Großer Preis von Hohenwalde 2015: Den kennen wir schon

Heiß war es, aber nicht zu heiß für die Starter im Großen Preis bei den 32. Hohenwalder Pferdetagen. Die Springprüfung der Klasse S* mit Stechen war dem kürzlich verstorbenen Anlagenbetreiber und Pferdeliebhaber Heinz Laternser gewidmet. Sprecher Torsten Schmiedt eröffnete den Wettbewerb mit einem Blick nach oben und begrüßte so nicht nur die Gäste hinter der Bande, sondern auch den Mann, der wie kein anderer mit dem Hohenwalder Pferdesport verbunden ist.

Für den Parcours zeichnete uns Erik Schubert verantwortlich. Im Umlauf gingen elf Paare an den Start. Wegen des Wetters hatten einige Reiter verzichtet. Der Rest ritt zu Ehren von Heinz Laternser.

Den Anfang machten Jo Thiessen und Escobar. Zwei Abwürfe waren unter den Bedingungen verzeihlich, aber nicht ausreichend für den Weg ins Stechen. Martin Jurisch und Glanzlicht FS hatten vier um und reihten sich hinter Jo ein.

Lars Rau und Pepe hatten ja noch den Sieg von Alt Zeschdorf im Gepäck und gingen besonnen, aber voll motiviert in die Bahn. Beide machten ihren Job gut und heraus kam die erste Nullrunde. Fehlte nur noch ein Paar für das Stechen. Kimbi Gibson und Mc Leod konnten diesen Beitrag mit einem Abwurf leider nicht leisten; ebenso wenig wie Max Maiwald und Sir Sergio, die acht Fehlerpunkte auf der Uhr hatten. Riad Landoulsi hatte Aspen B in Hohenwalde am Start und ritt mit einem Abwurf wieder hinaus. Aber so sollte es nicht bleiben.

Dirk Fechner und Chica sind in Hohenwalde hörbare Publikumslieblinge und genossen nicht weniger Sympathie als Lars Rau und Pepe. Nach dem Ritt gab es den Beifall für Ross, Reiter und einen fehlerfreien Ritt. Die Lokalmatadore hatten das Stechen perfekt gemacht.

Aber es kamen noch vier. Dashing HBC und Wolfgang Piehl sowie Jo Thiessen mit All-in-One und auch Martin Jurisch mit Sagajo FS konnten sich nicht für eine zweite Runde qualifizieren. Blieb noch Lars Rau, der mit seinem zweiten Pferd Cordula fehlerfrei durch den Stangengarten flog und seinen zweiten Beitrag zum Stechen erbrachte. Drei waren in Ordnung und stellten das vom Parcourschef angepeilte Viertel dar.

Im Stechen mussten Lars Rau und Pepe vorlegen. Es wurde ein blitzsauberer Ritt und schnell noch dazu. Dirk Fechi Fechner und Chica waren somit unter Druck gesetzt und legten einen Gang zu. Ärgerlicherweise erwischte es die beiden am letzten Hindernis. Mehr als Platz zwei konnte nicht mehr herausspringen. Und Cordula? Lars Rau ließ sie am Wasserwagen mit der Weißen Schleife und verzichtete auf einen Start. Auf Platz vier aus dem Umlauf ritten Martin Jurisch und Sagajo FS (platziert). Die Plätze fünf, sechs und sieben belegten Riad Landoulsi/Aspen B, Kimbi Gibson/Mc Leod sowie Max Maiwald/Sir Sergio L.

Im Rahmen der Siegerehrung gratulierte neben Richter Ralf Breselow stellvertretend für ihren Vater die drittjüngste der vier Töchter von Heinz Laternser - Tahnee Laternser. Das Publikum feierte den Sieger des Großen Preises und entließ ihn mit viel Beifall auf der Ehrenrunde in den wohlverdienten Schatten.

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Fotos von Jan-Pierre Habicht ©