Ergebnisse vom Freitag Reitturnier Munich Indoors München 2014

 

Philipp Weishaupt schlägt die Weltelite im Preis von J.J.Darboven

München - Philipp Weishaupt aus dem Stall von Ludger Beerbaum hat am Freitag die wichtigste Springprüfung der Munich Indoors, den Preis von J.J.Darboven, überlegen gewonnen. Mit Souvenir, einer 14jährigen Stute aus Hannoveraner Zucht, gewann er eine Zweiphasenprüfung mit einer Zeit von 24,61 Sekunden in der zweiten Phase: „Ich habe da viel meinem Pferd zu verdanken; Souvenir ist etwas ganz besonderes - die Stute war schon gefühlte 100 Mal in der Halle, kennt jede Ecke und hat richtig Kampfgeist.“ Für die beiden gab es neben 2500 Euro Preisgeld eine Kaffeemaschine als passendes Souvenir aus den Händen von Firmenchef Albert Darboven: „Ich war sehr beeindruckt - von dem Ritt und auch von der Halle.“

An München hat Darboven sowieso nur die besten Erinnerungen: "Ich habe hier 1972 bei den olympischen Spielen meine Frau kennengelernt.“ Das Engagement von J.J.Darboven bei den Munich Indoors geht auch über den reinen Sport hinaus: mit dem J.J.Darboven Backstage Award hat das Unternehmen einen Preis für die mehr als hundert Helfer ausgelobt, die hinter den Kulissen die Munich Indoors möglich machen. Einer von ihnen wird von den Zuschauern ausgewählt und erhält einen Wellness-Urlaub auf Sylt: „Wir legen damit den Fokus auf die Menschen bei einem Reitturnier, die sonst im Hintergrund bleiben“, erklärt Frank Hilgenberg, Geschäftsführer von J.J.Darboven das Engagement.

Schon zuvor konnte Sören Pedersen das internationale Eröffnungsspringen des Männer Fashion Labels "emilio adani" gewinnen. Mit Tailormade Cavetta, einer elfjährigen Fuchsstute aus der Oldenburger Sportpferde-Zucht, schaffte er in dem Zeitspringen die schnellste Runde und war am Ende mit 46,69 Sekunden mehr als eine Sekunde schneller als der zweitplatzierte Felix Haßmann (Lienen) mit 47,75 Sekunden. Dritter wurde mit Carsten-Otto Nagel der „Rider of the Year“ des Vorjahres, der Alicia in 49,27 Sekunden ins Ziel pilotierte. „Ich war ganz überrascht, daß es so gut lief - aber das Programm wird in den kommenden beiden Tagen deutlich schwerer“ äußerte sich der Sieger Pedersen nach dem Erfolg. Einen Blick auf den Sonntag warf auch Felix Haßmann, dessen Bruder Toni noch eine Chance auf den Gesamtsieg hat: „Natürlich gönne ich meinem Bruder den Gesamtsieg in der DKB-Riders Tour - aber ich weiß nicht, was ich tun werde, wenn ausgerechnet ich es bin, der Toni dann im Stechen noch schlagen kann und so den Ausschlag gebe.“

In der Dressur, dort wurde im Preis der Marburg Dressage ein Grand Prix als Qualifikation für den Grand Prix Special geritten, hier setzte sich der Portugiese Goncalo Carvalho durch. Mit Batuta, einer erst achtjährigen Lusitano-Stute, schaffte er 71,40 Prozent. Bester deutscher wurde Ellen Schulten-Baumer mit Grosso´s Gentle und 71,26 Prozent.

Und auch in der gerade eröffneten Weltcup-Saison der Voltigierer wurden schon die Siegerschleifen verteilt. Erneut beeindruckend die Leistung von Lisa Wild aus Österreich, die nach dem ersten Umlauf auch die zweite Runde überlegen gewinnen konnte: „Es freut mich wahnsinnig, gleich mit einem Sieg in die Saison zu starten. Ich habe mir für den Winter eine Menge vorgenommen.“ Wild war auch erfreut über die Änderung im Weltcup-Reglement, die in München den Voltigierern erstmals mehr Zeit schenkte: „1,20 Minuten waren jetzt für die Kür-Darbietungen vorgesehen und wurden von Wild optimal ausgenutzt. Bei den Herren setzte sich der Deutsche Viktor Brüsewitz mit der Gesamtnote 8,537 durch: „Das ist mein erster Weltcup-Sieg - ich bin richtig stolz. München kenne ich gut, ich habe vor vier Jahren mich hier mehrere Monate auf die Weltreiterspiele vorbereitet - und ich mag die Stadt.“ Im Pas de Deux ging der Sieg ebenfalls nach Österreich. Dort siegten Evelyn Freund und Stefanie Millinger mit der Wertnote 8,713.

Der Mix aus Springsport, Dressur und Voltigieren fand auch bei den Zuschauern seinen Anklang - insgesamt 4000 kamen zur Tagesvorstellung in die Münchner Olympiahalle.

