Ergebnisse Voltigieren aus Italien und Frankreich: Deutsche Voltigierer holen zahlreiche Siege

Ingelsberg und Jannis Drewell am Oster-Wochenende erfolgreich in Portogruaro

Portogruaro/Saumur (fn-press). Am Osterwochenende gingen auch die internationalen Voltigier-Wettkämpfe in die nächste Runde. Im italienischen Fossalta Di Portogruaro und im französischen Saumur wurden Turniere bis zur höchsten Leistungskategorie ausgetragen. An beiden Orten konnten die deutschen Voltigierer überzeugen. Ingelsberg und Jannis Drewell (Steinhagen) räumten in der Provinz bei Venedig ab.

Die Schützlinge von Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg hatten bereits mit Spitzenresultaten im Februar beim Weltcup-Finale in Graz (AUT) und beim CVI in Doha im März auf sich aufmerksam gemacht. Nun folgten weitere Erfolgsmeldungen. Allen voran überzeugten die Vertreter vom Voltigierverein Ingelsberg. Die Bayern um Voltigiermeister Alexander Hartl konnten in Italien gleich mehrere Siege einfahren, darunter die Triumphe in den wichtigsten Mannschaftswettbewerben. In der 3*-Prüfung der Teams siegten die Süddeutschen mit ihrem Pferd Lazio mit 8,035 Punkten vor den Italienern vom Verein Monzese (7,293) und den Österreichern aus Salzburg (7,290). Zu Beginn des Turniers hatte sich ein spannender Zweikampf zwischen den Bayern und der Konkurrenz aus Wildegg (AUT) abgezeichnet. Die Österreicher mussten ihren Start nach der ersten Kür jedoch aufgrund einer Verletzung zurückziehen. „Ingelsberg ist mit einer ordentlichen Pflicht in die Saison gestartet, hat sich in beiden Küren sehr gut präsentiert und verdient gewonnen“, berichtete Bundestrainerin Ulla Ramge.

Einen weiteren 3*-Sieg erturnte Jannis Drewell. Gemeinsam mit Alexander Hartl und Adlon sicherte sich der Sportsoldat vom Pferdesportverein Steinhagen-Brockhagen-Hollen mit 7,661 Punkten seinen ersten CVI-Sieg seiner Karriere. „Ein super Gefühl“, gab der 23-Jährige zu Protokoll. „Das war beeindruckende Harmonie“, pflichtete Ramge bei. Im Herrenwettbewerb gab es aus deutscher Sicht ein hervorragendes Gesamtergebnis. Denn auch Rang zwei ging in die Bundesrepublik. Vorjahres-Sieger Julian Wilfling aus Untermeitingen voltigierte mit Luino und Alexander Zebrak an der Longe zu 7,567 Zählern und verwies damit den Pas-de-Deux-Weltmeister Lukas Wacha auf Rang drei (6,831).

Ebenfalls erfolgreich konnte Regina Burgmayr das CVI in Italien abschließen. Die Bayerin ging mit ihrer Pflicht in Führung, verbuchte anschließend im Technikprogramm einen Sturz, arbeitete sich mit ihrer Kür wieder auf Rang drei (7,378) vor und musste lediglich den beiden Schweizerinnen Simone Jäiser (8,287) und Marina Mohar (7,502) den Vortritt lassen.

Weitere deutsche Erfolge: Das Juniorteam aus Ingelsberg gewann mit Feliciano deutlich mit 7,469 Punkten. Die Einzel-Juniorin Julia Sperl gewann mit Elegante im 2*-Junioren-Wettbewerb, ebenso wie Gregor Klehe (2* Junior). Sarah Sirch siegte im 2*-Wettbewerb der Senioren auf Claudius, Stefanie Hägele und Kim Stahl dominierten in der 2*-Pas-de-Deux-Prüfung der Junioren mit Dario. “Es war aus deutscher Sicht ein gelungener Start in die Saison”, resümierte Ulla Ramge. In zwölf Prüfungen waren die Schützlinge der Warendorferin angetreten – in neun Prüfungen standen sie am Ende auf dem obersten Podest.

Keinen Sieg, dafür aber zwei Podestplatzierungen gab es in Saumur. Der 3*-Einzelvertreter Miro Rengel vom Voltigierverein Köln-Dünnwald landete mit Sir Bernhard RS von der Wintermühle – longiert von Nina Vorberg – auf Rang drei (7,184) hinter dem Franzosen Vincent Haennel (7,475) und dem Schweizer Lukas Heppler (7,2). 2*-Juniorin Caroline Reckordt voltigierte mit Elidano – vorgestellt von Kai Vorberg – auf Rang zwei. Das bestes deutsche Teamergebnis in der 3*-Kategorie sicherte sich der RV Nordheim mit Luigi und Andrea Blatz an der Longe auf Rang vier. Der Sieg ging an die favorisierten Franzosen vom Verein Ecuries de la Cigogne.