Global Champions Tour in Wiesbaden 2012

Eine Station der Global Champions Tour wird in Wiesbaden im Biebricher Schlosspark wohl von niemandem als alltäglich angesehen werden. Die höchstdotierte Springserie der Welt ist so etwas wie die Formel 1 des Reitsports und genießt Anerkennung sowie Respekt. Wenn sich im Hessischen die besten Springreiter der Welt treffen, ist das als Ritterschlag für das Pfingstturnier und die Region zu sehen. Auch auf der vierten Station wird es wieder Preisgelder in Höhe von ca. 300.000 Euro geben. Schön, dass die deutschen Profis relativ kurze Anfahrtswege haben, was Nerven von Pferd und Reiter schont. Vielleicht klappt es ja am Wochenende mit einem Heimsieg für die favorisierten deutschen Sportlerpaare. Zumal der oder die eine oder andere schon mal mit einem Auge Richtung Insel schielt und sich dementsprechend gut verkaufen wird.

Wiesbaden ist aber nicht der einzige Neuling der Global Champions Tour in diesem Jahr. Auch für Lausanne, Wien und Shanghai ist es ein Debüt. Das erklärte Ziel von Jan Tops, dem Chef der Tour, ist es, den Springsport weltweit zu etablieren und Märkte zu erschließen, die so bis jetzt noch nicht erkannt worden sind. Wiesbaden gehört primär nicht dazu, aber ebenso wie Hamburg besticht Wiesbaden mit adäquatem und beeindruckendem Flair außerhalb von Betonburgen oder Wüstenplätzen, wie sie sonst auf der Tour oftmals anzutreffen sind.

Im Ranking führt nach Hamburg Edwina Tops-Alexander mit 96 Punkten vor Marcus Ehning mit 82 Zählern. Dritter ist Maikel van der Vleuten (64). Marco Kutscher hat als Siebter 57 Gute auf dem Konto und Christian Ahlmann als Elfter derer 53.

Nach Wiesbaden kann das Ranking also wieder ganz anders aussehen. Die Global Champions Tour bleibt also, was sie ist und immer wahr: Einzigartig und spannend.