Ergebnisse WM der Ponyfahrer in Frankreich: Marco Freund auf Medaillenkurs

Deutsche Ponyfahrer nach Dressur und Gelände auf Rang zwei

Pau/FRA (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer in Pau in Südfrankreich stand heute die Geländeprüfung auf dem Programm. Besonders schnell in den acht Hindernissen war Pony-Zweispännerfahrer Marco Freund (Dreieich). Der 17-Jährige musste sich nur vom Ungarn Kristof Oszertag geschlagen geben und landete auf Platz zwei. Auch die anderen deutschen Ponyfahrer Tobias Bücker, Steffen Brauchle, Jacqueline Walter und Patrick Hanisch zeigten starke Geländeauftritte. Pech hatte allerdings der amtierende Weltmeister der Pony-Zweispänner Dieter Baackmann.

Bei den Pony-Zweispännern fiel das Fazit am Ende der Prüfung „durchwachsen“ aus. Der erst 17-jährige Marco Freund ließ sich bei seiner zweiten WM von der internationalen Konkurrenz wenig beeindrucken und liegt nach Platz drei in der Dressur und Platz zwei im Gelände nun auf Silbermedaillenkurs mit 112,50 Punkten. Es führt der Niederländer Ewoud Boom, der auch die Dressur gewonnen hatte, mit 107.18 Punkten. „Marco ist ganz stark gefahren, er hatte lediglich einen kleinen Fehler im zweiten Hindernis“, erklärte Bundestrainer Peter Tischer (Neu-Isenburg). Dagegen hatte Dieter Baackmann aus Emsdetten, der als amtierender Weltmeister in Pau antritt, richtig Pech. Während er in den ersten Hindernissen noch flott unterwegs war und in Hindernis zwei sogar die Bestzeit fahren konnte, schlug er dann in Hindernis sieben den falschen Weg ein. 20 Strafpunkte für „korrigiertes Verfahren“ wurden ihm angerechnet und er beendete die Prüfung auf Rang 20. In der kombinierten Wertung fiel er damit von Platz zwei nach der Dressur auf Rang fünf mit 129,11 Punkten zurück. „Bis dahin war er super unterwegs und gute Zeiten gefahren – sehr schade“, so Tischer.

Pony-Vierspännerfahrer Steffen Brauchle (Lauchheim), mehrfacher Mannschafts-Weltmeister und 2009 Vize-Weltmeister, war nicht optimal in die WM gestartet. Mit Platz sieben in der Dressur war er hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Gelände startete er dann seine Aufholjagd. Nur der amtierende Weltmeister aus den Niederlanden Bram Chardon war noch schneller unterwegs. Der Sohn des international erfolgreichen Vierspännerfahrers Ysbrand Chardon hatte auch schon die Dressur gewonnen und führt mit 106,71 Punkten.

Nach Platz sieben in der Dressur und Platz zwei im Gelände konnte Steffen Brauchle einen Platz „gut machen“ und liegt nun auf Rang sechs mit 131,74 Punkten. „Steffen hatte ein paar kleinere Fehler, die passieren, wenn man so ein hohes Risiko eingeht, aber er ist sensationell gefahren. Leider bleiben die Medaillen aufgrund des Dressurergebnisses außer Reichweite“, so Peter Tischer. Knapp hinter den Medaillenrängen auf Platz vier befindet sich Teamkollege Tobias Bücker (Emsdetten). Bücker, mehrfacher Mannschaftsweltmeister und 2009 Einzel-Weltmeister, war Dritter in der Dressur und zeigte ebenfalls einen starken Geländeauftritt. Er belegte Platz sechs. „Tobi ist nicht nur seine beste Dressur, sondern heute auch seinen besten Marathon der ganzen Saison gefahren“, freute sich Tischer.

Zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft startet die 21-jährige Jaqueline Walter aus Petershagen bei Minden. Nach Platz drei in der Dressur, mit der sie schon die Erwartungen des Bundestrainers übertroffen hatte, zeigte sie mit ihrem Wallach Cathy’s Tabor auch eine schnelle Geländefahrt. „Sie ist sehr ordentlich gefahren und hält den Druck bei ihrer ersten WM gut aus“, so die Einschätzung von Bundestrainer Peter Tischer. Sie belegte Platz 13 in der Geländeprüfung und liegt in der Kombinierten Wertung mit 115,66 Punkten auf Platz vier. Ihr Teamkollege Patrick Hanisch liegt nach Platz sechs in der Dressur und Platz zehn im Gelände nun mit 120,52 Punkten auf Rang sieben der Kombinierten Wertung. Es führt der Ungar Martin Hölle mit 110,46 Punkten.

In der Teamwertung führt nach wie vor das Team aus den Niederlanden mit 326,2 Punkten vor der deutschen Mannschaft mit 351,9 Punkten. Auf Platz drei liegt das Team aus Ungarn mit 370,9 Punkten. Neu ist, dass in die Teamwertung das beste kombinierte Ergebnis pro Anspannungsart eingerechnet wird. Im Hindernisfahren morgen entscheidet sich dann die Medaillenvergabe.