Ergebnisse vom Sonntag Springen, Dressur und Fahren Baltic Horse Show Kiel 2013

 

Well done – nach John gewinnt auch Robert Whitaker in Kiel

(Kiel) Robert Whitaker hatte am Sonntag das beste Geburtstagsgeschenk für seine Mutter Claire Whitaker. Er gewann, begeistert bejubelt von rund 6000 Zuschauern, den Großen Preis von Schleswig-Holstein, präsentiert von der Sparda-Bank mit dem zehn Jahre alten Holsteiner Hengst Catwalk. Und der gehört der Frau Mama. Beste Deutsche war Schleswig-Holsteins Landesmeisterin Miriam Schneider aus Bovenau mit Contendra, die auf Platz zwei sprang vor Robert Puck aus Österreich mit Glock`s Zaranza. Miriam Schneider war überglücklich: „Ich hab mich schon so riesig gefreut, das der Umlauf gut geklappt hat, alles andere war praktisch eine Zugabe.“ Insgesamt acht von 42 Reiter/Pferd-Paaren erreichten das Stechen des sportlichen Top-Ereignisses der vier internationalen Turniertage. Jörg Naeve, Schneiders Chef, verpaßte das Stechen mit Cony, was die Reiterin ins „Grübeln“ brachte: „Hoffentlich will er jetzt nicht die Pferde tauschen….“

„Catwalk sprang schon im Umlauf gut und mir war klar, dass wir eine Chance haben, wenn ich alles richtig mache,“ sagte Robert Whitaker im Anschluss, der im Übrigen auch die Veranstaltung lobte. „Das ist eine tolle Atmosphäre hier, dann sind die Pferde gut untergebracht und die Böden waren sehr gut.“ Das fand offenbar die ganze Familie. Claire Whitaker darf mit Ausbeute ihrerer Verwandten bei der Baltic Horse Show zufrieden sein, denn knapp 17 Stunden zuvor gewann Ehemann John Whitaker mit Argento das MVK-Championat von Kiel, wurde begeistert gefeiert und war ein klein wenig gerührt: „Ich bedanke mich beim Publikum, dass mich hier immer so warm und mit Applaus empfängt. Und natürlich bin ich froh über diesen Sieg – das ist ja gar nicht leicht mit all diesen jungen Leuten um mich rum.“ Einer davon war Philipp Rüping (Ibbenbüren), der mit Carlsson in Führung lag, bis Whitaker mit Argento kam. „Schade, dass John schneller war,“ merkte der gebürtige Schleswig-Holsteiner an. Kommentar von Vater Michael Rüping: „Mich hat der schon vor 30 Jahren geschlagen, das ist keine Schande….“

Grandiose Kostüme – Halle begeistert

Als Knüller für das Publikum erwies sich erneut das Kostümspringen der Kieler Nachrichten am Samstagabend. Ganz in Bonbonfarben, mit blonder Zopfperücke und beachtlicher Oberweite tänzelte Schleswig-Holsteins Nationenpreisreiter Thomas Voß aus Schülp nebst kleiner Begleiterin, durch die Arena und zum Sieg. Der feminine An- und Auftritt kam riesig gut an, zumal der Springreiter auf dem rosa dekorierten Pferd auch einhändig mit rosa Sonnenschirmchen durch den Parcours jumpte und hinterher auch noch eine gemeine Hexe mit Schirm in die Flucht schlug. Ein absoluter Hingucker – das schwarze Schaf Shawn. Mannschafts-Weltmeisterin Janne-Friederike Meyer hatte weder Kostümaufwand, noch Inszenierung eingespart. Kollege Philipp Rüping trat als Schäfer gewandet und mutig drauflos singend in der Arena an – und das kann er weniger gut als reiten – zudem fanden sich rund zehn Schafe unversehens in der Halle ein und die Springreiterin sauste als ulkiges schwarzes Schaf um Schäfer und Schafe herum.

