Finale Nationenpreis Springen Barcelona 2016: Deutschland mit drei Nullrunden dabei

Gregory Wathelet und Coree

Am Samstag geht es um die Team-Trophäe

Barcelona (fn-press). Die deutsche Springreiter-Equipe hat strafpunktfrei und gleichauf mit den USA und Belgien die entscheidende Runde des Nationenpreisfinales in Barcelona erreicht. Am Samstag geht es ab 21 Uhr für die besten acht Mannschaften um die begehrte Team-Trophäe.

Christian Ahlmann (Marl) machte am Donnerstagabend mit seinem niederländischen Hengst Taloubet Z den Auftakt für das Team von Bundestrainer Otto Becker. Er war der vierte Starter im 72-köpfigen Teilnehmerfeld und musste den besten Weg für sein Team finden. Das gelang ihm – null Fehler. „So richtig schön war die Runde nicht. Am Anfang haben wir ein zwei Mal die Stange berührt, da haben wir viel Glück gehabt“, sagte der aktuell Weltranglistenerste. „Aber die zweite Hälfte war richtig gut. Taloubet hatte seit Rio Pause und hier nur ein kleines Warm-up, da ist es nicht leicht, von Null auf Hundert schnell wieder da zu sein. Aber jetzt ist er wach und konzentriert.“

Ebenso erfolgreiche Runden gelangen anschließend seinen Teamkollegen Marcus Ehning (Borken) mit dem französischen Wallach Pret a Tout sowie Daniel Deußer (Mechelen/BEL) mit dem belgischen Wallach First Class. Letzter deutscher Starter war Ludger Beerbaum, der in Barcelona, wo er bei Olympia 1992 die Einzelgoldmedaille gewann, seinen 134. und letzten Nationenpreis für Deutschland reitet. Mit dem Holsteiner Casello (von Casall/Carolus) leistete er sich nach einer tollen Runde am allerletzten Hindernis einen Abwurf und lieferte das Streichergebnis. „Es war ein schwieriger Wettkampf mit einem guten Ergebnis für unser Team. Aber das ist keine Garantie dafür, dass es am Samstag auch so läuft“, sagte Beerbaum.

Lediglich drei der 18 Mannschaften blieben in dem anspruchsvollen Parcours von Barcelona ohne Strafpunkte. Neben Deutschland waren dies Titelverteidiger Belgien und die Olympia-Zweiten aus den USA. Olympiasieger Frankreich leistete sich zwölf Strafpunkte und muss in die morgige Trostrunde. Ebenfalls die Runde der besten Acht erreichten die Schweiz, Italien, Großbritannien (jeweils 4 Strafpunkte), die Niederlande und Irland (beide 8).

Das Tagesfazit des Bundestrainers fiel angesichts des Mannschaftsergebnisses entsprechend positiv aus: „Ich bin zufrieden mit allen vier Reitern und Pferden, alle sind super gesprungen“, sagte Becker. „Unser Tagesziel, unter die besten acht Nationen zu kommen, haben wir erreicht. Aber am Samstag geht es wieder bei null los. Unsere Team-Reihenfolge werden wir beibehalten und ich hoffe, dass Ludger als Schlussreiter noch einmal so eine tolle Runde zeigt wie in Rio.“ Dort hatte die deutsche Mannschaft bekanntlich durch Beerbaums Nullrunde das Stechen um die Bronzemedaille erreicht, die anschließend souverän gewonnen wurde.

Gregory Wathelet und Coree gehört zu den belgischen Titelverteidigern (Dirk Caremans/FEI)