Finale Global Champions Tour 2015 in Doha: Meredith Michaels-Beerbaum knapp geschlagen

Doha (fn-press). Meredith Michaels-Beerbaum hat im Sattel ihres Championatspferdes Fibonacci das hoch dotierte  Finale der Global Champions Tour auf Platz zwei beendet. Nach zwei Umläufen musste sich die 45-Jährige im vierköpfigen Stechen der für Portugal startenden Brasilianerin Luciana Diniz geschlagen geben. Zweitbester Deutscher war Ludger Beerbaum mit Chiara auf Platz sieben.

Im Finale der Global Champions Tour 2015 (GCT), das im riesigen Stadion der Reitanlage Al Shaqab in Katars Hauptstadt Doha ausgetragen wurde, standen die Aktiven vor großen Herausforderungen. Im ersten Umlauf war die Zeit der limitierende Faktor. Nur fünf Paare absolvierten den Kurs ohne Fehler. In der zweiten Runde der besten 18 hatte der Parcourschef die Zeit zwar großzügig bemessen, aber dafür wies der Weg über die Hindernisse einige Tücken auf. Vier Paare meisterten die Herausforderungen in beiden Umläufen ohne einen einzigen Strafpunkt. Im spannenden Stechen lag Meredith Michaels-Beerbaum mit ihrem blütenweißen, in Schweden gezogenen Schimmel Fibonacci mit fehlerfreien 36,55 Sekunden in Führung (36,55 Sekunden), bis Luciana Diniz mit dem Hannoveraner Fit for Fun gut vier Zehntel Sekunden flotter über die Ziellinie ritt (36,1). Die im rheinischen Wachtberg lebende Brasilianerin, die für Portugal startet, krönte damit ihre erfolgreiche Saison, in der sie das Ranking der Global Champions Tour zwischenzeitlich angeführt hatte. Meredith Michaels-Beerbaum konnte sich für den zweiten Platz im Großen Preis von Doha mit einem schönen Preisgeld von 90.000 Euro trösten.

Rolf-Göran Bengtsson und der Holsteiner Verbandshengst Casall ASK, ebenfalls ein während der über 15 Turniere führenden GCT-Saison überaus erfolgreiches Paar, beendeten das Finale mit Platz drei. Scheich Ali Bin Khalid Al Thani, der erfolgreichste Reiter Katars, wurde mit First Devision nach zwei Abwürfen im Stechen Vierter.

Ludger Beerbaum verspielte den Einzug ins Stechen durch einen Abwurf seiner Holsteinerin Chiara im Umlauf. In der zweiten Runde demonstrierte die zwölfjährige Contender-Tochter ihre Klasse und blieb in guter Zeit fehlerfrei. Im Endergebnis bedeutete dies für das deutsche Erfolgspaar Platz sieben. Daniel Deußer und sein Schimmel Cornet d’Amour reihten sich mit je einem Abwurf in den beiden Runden auf Rang 14 ein.

Die Qualifikation für die zweite Runde der besten 18 Paare verpassten Hans-Dieter Dreher mit Cool and Easy und Marco Kutscher mit Van Gogh, die den Normalparcours mit einem Fehler und etwas langsamer als einige ihrer Konkurrenten beendet hatten. Für Dreher war der Ausflug in die arabische Welt dennoch lukrativ. Der 43-Jährige aus dem südbadischen Eimeldingen belegte mit den beiden Holsteinern Cool and Easy und Colore in zwei Fünf-Sterne-Springen jeweils den zweiten Platz und sicherte sich ein Preisgeld von 30.000 Euro.

Foto: Stefano Grasso / LGCT