Ergebnisse Weltcup-Finale Voltigieren Bordeaux / Frankreich 2014: Rang zwei für Engelberty und Jacobs

Kölner Doppel überzeugt auf Danny Boy / Jannik Heiland fällt nach Verletzung aus

Bordeaux (fn-press). Pia Engelberty und Torben Jacobs haben Rang zwei beim Weltcup-Finale der Voltigierer erobert. Die Kölner mussten sich in Bordeaux nur den Welt- und Europameistern aus Österreich geschlagen geben.

8,783 Punkte lautete das Ergebnis für Jasmin Lindner und Lukas Wacha aus Tirol, die auf dem niederländischen Pferd KCM Vaultinghorses Bram angetreten waren. 8,353 Zähler verbuchten die Deutschen nach drei Umläufen auf ihrem Konto und verwiesen damit Evelyn Freund und Stefanie Millinger aus Österreich deutlich auf Rang drei (7,837). Die Besonderheit: Erstmals stand an der Longe von Danny Boy nicht Patric Looser, sondern Alexandra Knauf. Doch die erfahrene Longenführerin meisterte die Herausforderung mit Bravour und dirigierte Danny Boy souverän im Zirkel der französischen Messe-Metropole. Das Ausnahmepferd erhielt in allen Durchgängen die besten Pferdenoten. „Ich bin sehr zufrieden. Jasmin Lindner und Lukas Wacha haben verdient gewonnen, da sie noch stärker in der Gestaltung waren“, sagte Ulla Ramge. Im Vergleich zu den Europameisterschaften machte die Bundestrainerin eine deutliche Steigerung ihres Duos aus, das einmal mehr im Vergleich zu vielen klassischen Darbietungen mit einer eher außergewöhnlich-bizarren Darbietung zu überzeugen wusste. Sowohl Musik als auch die Bewegungen orientieren sich an modernen Tanzrichtungen, womit sich die Rheinländer deutlich von der Konkurrenz unterscheiden.

In Ebreichsdorf hatten Engelberty und Jacobs im August 2013 bei den kontinentalen Titelkämpfen Bronze geholt. Nun gab es Silber in Bordeaux. „Sie präsentierten sich hier noch mehr auf den Punkt, waren flüssiger und im gesamten Weltcup deutlich konstanter auf hohem Niveau“, schätzte Ramge ein. „Wir sind sehr zufrieden und kamen ohne große Patzer durch“, analysierte Medizinstudent Jacobs. Auch Lehramtsstudentin Engelberty war mit den nahezu fehlerfreien Durchgängen glücklich: „Wir haben hier alles gezeigt, was wir derzeit können“, stellte die 23-Jährige fest. Für die Zukunft – auch in Hinblick auf die Weltreiterspiele in der Normandie – sieht Ramge sogar noch Steigerungsmöglichkeiten: „Sie haben auf sportlicher Ebene riesiges Potenzial und können mit Sicherheit noch etwas drauflegen.“

Im Einzelwettbewerb landete Torben Jacobs auf Flash Back – ebenfalls longiert von Knauf – auf Rang fünf. Der 22-Jährige war der einzige deutsche Vertreter, der bis zur letzten Runde durchkam. Im Endergebnis verbuchte er 7,817 Punkte und erntete auf seine Abschlusskür vom französischen Publikum sogar Zwischenapplaus. Jannik Heiland, der ebenfalls für Bordeaux qualifiziert war, zog sich im ersten Durchgang – der nicht in die Gesamtwertung zählt – eine Verletzung am Außenband des rechten Sprunggelenks zu und musste den Wettkampf auf ärztlichen Rat hin vorzeitig beenden. „Es ist extrem schade, ich habe mich super gefühlt“, sagte der enttäuschte Student der Energie- und Umwelttechnik. Den Sieg bei den Herren holte sich der amtierende Weltmeister und Publikums-Liebling Nicolas Andreani (FRA), der seinen Landsmann und amtierenden Europameister Jacques Ferrari auf Rang zwei verwies.

Im Damenwettbewerb – für den sich die Kölnerin Corinna Knauf qualifiziert hatte, aber berufsbeding nicht nach Bordeaux reisen konnte – verteidigte die Italienerin Anna Cavallaro ihren Vorjahres-Titel aus Braunschweig vor Simone Jäiser aus der Schweiz. FN/Daniel Kaiser