Galopprennbahn Hoppegarten: „Flieger“ auf dem Geläuf und in der Luft

Extremsprinter-Listenrennen: alter Haudegen WAR ARTIST gegen Aufsteiger THE CALL

 

Wanderfalken, Wüstenbussarde in der Luft und hautnah zu sehen

 

Vier Gastjockeys aus England - ex-Kamel-Star Ajtebi: „Hier will ich reiten!“

Beim ersten Hoppegartener Renntag nach den Sommerferien am Sonntag, dem 12. August geht es besonders schnell zur Sache - und zwar auf dem Geläuf und in der Luft. Bei den Rennpferden stehen in drei Rennen die Kurzsteckenspezialisten, die „Flieger“, im Mittelpunkt, in der Luft können die Besucher als besonderes Highlight eine große Greifvogelshow mit „echten“ Fliegern bestaunen. Bereits eine Stunde vor dem ersten Rennen um 13.00 Uhr findet eine eindrucksvolle Präsentation des Drachenflugs mit Falken statt. Dies ist eine spezielle und sehr traditionelle Art des Trainings, um die Greifvögel auf die Jagd vorzubereiten. Ab 15.00 Uhr können die Gäste den Falkner, die Wanderfalken und Wüstenbussarde im Publikumsbereich hautnah sehen, die Greifvögel im Freiflug bestaunen und natürlich zur Kamera greifen.

Von den drei Rennen über die berühmte Hoppegartener Gerade Bahn (Hintergrund zur dieser in Deutschland einzigartigen Bahn finden Sie unten)* ragt der Hoppegartener Flieger-Preis der BahSIG Bahn-Signalbau GmbH über die Mindestdistanz von 1000 m hervor. 22.000 EUR  sind in dem internationalen Listenrennen zu gewinnen. In einem hochinteressanten Altersvergleich treten fünf Dreijährige gegen sechs ältere Extremsprinter an. 10.000 EUR lautet die garantierte Mindestausschüttung in der Super - Dreierwette - wenn nur ein Wetter die ersten drei Pferde richtig vorhersagt, ist das der Mindestgewinn, bei mehreren Treffern wird er entsprechend geteilt.

Zwei alte Sprint-Haudegen des international agierenden Besitzers Rupert Plersch ragen bei der älteren Garde heraus: Der neunjährige Wallach WAR ARTIST (Trainer Paul Harley, Reiter Robert Havlin), der noch 2011 in den besten Sprint-Rennen Europas (Gruppe I und II-Rennen) prominent dabei war, diesjährig aber nur moderate Formen aus Meydan/VAE vorweisen kann, sowie der achtjährige LIPOCCO (Trainer John Hillis, Reiter Jimmy Quinn). Dieser verbrachte die Saison 2011 ebenfalls in Meydan mit mäßigem Erfolg, gewann aber in 2010 ein Badener Listenrennen über 1000 m und kommt mit einem frischen 10 Längen-Sieg aus einem kleinen Münchener Rennen. Mit dem siebenjährigen Wallach EXHIBITION ist ein guter schwedischer Sprinter im Rennen (zuletzt zwei Längen-Fünfter im Hamburger Gruppe III-Sprint).

Der dreijährige Hengst THE CALL aus dem Stall von Uwe Ostmann ist aktuell der zweitbeste Sprinter seines Jahrgangs. Er hat erst vier Rennen gelaufen und war bereits Zweiter in einem Frankfurter Sprint-Listenrennen, er verfügt ebenso wie WAR ARTIST noch eine Nennung für die Goldene Peitsche, Deutschlands bestes Fliegerrennen. Die Stute NAMERA (Trainer Pavel Vovcenko, Reiter Schulepov) ist leichte Siegerin eines guten Hamburger Ausgleichs.

Jeweils über 1200m der Geraden Bahn geht es im 1. Rennen mit acht zweijährigen Hengsten und Stuten (davon fünf Debütanten) sowie im 3. Rennen, dem mit zehn Startern sehr gut besetzten siebten Vorlauf zur Sparkassen-Sprintserie. Danach können sich Pferde nur noch am 15. September in Berlin und am 29. August in Baden-Baden für das mit 20.000 EUR dotierte Hoppegartener Finale am 3. Oktober qualifizieren.

