Goldene Schärpe Pferde in Lauterbach 2013: Sieg für Westfalen

Baden-Württemberg knapp Zweiter, Hannover auf Platz drei

Lauterbach (fn-press). Die Westfalen sind nicht zu schlagen: Nach der deutschen Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit sicherte sich ein westfälisches Team nun auch die „Goldene Schärpe Pferde“ in Lauterbach. Auch in der Einzelwertung hatte westfälisches Paar die Nase vorn: Lisa Frieling aus Emsdetten mit Potsdame.

Neben der Siegerin starteten auch Kira Frieling, ebenfalls Emsdetten, mit Rivana E sowie Jade Lindner (Dortmund) mit Sunlight, Sophia Egbert (Hörstel) mit Callimero und Leona Sommer (Coesfeld-Lette) mit Heavens Light für das Team Westfalen III. Den Ausschlag für den Sieg gab die fünfte und letzte Teilprüfung Springen. Mit insgesamt 492,1 Punkten gelang es für das Quintett von Mannschaftsführerin Christa Middendorf und Trainer Clemens Nachtigall quasi in letzter Minute an den bis dahin führenden Baden-Württembergern vorbeizuziehen. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir noch gewinnen. Die Württemberger waren wirklich sehr gut. Doch wie es dann manchmal so geht…“, sagte Middendorf.

Nach Theorie, Dressur,  Stilgeländeritt und Vormustern hatten die Reiter aus dem Ländle noch den Ton angegeben. Das Team von Mannschaftsführerin Gabriele Nause-Westerich stellte nicht nur die beste Geländereiterin –  Luzia Köder aus Rudersberg erhielt für ihren Ritt mit Manco die 9,5 – , sondern auch die  Drittplatzierte in der Einzelwertung: Rabea Mezger (Ditzingen ) mit Elcano. Insgesamt kam die Mannschaft, zu der auch Greta Faust (Vaihingen) mit Wonderfull time, Sina Siegle (Weil der Stadt) mit Ashan sowie Sarah Nathalie Schneider (Waldshut-Tiengen mit Sandro's Star gehörten, auf 490,1 Punkte.

Den dritten Platz in der Mannschaftswertung belegte mit 488,7 Punkten das Team von Claus Erhorn und Hanna Rogge vom Landesverband Hannover: Melina Petersen (Lüneburg) mit Strawman, Sarah Kölpin (Langenhagen) mit Flo, Chiara Spinsanti (Buxtehude) mit Au Lait, Henriette Hagemann (Obernholz) mit Concordia H sowie Fritz Ludwig Lübbeke (Wingst) mit Caramella. Letzterer hatte in keiner der Teilprüfung eine Note unter „8“ und trug damit nicht nur zum Erfolg seines Teams bei, sondern belegte in der Einzelwertung auch Platz vier.

Den Vogel schoss in der Einzelwertung die 15-jährige Lisa Frieling mit Potsdame ab: 9,0 gab es in der Theorie und 8,5 im Vormustern, sie gewann mit der Note 8,8 eine Abteilung Dressur, erzielte 8,7 im Gelände und siegte mit einer glatten „10“ im Springen. Damit verhalf sie nicht nur ihrer Mannschaft, sondern auch ihr selbst mit Abstand zum Sieg. „Ich rechne es ihr hoch an, dass sie die Goldene Schärpe geritten hat. Denn Lisa ist mit Potsdame auch für das Bundesnachwuchschampionat Dressur nominiert, das im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften in München ausgetragen wird“, sagte Christa Middendorf.

Auf Platz zwei der Einzelwertung landete die erst zwölfjährige Hamburgerin Lisa Seitz vom Mix-Team Sachsen-Anhalt/ Hamburg. Mit dem neunjährigen Hannoveraner Womanizer erzielte sie in allen Teilprüfungen Topnoten: Theorie 9,5, Vormustern 9,0, Dressur 8,2, Gelände 8,6 und Springen 8,8. Die Bronzemedaille sicherte sich Rabea Mezger mit Elcano. Sie blieb zwar in der Dressur (7,9) und im Vormustern (7,5) unterhalb der 8er-Marke, machte dies aber mit einer 8,8 im Gelände, einer 9,0 im Springen und nicht zuletzt mit einer 9,5 in der Theorie mehr als wett.

„Das war eine runde Sache: eine absolut gute Veranstaltung, gute Stimmung, gute Rahmenbedingungen und angemessene Anforderungen im Gelände“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter (Warendorf), der im Wechsel mit Hans Nagel (Bielefeld) die Geländeprüfung kommentiert hatte. „Freuen konnten wir uns auch über ein sehr gutes Starterfeld“, so Lutter, der sich vor allem über die vielen neuen Paare freute. Lob fand der Bundestrainer auch für die Pferde. „Es waren hier sehr geeignete Pferde am Start. Teilweise jüngere Pferde, die mit ihren ebenfalls jungen Reitern schon gut harmoniert haben und für die Zukunft einiges erwarten lassen, aber auch ältere, erfahrene Lehrpferde und solche, die speziell für die Goldene Schärpe zur Verfügung gestellt wurden.“ Insgesamt nahm Lutter einen positiven Eindruck aus Lauterbach mit: "Wer hier anstandslos durch das Gelände gekommen ist, ist auch in der Lage, die nächste Stufe, das Bundesnachwuchschampionat, zu bewältigen.“