Frauen vorn in Münster: Katrin Eckermann gewinnt Qualifikation zur DKB-Riders Tour


Frauen vorn in Münster:

Katrin Eckermann gewinnt Qualifikation zur DKB-Riders Tour

 

 (Münster) Die junge Generation hatte buchstäblich die besten Reithosen an in der Qualifikation zur DKB-Riders Tour in Münster. Mit Katrin Eckermann gewann eine erst 21 Jahre junge Springreiterin den Preis des Marktkauf Münster. Mit ihrem zehn Jahre alten Schimmel Carlson blieb die Bereiterin des Gutes Berl, das Münsters Turnierchef Hendrik Snoek gehört, fehlerfrei in 59,34 Sekunden und darf für den Erfolg 6.300 Euro Preisgeld kassieren. Hinter der Mannschafts-Europameisterin der Jungen Reiter 2010, belegte die Schweizerin Alexandra Fricker mit Albfuehrens La Toya den zweiten Platz vor dem aus Lienen kommenden Felix Haßmann auf Horse Gym`s Lianos.

Kein Zweifel möglich, diese internationale Prüfung war fest in der Hand der Generation U26. Eckermann ritt mit ihren 21 Jahren unbekümmert zum Sieg. "Ich hatte ein gutes Gefühl, mein Pferd ist auch mit dem Boden gut zurecht gekommen", bestätigte die junge Amazone und auch die 23 Jahre alte Alexandra Fricker, die an der Grenze zur Schweiz auf einer Reitanlage arbeitet, sah sich gut vorbereitet: "Ich bin seit vier Wochen zum Training in Albersloh auf der Anlage von Otto Becker"! Dass es Tage gäbe, an denen man sich ein Amazonenspringen wünsche, gab der bestplatzierte Mann - Felix Haßmann - zwar zu, aber der 25-jährige nimmt die Frauenpower sportlich. Alle drei wollen auch in der BMW Hakvoort Trophy, der Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour am Sonntag, ihre Chance nutzen. Da dort dann in umgekehrter Reihenfolge des Qualifikations-Ergebnisses gestartet wird, können sich Eckermann, Fricker und Haßmann erst mal in aller Ruhe die Konkurrenz angucken und die Strategie für den eigenen Ritt überprüfen....

"Ich bin sehr stolz auf Katrin und wie sie das heute gemacht hat", bekannte Turnierchef Hendrik Snoek. Nach anhaltendem Regen in der Nacht reagierte der Veranstalter umsichtig und verkürzte die Qualifikation zur DKB-Riders Tour auf ein klassisch nach Fehlern und Zeit ausgetragenes Springen - auf das Stechen verzichtete man. Die Entscheidung um Punkte für das Ranking der DKB-Riders Tour fällt am Sonntag beim Turnier der Sieger ab 15.30 Uhr in der BMW Hakvoort Trophy in einem schweren Springen mit zwei Umläufen.

 

Ergebnis Preis des Marktkauf Münster, Qualifikation zur DKB-Riders Tour Wertungsprüfung:

1. Katrin Eckermann (Münster) mit Carlson 0/59,34

2. Alexandra Fricker (Schweiz) mit Albfuehrens La Toya 0/61,40

3. Felix Haßmann (Lienen) mit Horse Gym`s Lianos 0/62,09

4. Jerome Hurel (Frankreich) mit Ohm de Ponthual 0/62,80

5. Werner Muff (Schweiz) mit Kiamon 0/65,17

6. Markus Renzel (Oer-Erckenschwick) mit Conally 0/65,29

DKB-Riders Tour im Internet - www.DKB-riderstour.de

Foto von Karl-Heinz Frieler: Katrin Eckermann und Carlson

 

Diva Royal - Elegante Siegerin im Finale des TESCH Inkasso Cups

 