Kult-Comic „Werner“ inspirierte Ann-Mari May und Janine Rijkens, als ungemein attraktive Krankenschwester sorgte Laura Jane Hackbarth für große Augen und Begeisterung, Takashi Haase machte den Namen zum Programm und jumpte als Bugs Bunny verkleidet durch die Ulk-Prüfung und Christian Hess verblüffte als Baywatch-Super-Bademeister David Hasselhoff – nebst höchst attraktiven Badenixen. Kiels Kostümspringen hat allemal das Zeug ein echtes Kult-Objekt zu sein. Robert Whitaker jedenfalls hat sich 2013 schon vorgenommen, den „Fancy-Dress-Contest“ nächstes Jahr zu gewinnen….

Bimschas und Dick Tracy vorn

Das Dauer-Kürduell gewann diesmal Alexandra Bimschas. Die Cellagon Grand Prix Kür holte sich Schleswig-Holsteins Landesmeisterin aus Schenefeld mit dem Hengst Dick Tracy. Mit 74,80 Prozent hatte die Pferdewirtschaftsmeisterin diesmal die Nase vorn vor dem Landesmeister Nuno Palma E Santos und Sal 2. Der Portugiese aus Wedel und sein Lusitano kamen auf 74,10 Prozent. Dritte wurde beim morgendlichen Tanz die Australierin Kristy Oatley mit Louisa.

Hansano Fahrduell für internationale „Fahrgemeinschaft“

Das rasanteste Duell der Baltic Horse Show ist seit vielen Jahren das Hansano Fahrduell und den Sieg in diesem Mannschaftsfahren über zwei Runden holte sich das Trio des Teams International „zurück“. Nach dem Triumpf der Schleswig-Holsteiner im vergangenen Jahr waren der schwedische Weltcupfahrer Fredrik Persson, Knud Jörgensen aus Dänemark und Julius Demandt aus Schacht-Audorf einfach schneller als die Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die Platz zwei und drei belegten.

Rund 21.500 Zuschauer kamen zur Baltic Horse Show 2013 an vier Turniertagen, vor allem am Sonntag und auch am Freitagnachmittag kamen damit mehr Zuschauer als in den Vorjahren.

Ergebnisse vom Sonntag Springen, Dressur und Fahren Baltic Horse Show Kiel 2013:

18 Cellagon Dressur Matinèe

Nat. Dressurprüfung Kl. S**** - Grand Prix Kür

Aufgabe: FEI Grand Prix Kür 2009

1. Alexandra Bimschas (Schenefeld), Dick Tracy, Ergebnis 44,88; 2. Nuno Palma E Santos (Portugal), Sal, 44,46; 3. Kristy Oatley (Lütjensee), Louisa, 41,28; 4. Klaus Thormählen (Hamfelde), Capri, 41,05; 5. Roland Metzler (Seeth-Ekholt), Obelisk, 40,61; 6. Anne Torp Madsen (Labenz), Poppelgardens Garant, 40,37

 

52 Hansano Fahrduell - Gesamtergebnis

1. Team International (Julius Demandt, Knud Jörgensen, Fredrik Persson) Ergebnis; 455,15

2. Team Mecklenburg-Vorpommern (Felix Dallmann, Mario Schildt, Fred Dittberner) Ergebnis; 476,24

3. Team Schleswig-Holstein (Louise Hansen, Jan Tödt, Robert Blender) Ergebnis; 490,37

 

05 Sparda-Bank präsentiert:

Den Großer Preis von Schleswig-Holstein

Int. Springprüfung mit Stechen (1.55 m)

FEI-Art. 238.2.2 - CSI3*

1. Robert Whitaker (Großbritannien), Catwalk, 0 SP/37.64 sec; 2. Miriam Schneider (Bovenau), Contendra, 0/38.88; 3. Robert Puck (Österreich), Glock's Zaranza, 0/39.30; 4. Inga Czwalina (Klausdorf a.Fehmarn), Lesthago, 0/39.32; 5. Joachim Heyer (Cloppenburg), Aquarell PW, 0/40.64; 6. Peder Fredricson (Schweden), H&M Cash In, 4/36.36