Ergebnisse vom Freitag Reitturnier Munich Indoors München 2014:

10 Müller Preis- SPOOKS-Amateur Trophy - Small -

Punktespringprüfung, international - Höhe: 1,15m

1. Carl-Philipp Ritter (Kaiserslautern), Santa Fee, 65 Punkte; 2. Alzbeta Malcova (Tschechien), Carisano, 65; 3. Ralph Wiebelt (Kaiserslautern), Quincy, 65; 4. Stefanie Christoph (Regenstauf), Lady Scarlett, 65; 5. Kristin Asmus (Oberaudorf), Caprizio, 65; 6. Anna Maria Kuhlmann (Esslingen), Europa, 65

 

13 Müller Preis - SPOOKS-Amateur Trophy - Medium -

Punktespringprüfung, international - Höhe: 1,25m

1. Rafael Huber (Schweiz), Karina IX CH, 65 Punkte; 2. Sharmini Christin Ratnasingham (Malaysia), Canton 5, 65; 3. Sabine Dunkes (Köngen), Sonique, 65; 4. Sharmini Christin Ratnasingham (Malaysia), Arcado L, 65; 5. Julia Rehme (Herford), Pikeur Caressini, 65; 6. Udo Kloetzel (Limburg), Capriolo, 65

 

16 Müller Preis - SPOOKS-Amateur Trophy - Large -

Punktespringprüfung, international - Höhe: 1,40m

1. Annika Roede (Gerolzhofen), Can Do, 65 Punkte; 2. Georgina Harvey (Australien), Blue Rinse, 65; 3. Carola Lehner (Österreich), Oslo de Moyon, 65; 4. Kira Gammersbach (Essen), Zoly, 65; 5. Francesca Sharman (München), Beyonce, 61; 6. Simone Buhofer (Schweiz), Riosco, 59

 

01 Preis des Männer Fashion Labels "emilio adani" -

Eröffnungsspringen - Springprüfung nach Fehlern und Zeit,

international, Höhe: 1,40m

1. Sören Pedersen (Dänemark), Tailormade Cavetta, 0 SP/46.69 sec; 2. Felix Haßmann (Lienen), Chicca, 0/47.75; 3. Carsten-Otto Nagel (Norderstedt), Alicia SN, 0/49.27; 4. Niklas Krieg (Villingen-Schwenningen), Carella, 0/49.79; 5. Maurice Tebbel (Emsbüren), Chaccos' Son, 0/50.45; 6. Jeroen Dubbeldam (Niederlande), Conjurer, 0/51.65

 

18. FEI World Cup Vaulting - Damen (Nach 2 Umläufen)

1. Lisa Wild (Österreich), Robin, gesamt 8,641

2. Simone Jaiser (Schweiz), Luk, 8,372

3. Kristina Boe (Deutschland), Luino, 8,159

4. Regina Burgmayr (Deutschland), Adlon, 7,823

5. Pascale Wagner (Schweiz), Cyrano, 5,908

 

19.FEI World Cup Vaulting - Herren (Nach 2 Umläufen)

1. Viktor Brüsewitz (Deutschland), Adlon, gesamt: 8,537

2. Julian Wilfling (Deutschland), Luino, 8,345

3. Jannik Heiland (Deutschland), Echt Stark, 8,231

4. Lukas Klouda (Tschechien), Landar, 8,030

5. Thomas Brüsewitz (Deutschland), Echt Stark, 7,991

 

20. FEI World Cup Vaulting - Pas de Deux (Nach 2 Umläufen)

1. Evelyn Freund, Stefanie Millinger (Österreich), Robin, gesamt: 8,713

2. Jasmin Lindner, Lukas Wacha (Österreich), Bram, 8,593

3. Pia Engelberty, Torben Jacobs (Deutschland), Danny Boy, 8,588

4. Gera Marie Grün, Justin van Gerven (Deutschland), Danny Boy, 8,267

5. Stefan Csandl, Theresa Thiel (Österreich), Crossino, 7,543

 

02 Preis von J.J.Darboven -

Zwei-Phasen Springprüfung - international Höhe: 1,45m

1. Philipp Weishaupt (Hörstel), Souvenir, 0 SP/24.61 sec; 2. David Will (Pfungstadt), Chanoc, 0/25.86; 3. Felix Haßmann (Lienen), Cayenne WZ, 0/26.04; 4. Tobias Meyer (Löningen), Quidam's Queen, 0/26.42; 5. Wout-Jan van der Schans (Niederlande), Labors Wonderboy, 0/26.48; 6. Dominique Hendrickx (Belgien), Zamillus Again, 0/26.69

 

29 Preis der Marburg Dressage - Grand Prix de Dressage (CDI4*) -

Qualifikation für Prfg. 30 - Grand Prix Spezial

1. Gonçalo Carvalho (Portugal), Batuta, 71,40%; 2. Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg), Grosso's Gentle, 71,26%; 3. Hubertus Schmidt (Borchen), Hedelunds Mefisto, 71,16%; 4. Uwe Schwanz (Miesbach), Di Sandro, 70,30%; 5. Judy Reynolds (Irland), Vancouver K, 68,66%; 6. Christoph Niemann (Mannheim), Don William, 66,42%

 

Bayerns Pferde Zucht+Sport präsentiert:

Bayern-Championat der Nürnberger Versicherung Finale 2014 -

Springprüfung mit Stechen, national

1. Heiner Ortmann (Kranepuhl), Corofin, 0 SP/58.89 sec; 2. Daniel Böttcher (Fraunberg), Magic Girl, 0.25/59.14; 3. Hendrik Gravemeier (Traunwalchen), Cortez, 0.25/59.26; 4. Uli Hacker (Kolbermoor), Cornea, 0.5/60.07; 5. Maximilian Ziegler (Meitingen), Lady Arielle, 4/54.68; 6. Hans-Peter Konle (Küps), Cobelix, 4/55.48

Bild: Philipp Weishaupt mit Souvenir (Foto: Stefan Lafrentz)