(Münster)  Regen hin Regen her - Dorothee Schneider wippte vergnügt auf ihrem Stuhl hin und her in der Pressekonferenz: Die Pferdewirtschaftsmeisterin aus Framersheim setzte in Münster beim Finale des TESCH Inkasso Cups ihre Erfolgsserie fort und pilotierte die Hannoveraner Stute Diva Royal zum Sieg in der renommierten Serie für acht bis zehn Jahre alte Dressurpferde. Mit 76,58 Prozent steigerte sich die neun Jahre alte Don Frederico-Tochter gegenüber der Einlaufprüfung noch mal um einige Prozentpunkte. Die schwarzbraune Schönheit trabte ohne Wenn und Aber hochkonzentriert durch die Prüfung und entfaltete ihr Bewegungspotential.

"Diva ist voll bei der Sache, die lässt sich auch von Regen oder Matsch nicht stoppen", weiß Dorothee Schneider. Die Ausbilderin "teilt" sich das Pferd mit Stella-Charlott Roth, die mit Diva Royal bereits EM-Mannschaftsgold 2010 in Kronberg gewann und Diva in dieser Saison im Piaff Förderpreis reitet. "Zugucken ist schlimmer als selbst reiten. Ich mach mir immer fast in die Hosen, wenn Stella mit der Stute in einer Prüfung geht", räumte Schneider freimütig ein, die auch Trainerin von Roth ist. Die Schülerin und die Hannoveraner Stute sollen planmäßig im nächsten Jahr auch ins internationale Turniergeschehen eingreifen.

Insgesamt 14 Teilnehmer bescherten dem Publikum in Münster beim Finale des TESCH Inkasso Cups praktisch einen Blick in die Zukunft, denn wer beim Finale antreten darf, zählt tatsächlich zu den sehr guten Nachwuchspferden des Dressursports. "Es war ein Genuß, diese Prüfung mit diesen Pferden zu richten", unterstrich Chefrichter Klaus Ridder. Zum Beispiel auch Blind Date, die neun Jahre alte Breitling W-Tochter, die Brigitte Wittig (Rahden) in das Finale des TESCH Inkasso Cups brachte und nicht erst seit ihrem Sieg im Nürnberger Burgpokal nie Zweite war - nur jetzt in Münster. "Ich wäre dumm, wenn ich nicht trotzdem zufrieden wäre", so Wittig. "Wir haben sie inzwischen auch schon bei einem internationalen Turnier in Luxemburg dabei gehabt und sie hat auch dort bewiesen, dass sie es kann".

Rang drei ging an Oliver Oelrich (Lengerich) und den Fürstenreich-Nachkommen Floris. Der neun Jahre alte Wallach wird in die Schweiz zurückkehren. "So hatten die Besitzer und ich das vereinbart. Künftig wird Floris von Marcela Krinke-Susmelj geritten", ergänzte Oelrich. Floris  befindet sich im Eigentum von Hans Stadelmayer.

Sichtlich Freude hatte auch Sabine Tesch am Finale des TESCH Inkasso Cups in Münster: "Das macht natürlich Spaß hier die besten Pferde der Serie zu sehen". Über die Fortsetzung des Cups wird in naher Zukunft verhandelt. Beteiligt sind an der Umsetzung des Projektes, das sich als bedeutende Plattform für Top-Pferde der Zukunft erwiesen hat, das Unternehmen TESCH Inkasso als Sponsor, die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Veranstaltungsagentur EN GARDE Marketing.

 

Ergebnis TESCH Inkasso Cup, Finale Nachwuchspferde Grand Prix (FN):

1. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Diva Royal 76,58 Prozent

2. Brigitte Wittig (Rahden) mit Blind Date 73,46

3. Oliver Oelrich (Lengerich) mit Floris 71,26

4. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Van the Man 68,87

5. Brigitte Wittig (Rahden) mit Brioni W 68,58

6. Hubertus Schmidt (Borchen) mit Fontane 66,19