Ergebnisse WM Para-Fahren Beesd 2016: Gold für Lehrter in Grade I

Heiner Lehrter

Silber für Team Deutschland und Alexandra Röder in Grade II

Beesd (fn-press). Die deutsche Mannschaft ist mit drei Medaillen von den Weltmeisterschaften der Para-Gespannfahrer im niederländischen Beesd zurückgekehrt. Neben Silber in der Nationenwertung sicherte sich Heiner Lehrter (Mettingen) den Weltmeistertitel in Grade I und Alexandra Röder (St. Augustin) fuhr in Grade II auf den Silberrang.

Auf dem Weg zu den Medaillen mussten die Para-Fahrer – analog zum Regelsport – mit ihrem Einspänner drei Teilprüfungen absolvieren: Dressur, Marathon und Hindernisfahren. Und bereits die Dressurprüfungen liefen gut für die deutschen WM-Starter: Alexandra Röder ging mit Donnerstolz (v. Donnerschlag) in Grade II in Führung, Heiner Lehrter (Mettingen) reihte sich mit Dashwood (v. Dakar) in Grade I hinter dem niederländischen Lokalmatador Jacques Poppen auf Platz zwei ein. Der dritte deutsche Teamfahrer, Markus Beerhues (Langenberg), fuhr mit der westfälischen, von seinem Vater Gerd gezogenen Stute Alicante B (v. Arpeggio) in der Dressur auf Platz sechs in seiner Grade I. Somit lag Deutschland in der Mannschaftswertung hinter den Niederlanden auf Position zwei. An dritter Stelle folgte das Team aus Großbritannien. Die deutschen Einzelstarterin und WM-Debütantin Patricia Großerichter (Steinfeld/Grade I) reihte sich mit Dornik Star (v. Dornik B) nach Dressur auf Platz vier ein. In Grade II lagen die schwarz-rot-goldenen Einzelstarter Ernst Bötte (Bovenden) mit Cassy (v. Corado), Herbert Düpmann (Oelde) mit Silva (v. Show Star) und Hubert Markett (Rees) mit Jesko (v. Jacobspeel's Rocky) auf den Plätzen fünf, sechs und acht.

Sechs schwere Hindernisse hatte Parcourschef Barry Hunter für den Marathon bauen lassen, die Herausforderung hier mit Gespann den optimalen Weg zu finden, war entsprechend groß. Doch die deutschen Fahrer trumpften auf: Fünf Hindernisbestzeiten für Alexandra Röder und ihren rheinländisch gezogenen Wallach in Grade II, fünf Hindernisbestzeiten für Heiner Lehrter und sein Deutsches Reitpony in Grade I ließen den Vorsprung der Niederländer in der Teamwertung auf knappe 0,03 Punkte zusammenschrumpfen. Röder blieb auch in der Einzelwertung in Führung, knapp drei Punkte vor der Niederländerin Francisca den Elzen. Lehrter konnte seinen Rückstand auf Poppen auf knapp drei Punkte verringern und verschaffte sich somit eine tolle Ausgangsposition für das abschließende Hindernisfahren. Für die anderen deutschen Fahrer lief es im Marathon unterschiedlich: Während sich Einzelfahrer Bötte mit seiner Reitponystute in der Gesamtwertung in Grade II einen Platz nach vorne arbeiten konnte, verloren Düpmann und Markett je einen Platz. In Grade I konnte Beerhues seinen sechsten Platz verteidigen, Großerichter verlor Plätze und reihte sich nach Marathon auf Rang sieben ein.

Das Kegelfahren brachte die Entscheidung. In Grade I kam Lehrter mit nur drei Punkten für einen Abwurf an Hindernis 18 ins Ziel. Der Führende Poppen leistete sich 5,99 Strafpunkte, das bedeutete Gold für den Deutschen! Genau umgekehrt lief es in Grade II für Röder. Sie sammelte insgesamt 24 Strafpunkte, den Elzen nur drei: der Weltmeistertitel für den Elzen, Silber für Röder. Drei Abwürfe und Fehler aus Zeitüberschreitung lautete das Ergebnis im Hindernisfahren für den dritten deutschen Mannschaftsfahrer Beerhues, Platz sieben im Einzel von Grade I und Silber für Team Deutschland hinter den Niederlanden und vor Großbritannien. Die deutschen Einzelfahrer Bötte, Düpmann und Markett belegten die Plätze vier, sieben und acht im Endklassement von Grade II, Großerichter vergaß im Hindernisfahren ein Tor und wurde disqualifiziert.

Heiner Lehrter gewann seine dritte Einzel-Goldmedaille im Grade I (Foto von FEI/Jutta Lehmeyer)