Global Champions Tour 2016: Bost siegt in Mexico City - Christian Ahlmann führt Wertung an

Roger-Yves Bost - Foto: Stefano Grasso/ LGCT

Der Franzose Roger-Yves Bost hatte eine simple Erklärung: „Heute war mein Tag” – sagte er nach dem Gewinn des mit 400 000 Euro dotierten, nervenaufreibenden Grand Prix der zweiten Etappe der Longines Global Champions Tour vor Jos Verloy (BEL) und Bertram Allen (IRE).  Vierter wurde Christian Almann (GER). 

Für den 41 Jahre alten Weltranglisten- Zweiten Ahlmann, der sich derzeit im Topform befindet,  hat sich die Reise über den großen Teich gelohnt: Er wurde zudem zweiter im Springen am Morgen und führt jetzt das Ranking in der höchstdotierten Serie des Springsports an.

Der erfahrene, 50 Jahre alte Springreiter Roger-Yves Bost musste sein ganzes Können einsetzen, um sich im Stechen der vier besten Reiter gegen die beiden Youngsters – die beiden 20 Jahre alten Jos Verlooy (BEL) und Bertram Allen (IRE) – und Ahlmann  durchzusetzen und die Siegprämie von 132 000 Euro zu holen. Nur diese vier Reiter hatten es nach zwei schweren Umläufen ohne Fehler ins Stechen geschafft. Sie sorgten mit dafür, dass das Debüt der Serie in Mexiko City zu einem farbenfrohen Treiben wurde. Tausende von Zuschauern säumten den Platz, es wurde allen Reitern zugejubelt.

 Sechs der zehn besten Reiter der Weltrangliste waren am Start. Christian Ahlmann meinte: „Die erste Runde war ein ordentlicher Grand Prix. Ich bin wirklich glücklich über mein Abschneiden.“ 

 LGCT Gründer Jan Tops sagte: “Wenn man ein perfektes Drehbuch für die beiden vergangenen Tage geschrieben hätte, hätte es genauso ausgesehen.“ Vier Reiter aus vier Nationen im Stechen, darunter zwei etablierte Sportler und zwei Newcomer, eine großartige Kulisse mit farbenfrohem Ambiente und frenetisch feiernde Fans – das war die Bühne für den Sport, wie ihn sich die Organisatoren wünschen. 

Parcoursdesigner Uliano Vezzani (ITA) forderten im ersten Umlauf des 1.60 Meter-Springens von den Olympiasiegern, Weltmeistern, nationalen Champions viel, besonders in der Schlusslinie.  In Runde zwei gingen die Reiter in umgekehrter Reihenfolge an den Start. Auch hier blieben nur wenige Reiter fehlerfrei.

Das Stechen war dann ein Wettkampf der Hengst-Reiter:  Christian Ahlmann war mit Epleaser van''t Heike als erster an der Reihe. Er hatte einen Abwurf und benötigte 39.72 Sekunden. Dann musste Veteran Bost mit seinem Qoud''Coeur de la Loge in die Bahn. „Bosty“  ritt schnell und fehlerfrei, die Uhr stoppte bei 37.23 Sekunden. Verloy wollte mit Caracas fehlerfrei bleiben, auch wenn die Zeit höher ausfiel. Er schaffte es in 41.63 Sekunden. Schließlich ritt Allen ein, bei dem es nur eins gab: schnell sein. Dies klappte bis zum letzten Sprung, dann fiel die Stange. Seine Zeit (38,19 Sekunden) hätte aber nicht zum Sieg gereicht. 

Jan Tops, Gründer und Präsident der  Longines Global Champions Tour: “Es waren nicht nur die perfekte Organisation und die großartigen Reiter, das Publikum ist hier einzigartig – es ist herzlich, es ist fachlich versiert, es liebt die Reiter und deren Auftritte. Dies macht den Ort hier sehr besonders.”

Christian Ahlmann (GER), Führender der LGCT Wertung: “Ich bin sehr glücklich mit den beiden ersten Auftritten bei der Tour. Epleaser machte seine Sache sehr gut, erst auf dem kleinen Sandplatz vor einer Woche, jetzt in der großen Rasenarena. Er hat jedem sein besonderes Talent gezeigt. Ich hatte einen unglücklichen Abwurf im Stechen, aber generell bin ich sehr glücklich mit meinem Pferd. Wie Jan schon sagte, das Turnier ist sehr gut organisiert, besonders das Publikum war toll – es hat allen von uns Spaß gemacht, hier zu reiten."