Festhallen Reitturnier Frankfurt 2015: Seit mehr als 40 Jahren gut

Gregory Wathelet und Egano van het Slogenhof

International, vorweihnachtlich, stimmungsvoll und sportlich bedeutend - das sind die Attribute, die dem Internationalen Festhallen Reitturnier Frankfurt vorauseilen: Mit einem Etat von rund 1,8 Mio. Euro, ca. 370.000 Euro Preisgeld insgesamt und Teilnehmern aus rund 20 Nationen zählt das CSI/CDI zu den großen traditionsreichen Events in Deutschland. Und wie in den Vorjahren auch, dürfen sich Besucher auch vom 17. - 20. Dezember auf erlebnisreiche und spektakuläre vier Tage in der Festhalle freuen.

Erste Zusagen liegen vor

In den internationalen Springprüfugen ragen Namen wie die des schwedischen Weltklassereiters Rolf-Göran Bengtsson, Österreichs Hugo Simon, der DKB-Riders Tour-Siegerin Janne Friederike Meyer und des Mannschafts-Weltmeister Gerco Schröder (Niederlande) heraus. Das Dressurprogramm bezieht seine Bedeutung sowohl durch das CDI, als auch durch die Finals im Nürnberger Burg-Pokal und im Louisdor-Preis. Und für diese Serienfinals haben etliche deutsche Dressurasse außergewöhnliche junge Pferde qualifiziert. Isabell Werth (Rheinberg), Dorothee Schneider (Framersheim), Hubertus Schmidt (Borchen) zählen dazu und - neben all diesen Olympia- und WM-Medaillengewinnern - auch der junge Sönke Rothenberger (Bad Homburg).

Insgesamt 14 internationale Springprüfungen bietet Frankfurts internationales Festhallen Reitturnier, darunter allein vier Weltranglistenspringen: Der FRAPORT Preis - Championat von Frankfurt am Freitagabend, der Helaba Champions Cup am Samstagnachmittag und der Preis der BHF-Bank am Samstagabend sowie das Highlight, der Große Preis von Hessen, präsentiert von der Deutschen Vermögensberatung AG am Sonntagnachmittag. Frankfurts Festhalle bietet im Preis der Lufthansa CARGO AG ein großes Eröffnungsspringen und ist auch Standort einer internationalen Youngster-Tour für sieben und acht Jahre alte Nachwuchs-Springpferde, die mit dem Solem Luxembourg Preis am Freitag und dem Spielbank Wiesbaden Preis am Samstag zwei Qualifikationen birgt. Das Finale im LOTTO Hessen-Preis folgt am Sonntag.

Jump & Drive & Fussball

Dass Karl-Heinz „Charly“ Körbel gute und stabile Verbindungen in die Pferdewelt hat, ist nicht neu. Der legendäre einstige Fussball-Profi der Frankfurter Eintracht ist versierter „Ver- und Umsorger“ der familieneigenen Pferde, wirkte 2014 mit Elan in der Jury des Show-Wettbewerbs mit und nun kickt er mit fünf ehemaligen Kollegen zusammen in der Frankfurter Festhalle. Am Freitagabend findet die Fussball-Sause im Sand statt, unmittelbar vor dem von Lavazza a Modo Mio präsentierten Jump & Drive mit Unterstützung von Hit Radio FFH.

Der erste „Frankfurt Friendship Cup“ sieht eine „Allstar-Auswahl“ des Frankfurter Fussballs gegen ein Top-Team der Reiter - wobei Letztere Kondition und Begabung kritisch prüfen werden müssen. Körbels Team steht bereits mit dem Ex-Mittelfeldspieler Uwe Müller (131 BL-Spiele), Ex-Eintracht-Torwart Oka Nikolov, Ex-Profi Ervin Skela (spielt für Hanau), Ex-Profi und Scout Ralf Weber und dem ehemaligen Vize-Europameister (1992) Manni Binz. Trainer des Teams ist Clemens Appel…..

Dressurprogramm mit speziellem Flair

Drei  herausragende Prüfungen bilden das internationale Markenzeichen des CDI Frankfurt mit dem Grand Prix de Dressage, präsentiert vom Bankhaus Metzler und Silk`n, der Ceecoach Grand Prix Kür powered by peiker und dem Grand Prix Special - Preis der Liselott-Schindling-Stiftung. Alle drei Prüfungen zählen auch für die Weltrangliste Dressur. Frankfurts Festhalle ist vom 17. - 20. Dezember auch Standort für die Finalprüfungen in den wichtigsten Dressurserien für Nachwuchspferde. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist der NÜRNBERGER BURG-POKAL eine fest etablierte Plattform für sieben bis neun Jahre alte Dressurpferde. Der seit 2008 ausgetragene Nachwuchspferde-Grand Prix Louisdor-Preis ist der Laufsteg der acht bis zehn Jahre alten künftigen Dressurcracks im großen Sport.

Der Hessentag - temperamentvoller Auftakt!

Vielfältig und ungewöhnlich in den Prüfungsformen, das sind die Kennzeichen des Hessentages: Der bringt am Donnerstag die besten Spring- und Dressurreiter aus dem gastgebenden Bundesland in die Frankfurter Festhalle. Dabei besticht der Tag nicht nur mit Lokalkolorit, sondern auch mit Prüfungsformen, die es so sonst nirgendwo gibt.  Das Mannschaftsspringen L, M, S, bei dem pro Team unterschiedlich schwere Parcours ein Gemeinschaftsergebnis erbringen, ist ein Frankfurter Unikat. Die PTG Fairness Trophy führt über mehrere Qualifikationen in Springen der Kl. S ins Finale der besten hessischen Springsportasse und die Mannschafts-Dressurkür sorgt dafür, dass der Individualsport Reiten zum Teamerlebnis wird. Im Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung wird Springsport mit Pferdewechsel zelebriert - auch das ist eine besondere Herausforderung. Mit dem Show-Wettkampf der hessischen Vereine, der vom Land Hessen präsentiert und im Preis des Pferdesport Journals ausgetragen wird, setzt der Hessentag zudem regelmäßig eine Bestmarke in Sachen Unterhaltung und Phantasie.

Bild: Eines der schnellsten Paare der Welt - der Belgier Gregory Wathelet und Egano van het Slogenhof gewinnen 2014 den Helaba Champions Cup in Frankfurt. (Foto: Stefan Lafrentz)