Goldene Schärpe Pferde Überherrn 2015: Sieg für Westfalen I

Rheinländerin Isabel Mengeler gewinnt Einzelwertung

Überherrn (fn-press). Zum zweiten Mal war der Linslerhof im saarländischen Überherrn Austragungsort einer Goldenen Schärpe „Pferde“. Und wie bei der Premiere 2008 hieß der Sieger in der Teamwertung Westfalen I. In der Einzelwertung konnte sich mit der 14-jährigen Isabel Mengeler aus Hamminkeln und Sandro Rivera ein Mitglied des Teams Rheinland II an die Spitze setzen.

Zunächst sah es danach so aus, als könnten die Reiter aus Weser-Ems ihren Ponykollegen nacheifern, die vor wenigen Wochen in Saerbeck bei ihrer Goldenen Schärpe Gold gewannen. Nach Theorie, Dressur und Geländeritt lagen Linus Richter mit Kallas, Janne Kleinbuntemeyer mit Ready Steady Go, Ilka Schoormann mit Davinia, Kay Ahillen mit Lemarque und Ronja Stempnewicz mit Ascanda mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins. Allerdings besteht die Goldene Schärpe aus insgesamt fünf bewerteten Teilprüfungen – und am letzten Tag galt es noch das Vormustern und Springen zu bewältigen. Hier gelang es der Mannschaft Westfalen I den Spieß umzudrehen. Mit einem Endstand von 491,2 Punkten siegten Anna-Sophie Dietz (14, Ense) mit La Fayette, Alica Nienhaus (16, Bocholt) mit La Franko, Johanna Weitkamp (14, Billerbeck) mit Argentina, Laura Wortmann (11, Fröndenberg) mit Roxette sowie Pia-Gianna Klawuhn (15, Kamen) mit Gordislan vor den Reitern aus Weser-Ems mit 487,7 Punkten. Knapp dahinter landete die Mannschaft Hannover I mit 486,2 Punkten auf Platz drei: Carolin Baule mit Good Luck, Jessica Wendt mit Nandera, Carina Wetzel mit Balios, Lea Wesemann mit Dark Angel sowie Luisa Marie Losse (13) aus Lohbarbek mit Alula, die sich auch in der Einzelwertung die Bronzemedaille sichern konnte. Den Sieg in der kombinierten Wertung trug Isabel Mengeler vor Katharina Eggert (14) aus Kamp-Lintfort mit Ambra davon, die für das Team Rheinland II an den Start ging.

Den Ehrenpreis für die beste Dressur mit der Wertnote 8,6 erhielt die 13-jährige Ann-Cathrin Bierlein aus Deining mit Double Diamond. Sie ging für die Bayern an den Start, deren Teams – eine nette Idee – nicht einfach durchnummeriert waren, sondern Namen wie „Weiß/Blau“, „König Ludwig“ und „Die Löwen“ trugen. Beim Geländeritt hatte die 15-jährige sächsische Reiterin Darline Strandt aus Stützengrün mit Annabel die Nase vorn. Sie erhielt für ihre Vorstellung die Wertnote 9,1, womit sie auch einen maßgeblichen Beitrag zum vierten Platz ihrer Mannschaft in der Gesamtwertung leistete. Gleich drei Mal vergaben die Richter im Gelände die glatte „9“ – an Luisa Marie Losse, Katharina Eggert und Alica Nienhaus –, andererseits gab es aber auch 27 Paare von 94, die mit den gestellten Aufgaben im Gelände noch etwas überfordert waren. Im Parcours war es schließlich Pia Gianna Klawuhn, die mit einer 9,2 die beste Note erzielte und damit ihrem Team Westfalen I mit zum Sieg verhalf.