Finale Nationenpreis 2015 in Barcelona endet für Deutschland mit Rang sechs

Barcelona: Meredith Michaels-Beerbaum und Fibonacci gelingt Nullrunde

Barcelona/ESP (fn-press). Das Finale der FEI-Nationenpreisserie in Barcelona ist für die deutschen Springreiter mit insgesamt zwölf Fehlerpunkten auf Platz sechs zu Ende gegangen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den späteren Siegern aus Belgien leisteten sich Daniel Deußer (Mechelen/BEL) mit Cornet d’Amour und Ludger Beerbaum (Hörstel-Riesenbeck) mit Chiara jeweils zwei Abwürfe. Christian Ahlmann (Marl) und Taloubet Z hatten mit vier Strafpunkten den Auftakt gemacht, ehe Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Fibonacci dank einer fehlerfreien Runde auf einen deutschen Erfolg hoffen ließen.

Der Optimismus war groß, nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker die erste Runde des Nationenpreis-Finals in Barcelona auf dem zweiten Platz abgeschlossen hatte. Und auch die zweite und entscheidende Runde begann am Samstag gut aus deutscher Sicht. Christian Ahlmanns Hengst Taloubet Z sprang souverän und berührte die Planke an Sprung Nummer 11 nur leicht, doch sie fiel. Für erste Jubelstürme sorgten dann aber Meredith Michaels-Beerbaum und Fibonacci. Die beiden leisteten sich keine Fehler und der schwedische Schimmelwallach brachte seine Reiterin zum Strahlen.

Vier, Null – so sah bis dahin auch das Teamergebnis der belgischen Equipe aus. Olivier Philippaerts verzeichnete einen Abwurf, Judy-Ann Melchior blieb fehlerfrei. Auch nach dem dritten Starter lagen Deutschland und Belgien noch gleichauf. Daniel Deußer lieferte mit seinem westfälischen Wallach Cornet d’Amour durch zwei Abwürfe das Streichergebnis, genauso wie der Belgier Jos Lansink und sein Holsteiner-Hengst For Cento. Als letztes Paar gingen Ludger Beerbaum und seine Holsteinerin Chiara für Deutschland an den Start. Doch auch bei diesen beiden fielen zwei Stangen. Gregory Wathelet und sein ebenfalls holsteinisch gezogener Hengst Conrad de Hus brachten den Sieg für Belgien ohne einen Abwurf nach Hause.

„Meredith hat uns ein bisschen hoffen lassen. Aber der Rest war exemplarisch für diese Saison, einmal mehr war es nicht genug“, sagte Ludger Beerbaum. Genauso sah es der enttäuschte Bundestrainer Otto Becker: „Wieder haben alle gekämpft, waren konzentriert und haben ihr Bestes gegeben. Man kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben die Chance gehabt, aber am Ende reichte es leider nicht für den entscheidenden Schritt. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Saison.“

Hinter dem siegreichen belgischen Team (4 Fehlerpunkte) reihten sich Großbritannien und die Niederlande (jeweils 8) ein. Die USA (4.) und Irland (5.) verzeichneten, genau wie Deutschland, 12 Fehlerpunkte, hatten jedoch die besseren Zeiten. Schweden (16) und die Schweiz (20) folgten auf den Plätzen 7 und 8.

Bild: Ihre Hoheit Prince Mansur bin Khalid al Farhan al-Saud (Saudi-arabischer Botschafter in Spanien), Gudrun Patteet, Jos Lansink, Dirk Demeersman, Judy Ann Melchior, Olivier Philippaerts and Gregory Wathelet (Foto von FEI/Dirk Caremans)