Fachtagung Springsport in Neustadt/Dosse: Springsport trainieren, Parcours aufbauen, Ritte bewerten – die neuen Standardparcours

 

Fachtagung Springsport in Neustadt/Dosse:

 

Springsport trainieren, Parcours aufbauen,

 

Ritte bewerten – die neuen Standardparcours

 

Neustadt-Dosse (fn-press). Wer kennt sie wirklich, die Standardparcours, erfunden, um die dressurmäßige Ausbildung der Springreiter zu fördern und abzuprüfen? Jahrelang fristeten sie ein stiefmütterliches Dasein neben den Dressuraufgaben. Für das neue Aufgabenheft Reiten wurden sie nun grundlegend überarbeitet und bieten viele neue Möglichkeiten: Der Einsatz ist flexibler zu handhaben, Teilausschnitte aus den Parcours der sonstigen Prüfungen können integriert werden. Wie sich diese Möglichkeiten fachgerecht realisieren lassen, darüber können sich Trainer, Parcourschefs und Richter bei der Fachtagung Springsport vom 31. März und 1. April in Neustadt/Dosse informieren. Als Referenten konnten Bundestrainer Children Eberhard Seemann, Joachim Geilfus, Geschäftsführer der Deutsche Richtervereinigung und seine Springrichterkollegen Hans-Werner Sattler und Wolfgang Meyer sowie Markus Scharmann von der Abteilung Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gewonnen werden.

„Zu aufwändig zu bauen, dauern zu lange, zu wenig flexibel, nur für die Halle geeignet …“, so lauteten in der Vergangenheit die Argumente von Parcourschefs, Trainern und Veranstaltern gegen die standardisierten Parcours. Und die Richter fragten sich „Wie ist es zu bewerten, wenn die Anzahl der vorgegebenen Galoppsprünge in Distanzen nicht eingehalten wird?“ So wurden Standardparcours nur hin und wieder in Abzeichenprüfungen eingesetzt, im Turniersport traf man sie hingegen nur selten an. Und mancher talentierte junge Reiter stieß erst in den Qualifikationen zum Nachwuchschampionat der Springreiter erstmalig auf die vorgegebenen Linien und Abmessungen. „Mit der Fachtagung Springsport wollen wir das Thema reiterliche Grundlagenausbildung und Bewertung von Stilspringprüfungen einmal wieder in den Mittelpunkt stellen. Alle Beteiligten sollen mitdiskutieren: Denn der Trainer bereitet die Sportler auf das vor, was der Richter am Tage X prüft. Die Parcourschefs verwandeln vor Ort die Anforderungen in konkrete Aufgabenstellungen“ erläutert Nicole Schwarz, Geschäftsführerin des gastgebenden Landesverbandes Berlin-Brandenburg das ambitionierte Vorhaben der Tagung. „Es ist im Sinne der Ausbildung und des Sports absolut notwendig, dass alle die gleiche Sprache sprechen!“

Der zweite Tag ist der altersgerechten Bewertung in Springpferdeprüfungen gewidmet. Im Anschluss an eine praktische Demonstration soll gemeinsam darüber diskutiert werden, warum welche Leistung in welchem Alter abgefordert wird? Wie sich die Schwerpunkte der Bewertungskriterien mit zunehmendem Alter des Pferdes ändern? Warum die Aufgabenstellungen in Springpferdeprüfungen für die verschiedenen Altersklassen und Niveaus so gewählt sind?

Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro am 31. März und 40 Euro am 1. April, für beide Tage zusammen 90 Euro pro Person. Für Vereinsmitglieder des Verbandsbereichs Berlin-Brandenburg ist die Teilnahme ermäßigt.

Information und Anmeldung: Landesverbands Pferdesport Berlin-Brandenburg, Internet www.lpbb.de/Aus- und Fortbildung/Fortbildungsangebote, Telefon 030/300922-10, E-Mail noelte@lpbb.de. lpbb/Hb