Ergebnisse Vielseitigkeit CHIO Aachen 2014: Deutsche Reiter in Führung

 

Sandra Auffarth liegt vor dem morgigen Gelände in der Einzelwertung auf Platz eins

Aachen (fn-press). Beim CHIO Aachen liegen die deutschen Vielseitigkeitsreiter nach Dressur und Springen auf Platz eins. Mit zwölf Punkten Vorsprung startet das Team von Bundestrainer Hans Melzer morgen vor Großbritannien und Frankreich in die abschließende Geländeprüfung.

Den größten Anteil am deutschen Ergebnis hatte Sandra Auffarth mit dem zwölfjährigen Opgun Louvo, die auch in der Einzelwertung in Führung liegt. Sowohl auf dem Viereck als auch im Parcours waren die Mannschaftsolympiasiegerin und ihr zwölfjähriger Opgun Louvo das Maß der Dinge. Für ihre tadellose und ausdrucksvolle Dressurvorstellung erzielten sie ein Ergebnis von nur 33,8 Minuspunkten, dem sie keine weiteren Strafpunkte im Springen hinzufügten.

Nullrunden waren in dem großen Aachener Springstadion allerdings eine Rarität. Nur neun von 42 Paaren kamen ohne Fehler ins Ziel, wobei nicht nur die Hindernisse eine Rolle spielten, sondern auch die Zeit. So waren die ersten beiden Starter, darunter auch der erste deutsche Teamreiter Peter Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny, sechs Sekunden zu langsam. Die Jury erhöhte die erlaubte Zeit daraufhin von 80 auf 84 Sekunden. Für Thomsen bedeutete das zwei Strafpunkte zusätzlich zu seinem Dressurergebnis von 47,2 Minuspunkten. Einen Abwurf musste sich Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Hop and Skip anrechnen lassen, der mit einem Zwischenstand von 50,4 Minuspunkten hinter Thomsen in der Einzelwertung zurückfiel. Ebenfalls einen Springfehler machten die Multi-Champions Michael Jung (Horb) und sein La Biosthetique Sam, dazu kam ein Zeitfehler. In der Dressur hatte das Paar noch auf Platz zwei gelegen, zwei kleine Patzer hatten die Führung verhindert. Im Springen fielen die beiden Württemberger mit 41,2 Minuspunkten auf den sechsten Platz zurück.

Eine Nullrunde gelang dagegen Ingrid Klimke (Münster), die mit ihrem Championatspferd FRH Escada JS als Einzelreiterin an den Start ging. „So hatte Escada mehr Zeit sich an die Atmosphäre im Stadion zu gewöhnen. Als Teampferd hätte sie an erster Stelle gehen müssen“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Klimke konnte so zunächst ihr Nachwuchspferd Hale Bob satteln, mit dem sie nach Dressur und Springen auf Platz 28 (53,8) rangiert. Tatsächlich zeigte sich Escada zu Beginn etwas angespannt, wurde aber im Verlauf der Prüfung immer konzentrierter und „ließ sich gut reiten“, so die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin. Mit 40,2 Minuspunkten reichte es zunächst aber nur zu Rang zehn, aus dem nach dem Springen ein dritter Platz wurde. Eine bessere Ausgangsposition für den morgigen Geländeritt haben nur Sandra Auffarth und der Neuseeländer Tim Price mit Wesko (39,8).

Ebenfalls als Einzelreiter startete Peter Thomsen mit Horseware’s Cayenne, mit der er dank einer Nullrunde im Springen von Platz 22 auf 14 vorrücken konnte. 46 Minuspunkte bringen beide in die letzte Teilprüfung mit. Andreas Dibowski (Döhle) hatte in der Dressur leichte Probleme mit dem in der imposanten Dressurarena etwas angespannten FRH Butts Avedon. „Avedon hat sich erschrocken, als schon während unseres Einreitens applaudiert wurde“, sagte „Dibo“. Im Springen kamen neun Strafpunkte hinzu. Aktuell liegt der frühere Aachen-Sieger auf Platz 38 (66,4).