Grischa Ludwig: „Die EquitaLyon in Frankreich war ein Reise wert.“


Grischa Ludwig:

„Die EquitaLyon in Frankreich war ein Reise wert.“

 

(HPV). Mit einem Champion-Titel ausgezeichnet wurde auf der „EquitaLyon“ in Frankreich Pferdewirtschaftsmeisterin Sylvia Maile (Bitz). Im Sattel von Reds Gonna Win (Sire: LQH-Hengst Reds Gonna Rein) verwies sie in der Futurity-Non-Pro Level 1 mit einem 209er-Score Edith Zenouda (Niederlande/206) mit Blues At The Bar auf den Silberrang. Platz drei wurde von den Juroren gleich zweimal vergeben: mit 203 Punkten an Iris Eith mit Reds Rocking Girl, eine von Sylvia Maile und Grischa Ludwig gezogene Quarter-Horse-Stute von Reds Gonna Rein, und an Sandra Kern (Niederlande), die A Famous Whiz aufgezäumt hatte. Außerdem wurden die Reinerinnen Maile und Eith im Wettbewerb der Level-4-Klasse auf den Plätzen drei und sechs eingereiht. „Unverhofft kommt oft“, sagte eine strahlende Sylvia Maile und verhehlte nicht, dass sie damit „beim besten Willen nicht gerechnet habe“.

Ebenfalls platziert in der Non-Pro war Sebastian Kuffler. Sowohl in der Futurity-Snaffle-Bit Level 1 als auch auf Basis 4 belegte er den dritten Rang. Kuffler, der Cœur D Music aufge-zäumt hatte, einen Nachkommen des hoch erfolgreichen Cœur D Wright Stuff, scorte eine 207,5 und musste lediglich Martin Binder (Deutschland/213) und Alain Giraud (Niederlan-de/209,5) den Vortritt lassen.

In der Futurity-Open für dreijährige Pferde Level 4 sicherte sich Grischa Ludwig (Bitz) den Vize-Champion-Titel. Mit Chexylution, der im Besitz von Ariane Speidel-Bodmer steht, muss-te sich der Hausherr vom Schwantelhof nur dem Österreicher Rudi Kronsteiner, der im Sattel von Dr Lee Hook saß, geschlagen geben. „Über die Leistung des Pferdes habe ich mich be-sonders gefreut. Denn nach einem Trainingsrückstand haben wir mit minimalem Aufwand Maximales erreicht. Ich möchte den Hengst jetzt für die Euro-Futurity im kommenden Jahr aufbauen. Aber schon jetzt hat er seine komplette Klasse, vor allen Dingen beim Stopp, auf-blitzen lassen“, war Grischa Ludwig voll des Lobes. Doch damit nicht genug, denn auch in der Futurity für Vierjährige wusste der 37-Jährige zu überzeugen. Mit Shine My Gun und einer 219,5 wurde Grischa Ludwig hinter den mit 220,5 Punkten siegenden Duo, Bernard Fonck (Belgien) und Rudi Kronsteiner, auf den dritten Platz gesetzt.

Im Grand Prix International de Reining de Lyon Open, die höchstdotierte Bronze-Trophy in Europa, wurde der Hausherr vom Schwantelhof Reserve-Champion. Mit dem im Besitz von Stephanie Madaus stehenden Shine My Gun und einer 224,5 musste der Schwabe nur Rudi Kronsteiner die Position eins auf der Siegerliste überlassen. „Nach einem Patzer gleich beim ersten Stopp habe ich kurz an eine Aufgabe gedacht. Doch nach den sofort im Anschluss folgenden rechts- und links Drehungen, die das Pferd sensationell gut ausgeführt hat, war ich wieder im Geschäft. Da hat der kleine Hengst mal gezeigt, welche Klasse in ihm steckt“, sagte Grischa Ludwig, der anschließend ein positives Fazit der Veranstaltung in Lyon zog: „Die EquitaLyon in Frankreich war ein Reise wert. Es war ein sehr schönes Turnier. Diese Veranstaltung zählt zu meinen Favoriten in Europa.“ Und LQH-Managerin Sylvia Maile er-gänzte abschließend, dass „Shine My Gun das weitaus jüngste Pferd unter den Top-Platzierten in diesem Wettbewerb war.“ Im Übrigen war der Trainer besonders angetan von der Tatsache, dass sich alle Pferde, die von LQH gezüchtet und/oder verkauft worden waren, „auf diesem Event ausgezeichnet präsentiert haben“.

Zwei weitere Erfolge für den LQH Turnier- und Ausbildungsstall verbuchte Torsten Gärtner (Bitz). In der Intermediate Open belegte er mit Cruisin In Starstyle und lediglich einem halben Punkt hinter Max Canu (Italien/217) sowie Roy Van der Hoeven (Niederlande/217) den Bronzerang. Und in der Futurity Open Level 1 wurde der Trainer im Sattel von Frideeniten-hollywood von den Wertungsrichtern auf Rang vier eingereiht.

 

Foto von Horsemotion: Sylvia Maile beim Sliding Stop