FEI Europameisterschaft Reining 2011 in Wiener Neustadt: Dritte Goldmedaille für Italien: Europameister bei den Jungen Reitern


FEI Europameisterschaft Reining 2011 in Wiener Neustadt:

 

 

Dritte Goldmedaille für Italien: Europameister bei den Jungen Reitern


Belgien holt Silber, Deutschland Bronze - Top Score 221 für Manuel Cortesi

 

  Fünf starke Mannschaften plus Einzelreiter traten in Wiener Neustadt um den Mannschafts-Europameister Titel bei den Jungen Reitern an, und entsprechend eng lagen die Ergebnisse dann auch in der Endwertung beieinander. Hier gab es die dritte Goldmedaille für Italien. Das Team bestehend aus Guglielmo Fontana mit Sparkle Poco Hickory, Chiara Bartoletti mit Sailor Lyla, Gloria Spiaggi mit Smart Zen und Manuel Cortesi mit ML Great Spirit brachte es auf 648,5 Punkte. Nicht zuletzt durch den super Ritt ihres letzten Starters Manuel Cortesi verdrängten sie die lange führenden Belgier doch noch von Platz 1, so dass Belgien zum zweiten Mal in Folge die Silbermedaille bei den Jungen Reitern errang. Die Mannschaft bestehend aus Matyas Gobert mit Chicy Smart Jac, Nathalie Van Den Broeck mit Juans Stolen Gun, Shana Vanhove mit The Rumble Bee und Giverny Cappoen mit Hesa Juicey Juice holten zusammen 645 Punkte. Die Bronzemedaille ging an das Team aus Deutschland bestehend aus Laura Stein mit Frosty 2, Vanety Korbus mit SES Topsail Whiz, Josefin Lintner mit Miss Estrella Del Cielo und Andre Zschau mit Jacs War Leo, deren Gesamtscore 636,5 war. Österreich wurde mit 635,5 Punkten Vierter, gefolgt von den Niederlanden mit 611 Punkten.

 

Groß war der Jubel der Italiener über diese dritte Medaille. Auf sein Erfolgskonzept befragt, meine Trainer Filippo Masi: „Glück! Wir hatten starke Reiter und Pferde, aber die Konkurrenz war enorm stark. Wir freuen uns!“ Auch Belgien und Deutschland waren sehr zufrieden mit dem Erreichten. „Wir haben alles daran gesetzt, es den Italienern so schwer wie möglich zu machen“, lachte Susy Baeck, Chef d’Equipe der Belgier. „Wir sind sehr glücklich; wir haben Silber verteidigt.“ Und der deutsche Chef d’Equipe Paul Kratschmer: „Wir haben das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Die Konkurrenz war enorm stark, aber unsere Leute haben ihr Bestes gegeben.“

 

 Top Score der Prüfung ritt Manuel Cortesi mit dem American Quarter Horse Hengst ML Great Spirit, der im Besitz von Eugenio Latorre ist. Der 19-jährige Italiener, der 2009 bei der EM Junge Reiter Bronze holte, 2010 IRHA Futurity Non Pro Champion sowie NRHA Breeders Futurity Non Pro Bit Champion und 2011 European Futurity Champion Non Pro war, legte einen temporeichen Ritt mit grandiosen Stops hin, der ihm eine 221 brachte. Damit verdrängte er den bis dahin führenden Andre Zschau (GER) mit Jacs War Leo. Der dreifache Deutsche Meister Reining und NRHA Breeders Futurity Champion Non Pro hatte mit seinem Palominowallach (der übrigens ein Sohn von Helmut Schulz‘ Jac O Rima ist) eine 217,5 erritten.

 

Gleich zwei Reiterinnen kamen mit dem drittbesten Score 216,5 aus der Arena: die Schweizerin Nina Zinsli mit Major Lena Cielo und der Belgier Matyas Gobert mit Chicy Smart Jac. Gobert war bereits 2009 im belgischen Team, das Silber mit der Mannschaft holte und wurde Fünfter in der Einzelwertung. Auch Nina Zinsli war 2009 FEI EM Finalistin. Zudem war sie bereits Schweizer Meister Jugend und Amateur.

 

Damit stehen auch die Teilnehmer der Jungen Reiter fürs Einzelfinale fest. Die Top 20 schafften es ins Finale, wobei wenigstens ein Score von 203 erritten werden musste. Die Italiener werden neben ihren vier Teammitgliedern auch noch Andrea Ianetta mit Little Sugar Speedy dabei haben, die im Mannschaftswettkampf als Einzelreiter eine 216 erzielten. Für Deutschland gehen Andre Zschau, Vanety Korbus (sie brachte es auf eine 211 mit ihrem SES Topsail Whiz) und Josefin Lintner (208) ins Finale. Belgien hat alle vier Mannschaftsmitglieder dabei, die Schweiz wird neben Nina Zinsli auch durch Perrine Hirter mit Cutters Sugarman vertreten sein. Für Österreich reiten Alexander Nestelberger, Julia Maikisch und Klaus Lechner, für Frankreich Manon Sergent und für die Niederlande Sharon de Groot.