Ergebnisse WM Ponyfahrer Breda 2015: Deutsches Team nach Gelände auf Rang zwei

Fabian Gänshirt führt Wertung der Pony-Einspänner an

Breda/NED (fn-press). Die deutschen Ponyfahrer haben nach einem anstrengenden Geländetag bei der Weltmeisterschaft der Ponyfahrer ihren Vorsprung nach der Dressur eingebüßt und mussten das Team aus den Niederlanden an sich vorbei ziehen lassen. Vor dem morgigen Kegelfahren führen nun bei der WM in Breda in den Niederlanden die Gastgeber mit 820,55 Punkten vor dem deutschen Team, das auf 821,26 Punkte kommt. Und dabei hatten die Pony-Einspänner den Geländetag sensationell begonnen.

Katja Helpertz (Nettetal) drehte mit Nordstern's Störtebecker eine rasante Runde nach der anderen und belegte am Ende der Prüfung Platz zwei. Auch Fabian Gänshirt (Friesenheim) war mit David L schnell unterwegs und steigerte sich von Hindernis zu Hindernis, so dass er sich auf Rang drei hinter Teamkollegin Helpertz platzieren konnte. "Die beiden sind trotz des aufgeweichten Bodens tolle Runden gefahren, das war schon sensationell gut", lobte Pony-Bundestrainer Peter Tischer (Neu-Isenburg). Damit verbesserte sich Katja Helpertz in der kombinierten Wertung von Rang 16 nach der Dressur auf Platz drei. Fabian Gänshirt konnte nach Platz fünf in der Dressur und Platz drei im Gelände sogar die Führung übernehmen. Herbert Rietzler, der mit seinem Haflinger Nakuri mit Platz vier das beste deutsche Dressurergebnis geliefert hatte, belegte im Gelände Rang 20. "Herbert und Nakuri sind aber auch nicht unsere Geländeexperten", erklärte Tischer das Ergebnis.

Als erster deutscher Pony-Zweispännerfahrer war dann Dieter Baackmann, Weltmeister von 2011, an der Reihe. Ihm unterlief direkt im ersten Tor im ersten Hindernis ein Fehler, so dass er für "korrigiertes Verfahren" 20 Strafpunkte kassierte. "Das haben wir dann den anderen Fahren mitgeteilt und die Devise ausgegeben, dass sie sicher ins Ziel fahren müssen und nicht allzu viel riskieren dürfen", erklärte Tischer. Am Ende belegte Dieter Baackmann (Emsdetten) Platz 29, seine Teamkollegen Christof Weihe (Petershagen) und Jan-Felix Pfeffer (Oering) die Plätze zehn und 19. Für Christof Weihe, der in der Dressur Dritter geworden war, bedeutete das, dass er sogar einen Platz "gut machen" konnte und nun auf dem Silberrang liegt. Jan-Felix Pfeffer hatte die Dressur gewonnen und belegt vor dem Kegelfahren Platz vier. "Die Pony-Zweispännerfahrer sind heute leider unter ihren Möglichkeiten geblieben", so Tischer.

Für die Pony-Vierspänner lief es dann wieder etwas besser. Aber der amtierende Weltmeister und Dressursieger Bram Chardon, Sohn von Vierspännerfahrer Ijsbrand Chardon, ließ nichts anbrennen und gewann auch die Geländeprüfung. Bester deutscher Fahrer war Steffen Brauchle (Lauchheim), Bruder des frisch gekürten Europameisters der Vierspänner in Aachen Michael Brauchle. Steffen Brauchle hatte zwar Probleme in Hindernis vier, aber belegte am Ende trotzdem den dritten Rang in der Prüfung. Teamkollege Tobias Bücker (Emsdetten) hatte im ersten Hindernis zu kämpfen und kam auf Platz neun. Der Einzelfahrer Thomas Bär (Mühltroff) zeigte schnelle Runden im Gelände und belegte Platz vier hinter Brauchle. In der kombinierten Wertung der Pony-Vierspänner führt der Niederländer Bram Chardon mit 166,33 Punkten vor Steffen Brauchle mit 176,32 Punkten. Tobias Bücker und Thomas Bär belegen aktuell die Plätze fünf (197,32) und sechs (197,98).

"Wir hatten schon damit gerechnet, dass wir etwas von unserem Vorsprung einbüßen, aber das die Niederländer an uns vorbei gezogen sind, ist schon ärgerlich. Aber morgen steht ein schweres Hindernisfahren auf dem Programm. Wir sind in dieser Saison schon einige schwierige Kegelparcours gefahren, haben schwer trainiert und wollen dann morgen den kleinen Rückstand wieder aufholen", so die Ansage von Tischer.