Galopprennen in Köln: Gefahr vorbei?

Es war schon ein schwerer Schlag gegen die Kölner Galopprennbahn, als vor zwei Wochen eine hoch ansteckende Form der Blutarmut bei einem Pferd festgestellt wurde. Dieses Pferd erhielt in der Pferdeklinik am Kottenforst (Wachtberg – NRW) während einer Routineoperation eine Blutplasma – Transfusion eines Spenderpferdes. Dieses Plasma war verseucht und der Grund für die Infektion eines Pferdes der Trainerin Sarah Weis. Das Pferd musste getötet werden.

Nun gibt es von Seiten der Rennbahn die ersten Entwarnungszeichen. Bei keinem einzigen Pferd wurde nach der letzten veterinärmedizinischen Untersuchung diese Form der infektiösen Anämie festgestellt. Es wurden fast dreihundert Tiere untersucht.

Allerdings werden die abschließenden Untersuchungen  erst im Januar 2013 erfolgen. So lange darf kein Pferd die Rennbahn und den Sicherheitsradius von einem Kilometer um das Rennbahngelände verlassen. Und auch dieser Termin ist noch ungewiss. Zu den Pferden, die in Köln auf eine Ausreise warten, gehört auch das wahre Wunderpferd Danedream. Die Stute konnte letzte Woche ihren Titel in Paris nicht verteidigen, wo sie als Favoritin an den Start gegangen wäre. Ihr Trainer Peter Schiergen hofft darauf, auch im nächsten Jahr noch mit Danedream arbeiten zu dürfen.

Europas beste Galopper-Dame könnte ein Publikumsmagnet sein für die finanziell arg gebeutelten deutschen Rennvereine. Jüngst wurde vom Aus der Bremer Rennbahn nach dem 21. Oktober  gesprochen.