Insgesamt vier englische Gastjockeys steigen am Sonntag in Berlin in den Sattel. Am 10. Juni war der 30jährige Araber Ahmed Ajtebi (Foto) als Teilnehmer der 3. World Arabian Horseracing Conference erstmals Gast in Hoppegarten, aber nur auf den Tribünen. Spontan sagte er: „Auf dieser Bahn will ich reiten.“ Gesagt, getan - am Sonntag hat er fünf Ritte. Ajtebi hat eine sehr exotische Karriere hinter sich.  Mit sieben Jahren begann er seine Reiterkarriere auf dem Rücken von Kamelen, wurde bald Lieblings-Kamelreiter von Scheich Mohammed, dem Herrscher von Dubai und siegte in vielen hochdotierten Kamelrennen auf der ganzen Welt. Erst mit 21 Jahren saß er erstmals auf einem Pferd, begann beim berühmten Rennpferde-Trainer John Oxx in Irland eine Jockeylehre. Mittlerweile ist er neben dem globalen Superstar Frankie Dettori Stalljockey bei Godolphin, dem weltgrößten und global agierenden Rennstalls seines alten Förderers Scheich Mohammed. 485 Starts und 78 Siege (darunter 16 in Gruppe- und Listenrennen) kann er vorweisen, sein größter Erfolg war der Sieg im Dubai Sheema Classic 2012. Der Leichtgewichtsjockey Jimmy Quinn (sechs Ritte) sowie Eddie Ahern und Robert Havlin (jeweils zwei Ritte) sind die weiteren Reiter aus England.

Am Renntag der mittelständischen Wirtschaft laden die Firmen BahSIG Bahn-Signal Bau Gmbh, die Sparkasse Märkisch-Oderland, die Stadtwerke Strausberg, die Mahlo-Bau-GmbH Waldesruh, sowie mehrere Berliner Wohnungsgenossenschaften ihre Kunden und Gäste zu einem unvergesslichen Renn-Nachmittag vor der grünen Kulisse Hoppegartens ein. Für die kleinen Rennbahnbesucher gibt es wie immer in Hoppegarten einen idyllischen Spielplatz, Ponyreiten, eine Hüpfburg sowie Kinderschminken und Kinderwetten mit kleinen Preisen – alles kostenfrei. Im Hoppegarten-Kindergarten werden sie auf Wunsch ebenfalls kostenfrei und liebevoll betreut.

*Hoppegartens’ „Gerade Bahn“

Mit einer Länge von 1400 m und einer Breite von durchgängig dreißig Metern ist sie einzigartig in Deutschland. Ursprünglich war die Gerade Bahn nur 1200 m lang und hieß nach englischem Vorbild „Zweijährigenbahn“ - die noch nicht voll entwickelten Gelenke der jungen Pferde sollten nicht beim Rennen durch den Schlussbogen unnötig belastet werden, um 1910 wurde die Bahn dann auf 1400 m erweitert und zunehmend auch als Kurs für „Flieger“ oder „Sprinter“ benutzt. Ca. 800 m vor dem Ziel passieren die Pferde eine „Senke“, danach die „Fließbrücke“ (benannt nach dem Neuenhagener Mühlenfließ, einem vier Meter breiten Bach) um dann 550 m vor dem Ziel in die Zielgerade des Hauptgeläufs einzumünden. In den letzten Jahren werden die Rennen fast ausschließlich auf der Außenseite entschieden, sodass die 60 km/h schnellen Vollblüter nur zwei Meter vor der Barriere zum Geläuf an den Zuschauern vorbeidonnern. Seit dem hochüberlegenen Sieg des ungarischen Sprintstars OVERDOSE in der Bahnrekordzeit von 0:57,10 im April 2011 ist der Hoppegartener Flieger-Preis der BahSIG Bahn-Signalbau GmbH das erste Rennen in Hoppegarten über 1000 m.

 

Einlass: 12:00 Uhr

1. Start: 14:00 Uhr, 7 Rennen,

Hauptrennen: „Hoppegartener Flieger-Preis der BahSIG Bahn-Signalbau GmbH“: 16:40 Uhr/ 6. Rennen

letzter Start: 17:10 Uhr

Karten-Vorverkauf: Katharina Ausborn:              03342-3893-13

VIP / Hospitality - Anfragen: Fredericke Kopp   03342-3893-19

Weitere Informationen unter www.hoppegarten.com, www.facebook.de (Rennbahn Hoppegarten)

Fotos Copyright: Frank Sorge/galoppfoto.de