Fahrsport: Platz zwei für das deutsche Team beim CAIO in Windsor

Sandmann Dritter in der Einzelwertung

Windsor/GBR (fn-press). Auf Platz zwei beendete das deutsche Vierspännerteam den ersten Nationenpreis im WM-Jahr 2016. Rainer Duen (Minden), Mareike Harm (Negernbötel) und Christoph Sandmann (Lähden) „sammelten“ 331,5 Punkte und mussten damit zwar den Niederländern (314,6 Punkte) deutlich den Vortritt lassen, hatten aber einen noch größeren Vorsprung gegenüber den drittplatzierten Belgiern, die als Team den Wettbewerb mit 377,2 Punkten beendeten. Bester Deutscher in der Einzelwertung war Christoph Sandmann auf Platz drei.

Zum 90. Geburtstag der Queen war das traditionelle Fahrturnier im Schlosspark von Windsor zum Internationalen Offiziellen Fahrturnier (CAIO) aufgewertet worden und mit sieben Mannschaften gut besetzt. Schon nach der Dressur hatte das deutsche Trio Platz zwei belegt. Sowohl Mareike Harm als auch Christoph Sandmann erreichten „46-Ergebnisse“ und belegten im 28-köpfigen Starterfeld die Plätze sechs und sieben, Duen wurde 15. Der Sieg ging einmal mehr an den Australier Boyd Exell mit 34,45 Punkten vor Ijsbrand Chardon (NED) mit 41,65 Punkten. Schon zu dem Zeitpunkt war Exell der Gesamtsieg eigentlich kaum noch zu nehmen.

Der Marathon ist seit jeher Sandmann’s Paradedisziplin und das stellte er auch in Windsor unter Beweis: Mit Bestzeiten in zwei der acht Hindernisse kam der Emsländer auf 111,20 Punkte und hatte damit nur 0,36 Punkte Rückstand auf den Sieger, Ijsbrand Chardon (110,86). Mit dem zehnten Platz von Rainer Duen (124,09) konnte Deutschland Platz zwei in der Gesamtwertung halten, hatte aber schon knapp 20 Punkte Rückstand auf das niederländische Team. Die Nullrunde von Sandmann im Kegelparcours (Platz zwei) und der eine Abwurf bei der Fahrt von Rainer Duen (Platz sieben) verringerten den Abstand noch geringfügig, der Sieg in der Mannschaftswertung ging jedoch an die Niederländer. Die Einzelwertung gewann Boyd Exell vor Koos de Ronde (NED), Duen war Gesamt-Zehnter, Mareike Harm belegte Rang 13. Bester deutscher Einzelfahrer auf Rang elf war Rene Poensgen (Eschweiler).

Auch in der Ponykonkurrenz konnten sich deutsche Fahrer auf den vorderen Rängen behaupten. Platz drei ging in der Gesamtwertung nach einem überzeugenden Marathonsieg an den amtierenden Deutschen Meister, Michael Bügener aus Gronau-Epe. Fünf Mal fuhr er mit seinen Welsh-Mountain-Ponys Bestzeiten. Dressursieger Dieter Höfs wurde am Ende Sechster, Jacqueline Walter (Minden) wurde Vierte. Den Sieg holte sich der Niederländer Jan de Boer vor dem Ungarn Vilmos Jambor jun.