Grischa Ludwig: „Patzer bei der Speed-Control haben den Sieg gekostet.“


Grischa Ludwig:

„Patzer bei der Speed-Control haben den Sieg gekostet.“

 

Im italienischen Manerbio wurde das erste NRHA-European-Derby ausgetragen. Für den Wettbewerb in der Open hatten sich 123 Reiter-Pferd-Kombinationen für den Go-round eingetragen, und 117 Starter standen für den Vorlauf auf der Teilnehmerliste bei den Non-Pros.

„In Manerbio waren alle da, die auf der europäischen Bühne Rang und Namen ha-ben“, berichtete Grischa Ludwig, der mit drei Quarter Horses die Reise ins Land jen-seits der Alpen angetreten hatte: Shine My Gun (Besitzer: Stephanie Madaus), Cowboy Del Cielo (Besitzer: Mohamed Chaban) und Topshine Whiz, der in den Stallungen von Klaus Mantl und Tina Künstner-Mantl auf der Jackpoint Ranch in Lermoos (Österreich) sein Zuhause hat.

Für den abschließenden Schlussakkord (Open, Level 4-3-2-1) hatten sich 48 Starterpaare qualifiziert. In der Endabrechnung belegte Grischa Ludwig im Sattel von Topshine Whiz auf Level 3 mit einer 219,5 Rang fünf – und mit Shine My Gun und 216,0 Punkten wurde der Schwabe von den Juroren auf Platz zehn eingereiht. Auf Basis 4 erschien der 37-Jährige in der Ergebnisliste auf den Rängen zehn und 14. Zufrieden mit seinen Ergebnissen war Grischa Ludwig definitiv nicht. Er erklärte: „Mit Shine My Gun habe ich auf dem Zirkel nach rechts einen richtig dicken Patzer bei der Speed-Control gemacht, der mich den Sieg gekostet hat, wie ich aus der Score-Liste ersehen konnte.“ Doch damit nicht genug, denn auch mit Topshine Whiz unterlief dem Professional ein Fehler. „Ein Überdreher beim Spin hat ein viel besseres Resultat verhindert“, ärgerte sich der Trainer vom Schwantelhof. Als Champions grüßten: Sylvia Rzepka (Deutschland, Level 3) mit Dream and Prizes und Gennaro Lendi (Italien, Level 4) mit Pioccolo Spanish.

Der Weltmeisterschafts-Fünfte aus Bitz brachte nach dem Vorlauf Shine My Gun, der erst sein zweites Turnier bestritt, mit 220,0 Punkten und Topshine Whiz mit einem 218,5er Score ins Finale. „Schon nach dem Go-round hatte ich ein gutes Gefühl, auf diesem Event etwas erreichen zu können“, erzählt Grischa Ludwig, der außerdem sehr erfreut darüber ist, dass er zurzeit wieder „sehr gut beritten ist“. Doch er verschweigt auch nicht, dass er sich im Nachhinein wahnsinnig darüber aufregt, dass er vielleicht „nicht konzentriert genug bei seinen Ritten gewesen sei und so einen möglichen Sieg im italienischen Derby verschenkt habe“.

 

Foto: HPV