FEI: Weltreiterspiele 2018 in Kanada

Olympiastätte Bromont erhielt vom Weltverband den Zuschlag

Warendorf (fn-press). Nun ist es offiziell: Die nächsten Weltreiterspiele – im Jahr 2018 – werden wieder außerhalb Europas stattfinden. Wie sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet hatte, vergab der Weltverband FEI das Championat in acht Pferdesportdisziplinen an den Bewerber aus dem kanadischen Bromont.

Zwar schaut die Pferdewelt aktuell in die Normandie, wo am 23. August die Weltreiterspiele beginnen, aber die Vergabe der Folgeveranstaltung in vier Jahren beschäftigt die FEI bereits seit längerem. Nachdem von den ursprünglich acht Bewerbern um die WEG 2018 nur noch drei in Nordamerika übrig geblieben waren und zuletzt Wellington/Florida einen Rückzieher gemacht hatte, musste die Entscheidung zwischen Bromont und Lexington (Ausrichter der Spiele 2010) fallen. Den Zuschlag bekam nun, keineswegs unerwartet, das kanadische Bromont, das 60 Kilometer außerhalb von Montreal liegt. Im „Bromont Olympic Equestrian Park” wurden 1976 die olympischen Reiterspiele ausgetragen.

Viele europäische Reitsportföderationen hätten sich das Multichampionat aus finanziellen Gründen in Europa gewünscht. Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), erläutert: „Wir gratulieren Bromont zur erfolgreichen Bewerbung. Wir können sicher sein, dass die Sportler dort erstklassige Bedingungen vorfinden. Aber wissen auch, dass die Beschickung der Weltreiterspiele in Kentucky eine enorme Herausforderung für die europäischen Föderationen war. Alle Pferde mussten geflogen werden, dazu Kutschen für die Vierspänner und sehr viel Equipment per Flugzeug und Containerschiff in die USA gebracht werden. Das wird in Bromont nicht anders sein. Die Anstrengungen der europäischen Verbände, einen solchen finanzieller Kraftakt erneut zu stemmen, könnten sogar noch größer werden.“