Prehl von der PSG Gut Angermünde. Mit seinem siebenjährigen Holsteiner Schimmelwallach Casquo (Casquetto / Coronado) musste Hannes drei Abwürfe in Kauf nehmen und blieb auf dem fünften Rang.

Zwei kamen noch in der Siegerrunde. Hans-Christian Ziethen und Scaliostro hatten beim Einritt ebenfalls eine saubere Weste. Leider kamen acht Strafpunkte hinzu. Es wurde Platz sechs in der Endabrechnung für ihn und seinen zehnjährigen DSP-Wallach (Saccor / Liostro).

Blieb noch einer, der sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen durfte. Jan Peters und sein dreizehnjähriger Kolibri-Sohn Kokolores kamen hinein. Leider war Jan während des Rittes seines ärgsten Konkurrenten Felix Ewald noch auf dem Abreiteplatz und konnte sich nicht angucken, welchen Kurs der genommen hatte. Da war guter Rat teuer und die Taktik musste völlig neu bestimmt werden. Jan wählte nicht die allerkürzeste Linie, sondern setzte auf einen schnellen, aber relativ sicheren Weg. Der brachte ihm nicht nur einen fehlerfreien Ritt, sondern auch eine Wahnsinnszeit, denn er nahm dem Felix fast fünf Sekunden ab. Das war somit der Sieg im Großen Preis von Münchehofe 2016!

Zur Siegerehrung gesellte sich zu Jan Peters neben Bürgermeister Knobbe noch Moderator Fabian Pagenhardt, der den Reiter gehörig ausquetschte. Jan lobte am Mikro die Bedingungen vor Ort im Reitrevier und zeigte sich glücklich über die Leistung seines Schimmels und den damit verbundenen Sieg. Für den Veranstalter gratulierten Nic Lengemann als Turnierleiter und Emily Grubitz im Namen ihres Vaters Carsten Börner.

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Fotos von Jan-Pierre Habicht ©

Ergebnisse Großer Preis von Münchehofe 2016:

Prüfung:
31 Springprf. Kl.S* m.Siegerrunde
Pl. Pferdename Reitername Zeit Fehler
1 Kokolores 2 Peters,Jan  *43.48 0,00
2 Avourneen 22 Ewald,Felix  *48.38 0,00
3 Cannary Lekander,Kati  *46.72 4,00
4 Questino Gronewold,Sabrina  *57.14 4,75
5 Cent-blue Borchert,Max-Hilmar  *46.80 8,00
6 Scaliostro Zieten,Hans-Christian  *55.29 8,00
7 Casquo Prehl,Hannes  *54.67 12,00
8 Queenie 25 Prehl,Hannes  79,28 4,00
9 Charly Brown von Berkenkamp Krehl,Steffen  81,22 4,00
Nicht platziert
10 Chagall 215 Lengemann,Nic  84,24 4,25
11 Mc Leod 2 Gibson,Kimberley Alexandra  86,04 4,75
12 Charewa Rose,Chantal  76,31 8,00
13 Intra R Krehl,Steffen  77,54 8,00
14 Callaghan Valley 2 Sternberg,Ludwig  83,32 8,00
15 Contine Du Ry Ewald,Felix  86,31 8,75
16 Coach 9 Peters,Jan  86,82 8,75
17 Aspen B Landoulsi,Riad  77,34 12,00
18 Cannabis 12 Aruch,Sean  84,56 12,25
19 Quimerico Chico Freye,Jessica  101,38 12,50
20 Armani 272 Rose,Chantal  79,97 16,00
21 Santa Cruz 36 Eisert,Ralf  88,73 17,25
Ausgeschieden/Aufgabe/Verzicht
--- Caspino 4 Borchert,Max-Hilmar 
--- Chili 18 Janecke,Pia 
--- Pentagon 78 Sternberg,Ludwig 
--- Lejour Teicher Dr.,Andreas